Vermutlich für immer vorbei, da ich in einem anderen Landkreis wohne. Zeitverschwendung mit einer Diagnose, die einem das Leben schwer macht. Auch wenn alles vorbei ist, hat die Vergangenheit manchmal noch Einfluss auf da Hier und jetzt...
- Pro:
- Wenn man sich anständig, ruhig und normal verhält darf man gehen und kommt frei.
- Kontra:
- Es wird unnötig überdosiert, mit ungesunden Tabletten und man bekommt einen körperlichen Gesundheitsschaden, z.B. an der Leber( das bekannteste). Wem es hilft kann es nehmen. Dann noch ein Stigma.
- Krankheitsbild:
- Fragwürdig, kann man sich streiten,
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Kurz noch ein langweiliger Erfahrungsbericht: Ich wurde dort 2 Monate ohne richterlichen Beschluss im jungen Alter von 19 Jahren zwangsbehandelt. Ich bekam Akineton, Glianimon( Benperidol), Truxal und Zyprexa( Olanzapin).
Die Dosierungen weiß ich nichtmehr ganz genau. Abends bekam ich eine 20mg Zyprexa Schmelztablette, die nach Chemie schmeckt:D Morgens eine Akinetontablette, Glianimon und Truxal. Mittags nach dem Essen auch wieder Glianimon und Truxal und abends zu der Schmelztablette auch wieder Glianimon und Truxal. Das Akineton als Tablette, die Zyprexa als Schmelztablette. Das Glianimon und Truxal bekam ich in flüssiger Form und manchmal auch als Tablette, wenn die Brühe vermutlich leer war. Die Nebenwirkungen sind schlimm: Müdigkeit( manchmal nützlich), Bewegungsstörungen, Parkinson-Symptome, Akathisie, Verstopfung( sehr nervig und kann gefährlich werden), Gewichtszunahme( bei Zyprexa nimmt man paar Kilo zu, ich z.B. hatte ungefähr 5 bis 8 Kilo zugelegt), Herzrasen... Dann ab und zu noch paar Tavor und Valium. Hatte da rumgeschrien weil ich dort nicht drin sein wollte. Ich weiß es nicht mehr ganz genau, da ich noch sehr jung war. Meine Behauptung ist jedenfalls, dass ich keine Gefahr für mich war und auch für andere Menschen nicht wirklich. Hatte in der stickigen Station nur Angst und war verwirrt. Ich hatte nicht begriffen, was ich dort will und war mit den Patienten völlig überfordert. 1 oder 2 Wochen wären auch genug gewesen. Ich erinner mich noch als ich abends dort in die Psy3 eingeliefert worden bin und ich mich mit einem Pfleger unterhalten hab. Ich konnte ganz normal reden. Dann wurden an mir verschiedene Medikamente ausprobiert, die die Rezeptoren im Gehirn verändern und ich war sehr verwirrt. Nach einer gewissen Zeit, als ich dann mit den obengenannten Tabletten behandelt wurde, konnte ich wieder normal sein und war ruhig. Lohnt sich fast nicht bei den Gesundheitsschäden, nur weil vielleicht jemand gefährlich sein könnte oder eine Störung hat. SH


1 Kommentar
Ich möchte noch etwas ergänzen: Die Einrichtung einer psychosomatischen Ambulanz wäre sinnvoll. Gerade die ambulante Weiterbehandlung nach einem stationären Aufenthalt gestaltet sich sehr schwierig. Auch Diagnosen wie komplexe PTBS und Borderline-PS erschweren die Therapeutensuche. In so einem Setting wäre auch eine kombinierte Behandlung von Einzel- und Gruppentherapie möglich. Stationäre Intervallbehandlungen nach 2-3 Monaten machen wenig Sinn auf Dauer.
Persönlichkeitsstörungen benötigen Zeit, um grundlegende Veränderungen zu erreichen. Oft ist es ein jahrelanger Prozess. Was für Veränderungen sollen in 2-3 Monaten erzielt worden sein?! Ohne ambulante Therapie.