Frechheit des Jahrhunderts
- Pro:
- Die Erkenntnis
- Kontra:
- Menschlicher Umgang
- Krankheitsbild:
- Chronische Schmerzen
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Als alleinerziehende Mutter von vier Kindern , habe ich ein ganzes Jahr an Vorbereitung, Organisation , Geld und Kraft benötigt um mir einen 4wöchigen Aufenthalt in der Schmerzklinik Enzensberg freizuschaufeln. Ich habe selbst eine Pflegefachkraftausbildung und bin zuletzt mit nicht wenig Hoffnung an ein kompetentes, engagiertes Fachpersonal herangetreten. So dachte ich zumindest.
Mir wurde ein Aufenthalt mit multimodaler Therapie , Verbesserung der Lebensqualität etc p.p. versprochen und angepriesen.
Ich nehme derzeit 12 Medikamente (Fentanyl, etc) und seit 2022 Cannabisblüten zum inhalieren. Tilray Extrakt wurde schon austherapiert.
Ich bin mindestens monatlich beim Schmerztherapie, bekomme von PdA über Cortison alles.
Ich habe Dauerdiagnosen:
Deg HWS Syndrom
Bandscheibenprotrusion
Sequestrierter Bandscheiben Vorfall HWLB5/6
Lum. Facettensyndrom
Angst und Depressionen gemischt
PTBS (Kindheit!)
Chron.Schmerz MPSS III bei: chron.Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren Persönlichkeitsstörung bei chron. Schmerz.Ich habe mich 100km hinfahren lassen , verbrachte den Tag mit Aufnahmegesprächen(3stk), essen etc..am Nachmittag Chefarztgespräch:
Dr. B*ch meinte: (kurz gefasst)
Sorry, das muss man jetzt 1 Jahr überlesen haben( es lag nicht ein Jahr rum, wir waren im Dauerkontakt) , Cannabispatienten die es zum inhalieren verschrieben bekommen,nehmen wir nicht mehr auf. Keine Alternative (für oral sei ich ja mittlerweile zu hochdosiert) wurdemir vorgeschlagen..nix.ich hatte einen Nervenzusammenbruch und meine Zimmerkollegin hat sich um mich gekümmert bis ich wieder abgeholt werden konnte.ob ich klar komm, wie ich heim komm..mein finanzieller Aufwand , die Schulbefreiung, die Vorberei-tungen.Wer kommt dafür auf? Ich ging mit der Hoffnung auf etwas Besserung dort hin - ich ging total zerstört nach Hause.Wäre ich suizidgefährdet -wäre ich DEFINITIV nicht zu Hause angekommen.aus der Sicht einer Pflegefachkraft, Patientin und MENSCH-absolutes Nogo! Note6


1 Kommentar
Sehr geehrte Gizmo5,
seit nicht allzu langer Zeit ist die Aufnahme von Patienten, die Cannabinoide inhalieren, in unserem Schmerzzentrum nicht mehr möglich bzw. ein Ausschlusskriterium für unsere multimodale Schmerztherapie. Normalerweise teilen wir unseren Patienten frühzeitig vor Aufnahme mit, dass wir Sie daher nicht aufnehmen können. Bei Ihnen haben unsere Mitarbeitenden dies leider in Ihrer Patientenakte falsch herausgelesen und gingen bis zu Ihrer Anreise von einer Aufnahme aus. Dafür und für die entstandenen Umstände – der Anreise aus Memmingen und Ihren Reha-Vorbereitungen – möchten wir uns bei Ihnen nochmals in aller Form entschuldigen.
Vor Ort hatte unser Team mit Ihnen über die Möglichkeit/den Versuch einer Umstellung auf orale Cannabinoide – was eine Aufnahme bei uns möglich gemacht hätte – gesprochen. Da dies eine geringere Cannabis-Dosierung nach sich gezogen hätte und Sie eine orale Therapie schon einmal als nicht effektiv erlebt hatten, wollten Sie die inhalative Cannabinoiden-Therapie nicht beenden bzw. umstellen. Daher konnten wir Sie leider nicht aufnehmen.
Es tut uns wirklich sehr leid. Denn wir versuchen immer eine gemeinsame Lösung zu finden. Wir wollen all unseren Patienten helfen, Gesundheit und Lebensqualität zurückzugewinnen. Dafür geben alle Mitarbeitenden ihr Bestes.
Wir wünschen Ihnen trotzdem nur das Beste und alles erdenklich Gute.
Mit freundlichem Gruß
Alexander Heim