leider keine Weiterempfehlung mehr
- Pro:
- Gesamtkonzept, Küche, Pflegepersonal
- Kontra:
- Krankheitsbild:
- Angststörung, Depression
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Vorab ist es wichtig zu wissen, dass es mein zweiter Aufenthalt in der Berolinaklinik war. Nachdem ich beim ersten Mal in der VOR/Orthopädie nur sehr Erfahrung gemacht habe, habe ich mich für einen Aufenthalt in der Psychosomatik entschieden. Die damaligen Mitpatienten waren alle sehr zufrieden.
Leider musste ich bei diesem Aufenthalt feststellen, dass es sehr unterschiedliche und keine standartisierten Verfahren gibt. Die einen Patienten hatten Glück, die anderen Pech. Ich gehörte leider zur zweiten Kategorie.
Eindeutiger Mängel:
-kein standartisiertes Aufnahmeverfahren von Besprechung der Therapieziele und gemeinsame Zielsetzzung von dem aufnehmenden Arztunter Berücksichtigung der Gesamtsituation (Schwerbehinderung von 50% wurde übersehen) und dementsprechende auch mangelnde therapeutische Versorgung. Ich empfand es als würde ich in Programme gepresst anstatt meine Gesundheit individuell zu fördern: In der Orthopädie ist es Standard in der Klinik.
- zwei Wochen Ärztewechsel und es zu kommunizieren, als ich in der 3. Woche den 5. Arzt hatte, stellte sich dieser als mein Stationsarzt vor. Worauf ich erstmal mit nein reagierte, da dieser doch auf meiner Station sitze. Ich wurde dann aufgeklärt, dass er im Urlaub war. Urlaub und Krankheit kann vorkommen, aber Vertretung weder zu kommunizieren, noch eine kontinuierliche Vertretung zu organisieren bei Patienten mit Angeststötung, halte ich einfach für grob nachlässig.
-einige Patienten haben Vertretungstermine bei Psychologen als ihrer im Urlaub war, einige nicht, wozu ich leider gehörte
-einige Patienten haben Massage und KG; ich mit körperlicher Einschränkung weder noch, das ist mir unerklärlich, zumal es mich bewegungsmäßig auch in Bezug auf Arbeit behindert und ich in das Programm der medizinisch beruflich orientierten Reha eingeteilt wurde
-Terminplanung plant keine Wege ein, so dass Anschlußtermine schwierig oder garnicht möglich waren
Die Klinik bietet einen guten Rahmen von komplementäten Therapien, einem an sich gutem Gesamtkonzept, dass leider Schwachstellen hat.
Die komplementären Therapien sind sehr offen und lassen viel Raum für Selbsterfahrung. Eine Reha sollte einen festen Rahmen bieten und der Erfolg nicht an den persönlichen Einsatz einzelner Therapeuten gebunden sein. Ich suche mir keine Klinik, um dann festustellen, dass meine Bemerkungen nicht oder überhört werden. Das finde ich nicht nur schade, sondern grob fahrlässig.


1 Kommentar
Ich dachte, die Klinik hat 281 Einzelzimmer, wie kommen dabei 500 Patienten zusammen?