Ich bin im Oktober am Hypophysenadenom operiert worden.Soweit ich es beurteilen kann,ist die Operation fachgerecht durchgeführt worden.Aber alles was danach kam war eine einzige Katastrophe.Es fing schon auf der Wachstation, auf der ich 2Tage unter Beobachtung verbringen mußte, an.Man kann ja noch nicht aufstehen,hängt am Überwachungsmonitor und an verschiedenen Infusionen, und ist deshalb auf fremde Hilfe angewiesen.Ich will jetzt nicht alles groß beschreiben. Nur soviel! Ich lag zweimal längere Zeit in meinem Erbrochenen.Einmal habe ich aus versehen,wohl weil ich mit dem Trinkbecher in der Hand eingeschlafen bin,vermutlich noch Nachwirkungen der Vollnarkose, in einem nassen Bett. Dann mußte ich zur Toilette. Ich hatte zwar einen Blasenkatheder,aber fürs größere Geschäft brauchte ich Hilfe. Und die Krönung war, das plötzlich auf meinem Monitor nur noch glatte Linien angezeigt wurden und dieser wohl deshalb einen riesen Spektakel machte. Und selbst jetzt kam einfach niemand.Es dauerte ewig, bis trotz mehrfachen Klingelns, endlich jemand erschien.
Gottseidank konnte ich das große Geschäft einhalten. Und als ich nachfragte wieso niemand gekommen sei obwohl der Monitor sich doch deutlich gemeldet hätte, kam nur die lapidare Auskunft,man wisse schon Bescheid, die Elektroden würden wohl nicht mehr so richtig kleben und deshalb,wie man ja auch sehen könnte, nichts wirklich wichtiges war. Das hat mich total erschüttert, und ich denke das man im Ernstfall wohl verstorben ist, bis sich mal jemand kümmert.Was mir auch noch unangenehm auffiel, das obwohl ich frischoperiert war, man mir eine ältere Dame aufs Zimmer gelegt hat, die die ganze Nacht geschrien und geschimpft hat.Warum konnte man der Frau nicht ein Beruhigungsmittel geben, denn auch mir ging es ja sehr schlecht und ich bin dadurch auch nicht zur Ruhe gekommen. Im Nebenzimmer schrie die ganze Nacht jemand laut um Hilfe, doch auch daran wurde nichts geändert.
Ich war froh als ich endlich auf die normale Station kam. Doch auch hier wurde nichts besser.Ich bin wirklich kein Patient der für jede Kleinigkeit schellt. Doch solange man an Infusionen hängt, braucht man halt für manche Dinge fremde Hilfe.Ich weiß noch wie ich einen schweren Krampfanfall bekam. Mir liefen vor Schmerzen die Tränen und ich klingelte nach der Schwester.Diese kam, sah mich an, sagte es tue ihr ja leid, aber es sei kein Arzt verfügbar und sie würde mir eine Magnesiumtablette bringen.Also trotz heftigster Schmerzen, die sich über fast 15Minuten hinzogen,keine Hilfe. Ich könnte noch soviele,teilweise auch nur Kleinigkeiten,die sich jedoch summierten, anfügen, doch ich denke dieser kleine Überblick sagt schon einiges über die Versorgung in diesem Krankenhaus aus.Vermutlich liegt hier ein ganz großer Personalmangel vor. Doch das darf doch nicht auf Kosten der Patienten gehen, die ja leider auf die Hilfe der Schwestern und Pfleger angewiesen sind.
1 Kommentar
Es tut uns leid, dass Sie die beschriebene Situation so erlebt haben und möchten uns bedanken, dass Sie uns auf diese Angelegenheit aufmerksam gemacht haben.
Die geschilderte Versorgung werden wir thematisieren und im Rahmen unserer Prozessgestaltung, auch zur Verbesserung unserer Qualitätsstandards, hinterfragen.
Wir nehmen diese Beschreibungen sehr ernst.
Nochmals vielen Dank.