Meine Erfahrungen in der SAALETALKLINIK in Beispielen
Diese Bewertung geht nicht in die Gesamtbewertung ein
- Pro:
- Einzelzimmer, Freiheiten in der Freizeitgestaltung zu den Ausgangszeiten und wenn man keine Therapie hat
- Kontra:
- z.T. unverständliche sehr strenge Regeln, schlechte Organisation
- Krankheitsbild:
- Depressionen, Angst-/Panikstörung, Alkoholismus seit 2009, Borderline
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Ich (46, weiblich) war Anfang 2017 drei Monate in der Saaletalklinik. Es ist eine reine Alkoholklinik, die sich aber anders verkauft. Mit Depressionen, Panikstörung, selbstverletzendem Verhalten, Essstörungen (habe ich alles schon viel länger) ist man dort fehl am Platz. 2009 nach einem Nervenzusammenbruch fing ich an zu trinken und auf Entgiftungen und in Kliniken zu gehen. Daher habe ich Vergleichsmöglichkeiten.
Drei Vorteile der Saaletalklinik: Einzelzimmer, während der Ausgangszeiten (So-Do 6 Uhr bis 22.30 Uhr) darf man machen, was man will sowie die (fast verdächtig) kurzen Wartezeiten.Leider überwiegen die negativen Punkte, bei denen ich aber nur Beispiele anführen kann. Handybenutzung nur im Zimmer und ausserhalb des Klinikgeländes, in der Klinik führt ein Erwischtwerden zur sofortigen Entlassung. Ebenso wie ein nicht offen gelegter Rückfall und Rauchen auf dem Balkon. Bei Rückfällen (aber auch gerne bei Erkältung) kommt man erst auf die Wachstation, wo man das Zimmer nicht verlassen darf, also auch nicht rauchen.Die Zimmer der anderen Patienten darf man nicht betreten.Hygienevorschriften werden mangelhaft eingehalten. Fast im ganzen Haus ist ein alter unhygienischer Teppich. USW.
Die Therapie besteht aus Gruppentherapie. Viele der Therapeuten glänzen mit Unpünktlichkeit. Ist jemand krank oder im Urlaub (ausser bei Gruppentherapeuten und Ärzten) findet keine Vertretung statt. Die Therapieeinheit fällt kurzfristig angekündigt aus.Aufgrund mangelnder Planung finden bei den Indikativgruppen Überschneidungen statt. Da ist es dann am Patienten, Entschuldigungen zu schreiben. Ab vier Wochen vor Abreise bekommt man keine neuen Gruppen mehr, für die eh sehr lange Wartezeiten bestehen, d.h. ich habe einige wichtige Gruppen nicht bekommen. Den Sozialdienst kann man vergessen. Ebenso wie den Computerraum. Laptops im Zimmer müssen genehmigt werden.
Es finden z.T. unangekündigte Zimmerbegehungen statt.Und das sind alles nur wenige Beispiele.


1 Kommentar
Dem kann ich mich leider nur anschließen!