Pflegepersonal geht in minimalster Weise auf Blinde und hochgradig Sehbehinderte ein
- Pro:
- medizinisch top
- Kontra:
- pflegerisch flop
- Krankheitsbild:
- Augen-OP
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Unser naher Angehöriger (A) ist auf einem Auge blind und mußte im April 2026 auf seinem noch sehenden Auge operiert werden. Nach der OP hat er dort eine vorübergehende Beeinträchtigung, sodass er momentan nur hell/dunkel und grobe Schatten sehen kann - mehr nicht. 1. verwunderte uns beim Besuch unseres A, dass auf dem kleinen Beistellschränkcken am Bett eine Wasserflasche mit einem Glas darauf steht. Als wir unseren A auf das Glas aufmerksam machten, bat er uns dieses zu entfernen, weil er es nicht sehen kann. Dies stellt für einen vorübergehend Blinden eine Gefahr dar, falls es runterfällt und das Glas zerbricht. 2. Am Folgetag nach der OP fand die morgendliche Visite statt. Unser A wurde von einer Schwester aufgefordert, dass er sich dafür an einen bestimmten Ort einfinden soll. Als er um Hilfe gebeten hat, weil er ja nichts sieht, erhielt er zur Anwort, dass er das wohl allein finden wird. 3. Für einen Blinden/hochgradig Sehbehinderten gab es vom Pflegepersonal leider nur minimalste Hilfestellungen während des gesamten Krankenhausaufenthaltes, und nur, wenn man oft genug darum gebeten/aufmerksam gemacht hat, dass man diese unbedingt und dringend benötigt. 4. Beim Betreten und Verlassen des Patientenzimmers wurde auch nicht kommuniziert, dass sich jetzt Schwester "SOWIESO" im Zimmer befindet oder das Zimmer wieder verlässt. Jeder möchte ja gern wissen, wer ihm gegenübersteht oder wer sich gerade im Zimmer befindet. Das sind eigentlich grundlegende Richtlinien im Umgang mit Blinden und stark Sehbehinderten.


2 Kommentare
DANKESCHÖN FR.DR.L.ZOCHER!!!Für IHR WISSEN,EINSATZ,MENSCHLICHKEIT UND HUMOR...