Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau
Stadtrandstraße 555
13589 Berlin
Berlin
Onkologie
- Gesamtzufriedenheit:
weniger zufrieden
- Qualität der Beratung:
unzufrieden (die medizinische Beratung war einwandfrei)
- Mediz. Behandlung:
sehr zufrieden
- Verwaltung und Abläufe:
unzufrieden
- Ausstattung und Gestaltung:
weniger zufrieden
- Pro:
- das medizinische Personal
- Kontra:
- Krankheitsbild:
- Brustkrebs
- Privatpatient:
- ja
- Erfahrungsbericht:
-
Bei mir (männlich) wurde Brustkrebs festgestellt, den mir meine Gynäkologin im Waldkrankenhaus Spandau zu operieren empfahl. Dieses war eine gute Wahl. Die ärztliche Behandlung und die Freundlichkeit des Personals sind nicht zu beanstanden. Leider gab es im nachhinein Probleme mit der Verwaltung, die mich über 1000 Euro kostete.
Ich bin Beamter (im Ruhestand) und Privatpatient. Es war deshalb notwendig, eine sog. Wahl-leistungsvereinbarung abzuschließen. Diese kann, wenn abgeschlossen, die Chefarztbehandlung und bestimmte Zimmertypen, z. B. Einbettzimmer oder Zweibettzimmer beinhalten. Mein Ziel war nur ein Zweibettzimmer zu vereinbaren und keine Chefarztbehandlung. Zu meinem Entsetzen stellte sich deutlich später heraus, daß ich ein Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung abgeschlossen hatte. Das hatte ich bei der Verhandlung nicht bemerkt.
Zurückschauend kommt es mir vor als sei ich ganz schön schnell über den Tisch gezogen worden, wobei mir die Reibungshitze wie Nestwärme vorgekommen sein mußte. Den Hinweis im späteren Schriftwechsel mit dem Krankenhaus „Sie wurden durch Frau B. explizit darauf hingewiesen, dass alle hinzugezogenen Chefärzte, welche Sie behandeln mit einbezogen werden“ weise ich entschie-den zurück. Explizit heißt ausführlich dargestellt: Frau D. wird sicherlich die ganze Bandbreite (ausführlich) dargestellt/erläutert haben: auf der einen Seite für mehr Geld einen kaum meßbaren medizinischer Vorteil, auf der anderen Seite die dafür nicht erstattbaren Kosten?
Ich hatte versucht, die Kosten von der Klinik erstattet zu bekommen, biß aber auf Granit. Man wies darauf hin, daß mir insbesondere die Problematik mit den privatärztlichen Rechnungen erklärt wor-den sei (s. o.). Das wies ich zwar zurück, konnte/kann es aber nicht beweisen. Ich strebte eine gütli-che Regelung an, zum Beispiel eine Kulanzregelung oder „Gnade vor Recht“. Dem verweigerte sich die Klinik.
Fazit: Achten Sie auf das „Kleingedruckte“. Es kann teurer werden als man denkt.
Onkologie
- Gesamtzufriedenheit:
unzufrieden
- Qualität der Beratung:
unzufrieden
- Mediz. Behandlung:
unzufrieden (Keine klare Linie, jeder Arzt macht was anderes)
- Verwaltung und Abläufe:
unzufrieden
- Pro:
- Personal
- Kontra:
- Die Ärzte
- Krankheitsbild:
- Akute Leukämie
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Meine Mutter kam im letzten Jahr nach der Feststellung einer akuten Leukämie in das Waldkrankenhaus. In der ganzen Zeit dort haben wöchentlich die Ärzte auf der Station gewechselt. Einen Oberarzt scheint es nicht zu geben oder er hat nichts zu sagen. Allerdings hat jeder Arzt eine andere Vorstellung wie behandelt werden sollte. Es gab keine gerade Linie in der Behandlung. Es war keine Organisation der Pflege möglich , weil sie nie längere Zeit zu Hause war. Deswegen war ich auch im Urlaub, weil man mir versicherte, das es keine Probleme gäbe und sie mal eine längere Zeit Hause bleiben könnte. Aber einige Tage später nach einer Bluttransfusion wurde sie gleich wieder in der Klinik behalten und die nächste Chemo angesetzt. Das war dann Ihr Ende. Das Personal hat sich zwar bemüht, hat aber keine Zeit, um sich um die Patienten zu kümmern. Durch die Schwächung des Körpers durch die 2. Chemo ist sie dann gestorben. Zu Tode behandelt so zu sagen.
Aus dem abgebrochenden Urlaub zurück, mussten wir dann auch noch feststellen, das ihr das Handy geklaut worden war.
Onkologie
- Gesamtzufriedenheit:
sehr zufrieden
- Qualität der Beratung:
sehr zufrieden
- Mediz. Behandlung:
sehr zufrieden
- Verwaltung und Abläufe:
sehr zufrieden
- Pro:
- Kontra:
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
mein Vater kam sehr angeschlägen aus dem Pflegeheim Havelschanze ( wo er sich für eine Verhinderungspflege aufhielt), wo er leider schlecht versorgt wurde ins WKH. Er wurde hier sehr liebevoll betreut .Die Ärzte sowie Schwestern hatten immer ein offenes Ohr und waren jederzeit bereit sich Zeit zu nehmen und mit uns zu sprechen. Sie waren sehr oft an seinem Bett und haben Ihm alle erdenkliche Hilfe zukommen lassen. Man hat sich Zeit genommen für den Pat. und wirklich sehr liebevoll umsorgt. Als es nun mit meinem Vater leider dem Ende zuging und er nur noch lag, hatte er sofort eine Dekubitusmatraze und die lieben Schwestern kamen noch öfter nach ihm zu sehen, massierten ihm die Fersen und haben ihn liebevoll gelagert. Nachdem mein Vater verstorben war wurde er in ein Einzelzimmer gebracht und eine Kerze brannte auf dem Tisch, sodass wir in Ruhe von ihm Abschied nehmen konnten. Ich würde jedem die Station 31 mit gutem Gewissen empfehlen. Hier ist die Ärztin kein Gott im weissen Kittel sondern ganz natürlich und jederzeit zu Gesprächen bereit. Danke für die liebvolle Betreuung in den letzen Tagen und dann leider Stunden unseres lieben Vaters.
1 Kommentar
Hallo Ballonfahrer, Deinen Eindruck kann ich nur bestätigen. War bei meiner Mama allerdings auf der Intensivstation genauso. Immer wieder andere Ärzte und andere Meinungen. Vormittags hieß es immer Mama schafft es Nachmittags hieß es diesen Eindruck können wir nicht teilen etc. Man geht durch eine Hölle von hoffen und bangen. Mit einer anständigen Aussage und Absprache unter den Ärzten kann man in diesem Krankenhaus nicht rechnen. Wir als Angehörige bleiben ratlos und trauernd zurück.
Gruß Mäusi1965