Für komplexe Fälle nicht geeignet. Repost, da der ursprüngliche Post entfernt wurde.
- Pro:
- Kontra:
- Krankheitsbild:
- Anorexie
- Privatpatient:
- ja
- Erfahrungsbericht:
-
Ich schreibe diese Bewertung, weil ich den Eindruck habe, dass einige Rezensionen ein stark verzerrtes Bild vermitteln. Indem Patient:innen mit „erwünschtem“ Therapieverlauf offenbar zu positiven Bewertungen ermutigt werden, bleiben kritische Erfahrungen weitgehend unsichtbar.
Abgesehen vom modernen Gebäude überwiegen für mich die negativen Aspekte deutlich. Die Therapie wirkte insgesamt unstrukturiert, ein klarer roter Faden fehlte ebenso wie ein konsequenter Fokus auf die Essstörung. Die Rolle der Co-Therapie wurde unzureichend erklärt, was insbesondere zu Beginn zu erheblicher Verunsicherung führte.
Die Behandlung durch Therapeut:innen erschien teilweise willkürlich. Manche Patient:innen durften ausgefallene Therapien nachholen, anderen wurde dies ohne nachvollziehbare Begründung verwehrt. Gleichzeitig wurden weitere Patient:innen aufgenommen, obwohl das Team sichtbar überlastet war. Therapien fielen aus, Einzelgespräche waren kaum verfügbar (z. B. nur ein Einzelgespräch innerhalb von drei Wochen), und in Krisensituationen fühlte man sich weitgehend alleingelassen.
Besonders problematisch war der Umgang mit zusätzlichen Diagnosen. Therapieansätze wurden nicht ausreichend angepasst und führten teilweise zu Retraumatisierungen. Bei fehlender Gewichtszunahme fehlte unterstützende Begleitung; stattdessen wurde schnell mit Vorwürfen reagiert. Abnahme oder Stagnation wurden pauschal als „Gewichtsphobie“ oder mangelnde Mitarbeit interpretiert. Auch der Umgang des MZ mit Selbstverletzung war teils wenig empathisch und stark vorwurfsvoll.
Die ärztliche Kommunikation war unzureichend. Medikamente wurden verschrieben, ohne transparent zu erklären, wofür sie gedacht sind oder welche Wirkungen und Nebenwirkungen zu erwarten sind. Der Entlassbericht war extrem fehlerhaft und enthielt inhaltlich falsche Angaben. Eine strukturierte Entlassungsvorbereitung fand praktisch nicht statt; vielmehr entstand der Eindruck, dass das Team den Fall aufgegeben hatte.
Auch organisatorisch und hygienisch bestanden deutliche Mängel. Die Zimmer wurden bei Einzug nicht gründlich gereinigt, Tablettenreste lagen selbst nach Wochen noch im Zimmer.
Fazit: Die Klinikwahl ist individuell. Für mich steht jedoch fest, dass ich mich als komplexer Fall nicht noch einmal für die Schön Klinik Bad Arolsen entscheiden würde.


1 Kommentar
Ja,die schön Kliniken sind nur auf Profit und guten Ruf/Statistik aus..du bist eine nummer.alle Essgestoerten werden gleich behandelt.ehsl wie das Krankheitsbild Anamnese aussieht .Psychologen z.t. total inkompetent..2 Klassen Gesellschaft extrem hier...Privat- Kassenpatient..sieht man auch hier explizit an den Bewertungen! schön Kliniken sind zu meiden m.M.n.!!!!!