Ich war in der Zeit von 06.05.-27.05.2008 wegen chronischer Nebenhöhlenentzündungen Patient in der Dünenwaldklinik. Mein HNO-Arzt riet mir hierzu, was sich tatsächlich als sehr heilsam erwies. Bezüglich meiner Behandlung als sog. Privatpatient (Beamter, der für med. u.a. Leistungen überall in Deutschland in Vorkasse gehen und die Kostenerstattung in der Folge beantragen darf) kann ich nichts Negatives berichten. Ich hatte hier aber auch nicht den Eindruck, bevorzugt behandelt zu werden und versuchte mich in die Abläufe der Klinik so einzufügen, dass es meiner Erholung diente. Gleichzeitig waren der Klinikaufenthalt und die Erfahrungen, die ich aus persönlichen Wahrnehmungen und den durch Ärzte/Mitarbeiter gehaltenen Vorträgen über Prävention und Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates sehr beeindruckend für die Planung meiner weiteren Lebensumstände. Manchmal muß man sehen, wo eigene Fehler oder Versäumnisse hinführen können, damit man etwas an seinem Verhalten ändert. Insofern habe ich, der zum Glück keinerlei Einschränkungen durch Krankheiten im o.g. Sinne hat, meine Lehren gezogen. Natürlich war ich auch entsetzt, dass Menschen, die sich bewegen und nicht übergewichtig sind, an derlei Krankheiten leiden können, aber manchmal ist es eben doch beeinflussbar. Wichtig ist die Erkenntnis über den Wert des eigenen Körpers. Und hier habe ich durch umfangreiche Untersuchungen (Belast.-EKG, Langzeit-Blutdruck- u. Langzeit-EKG-Messung, Lungenfunktionsmessung, Herzsonografie u.v.m.) erfahren, wo ich stehe. Das bestärkt im Willen zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit.
Da ich im Rahmen des sog. freien Sportes viel mit dem Mountainbike unterwegs war, hatte ich auch einen kleinen Sturz, bei dem mein geprellter Arm durch einen Orthopäden gut versorgt und am Folgetag ohne Befund geröntgt wurde. Leider beachtete ich ein Hämatom an der Innenseite des linken Oberschenkels nicht weiter und nach etwa 14 Tagen bildete sich zuhause eine Venenentzündung mit kurzstreckigem Verschluss. Die Vene war verletzt worden und nun trage ich einen Kompressionsstrumpf und muss Spritzen zur Thrombosebekämpfung bekommen. Das geht aber vorüber.
Zur Unterbringung ist nur zu sagen, dass ich im Hauptgebäude in einem meinen Ansprüchen völlig genügendem Zimmer mit seitlichem Meerblick wohnte. Einzig die recht lichtdurchlässigen Vorhänge trübten den Schlaf am Morgen, wobei ich mir aber mit einer Zeiltplane und Handtüchern Abhilfe verschaffen konnte.
Ein großes Lob gebührt der Küchenmannschaft, die neben täglich leckeren Salaten auch ab und zu leckere Fischgerichte kreierte. Das Angebot an Wurst und Käse zu Frühstück und Abendbrot fand ich ebenfalls ausreichend, zumal ja die fettarme Ernährung (bezogen auf tierische Fette) ein wichtiges Thema ist. Satt werden konnte man in jedem Fall. Auch die Bedienung an den Tischen zum Mittagessen klappte gut und so musste man nicht lange auf sein Essen warten.
Hervorheben möchte ich noch Dr. Jürries, der trotz seiner witzigen Art reichlich Fachkompetenz ausstrahlt. Auch Frau Tresp, die Kraft- und Fitnesstraining organisiert, möchte ich lobend erwähnen. Sie ist nicht so ernst, wie sie anfangs erscheint und achtet bei allen Übungen peinlich genau auf die richtige Körperhaltung, was zwar nervig aber völlig richtig ist. Übrigens, ein Vortrag ihres Ehemannes über die Entwicklung von Peenemünde (insbes. V1- u. V2-Geschichte) war sehr interessant und sollte nicht verpasst werden.
Die Lage der Klinik als sehr gut zu bezeichnen, wäre untertrieben. Innerhalb von 1,5 Minuten ist man am FKK-Strand. Das bezieht sich auf den Weg vom hinteren Eingang über einen kleinen Hügel und die vorgelagerte Düne. Will man zum Textilstrand, so muß man mit 3 Minuten vom Vordereingang in Richtung Promenade rechnen. Alles ist gut zu erreichen.
Leider ist der Handy-Empfang in den Zimmern nicht gut. Hierzu musste ich immer den Balkon aufsuchen. Da ich eine Flatrate nutze, brauchte ich nicht auf das im Zimmer befindliche, teure Telefon zurückgreifen.
Alles in allem empfand ich meinen Aufenthalt in der Dünenwaldklink als sehr angenehm, auch wenn ich mich nach drei Wochen sehr nach meiner Familie sehnte und auch gern abreiste. Vielleicht komme ich ja mal wieder.
1 Kommentar
Sehr geehrte*r Hoffi242,
herzlichen Dank für Ihre lobenden Worte.
Wir freuen uns, dass Sie mit Ihrer Reha in unserer Klinik sehr zufrieden waren, sich erholen und entspannen konnten.
Ihr Lob geben wir gern an unsere Mitarbeiter*innen weiter.
Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Gesundheit!
Mit freundlichen Grüßen
Susann Wötzel
Qualitätsmanagement