Behandlung abgebrochen
- Pro:
- Es gab einige Mitarbeiter, die motiviert waren.
- Kontra:
- Verhalten, Aussehen usw.
- Krankheitsbild:
- V.a. Cholezystitis
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Schrecklich. Behandlung abgebrochen.
Bin am Freitag morgen in die ZNA mit Einweisung und V.a. Cholezystitis. Seit Montag Fieber bis 41.4, Schmerzen in der linken Flanke und Rücken. Durch Antibiose seit MI nur Temperaturen unter 40.
Notaufnahme: Komplett leer. Hätte schon eine Warnung sein können...
Zwei syrische Ärzte haben dann das Aufnahmegespräch geführt und es wurde versucht einen Zugang zu legen. Beim 5. Versuch klappte es - da die Folien aber nicht entfernt wurden, löste sich die Nadel beim nächsten Stop beim Ultraschall. Der Arzt hatte seinen Kittel sicher 7 Tage am Stück an, dreckige Fingernägel, fettige Haare und hat den Müll einfach da liegen gelassen, wo er lag.
Ultraschall:
Oberärztin total genervt, weil das Telefon in einer Tour klingelte.
Zimmer auf Station 3D:
Ein Minizimmer mit zwei Betten. Vorhänge waren abgerissen, Fenster konnte man nicht ganz schließen. Mülleimer ohne Deckel und kaputtem Plastik.
Die Mitpatientin:
Lag schon 10 Tage dort und ich war die 5. Pat. bei ihr im Zimmer. Alle haben sich selber entlassen und hatten alle die zerstochenen Arme wie ich am Ende des Tages.
7 mal wurde ein neuer Zugang gelegt, doppelt oder dreifach so oft wurde probiert...
Calium wurde angehangen, lief aber nicht mehr. Hat niemanden interessiert. Es sollte abends Antibiotika per Infusion angehangen werden - aber die meinten bestimmt nächste Woche...
Als ich dann merkte, dass das Fieber wieder steigt, hab ich geklingelt und irgendwann gab mir eine Schwester (?) ein normales Fieberthermometer OHNE Schutzhülle. In welchem Hintern das Dingen vorher war, habe ich nicht erfragt... Es interessierte niemanden wie hoch mein Fieber war... Tabletten bekam ich ebenfalls keine.
Kurzfassung: Eine Katastrophe.
Unhygienisch und marode.
P.S. Anschließend erzählte mir meine Tante von ihrem Besuch dort:
Sie wurde auf Station gefahren und bemerkte, dass das Bettlaken am Fussende voll von getrocknetem Blut war. Ein benutztes Bett scheinbar.


1 Kommentar
Sehr geehrte Patientin,
es tut uns leid, dass Sie Ihre Behandlung bzw. die Umstände als so unzureichend empfunden haben, dass Sie sich dazu veranlasst sahen, vorzeitig unser Krankenhaus zu verlassen. Wir haben Ihre Rückmeldung an die zuständige ärztliche und pflegerische Leitung sowie die Leitung unserer Hauswirtschaft weitergegeben, mit der Bitte, diese zu betrachten und im Team zu besprechen.
Alles Gute wünscht Ihnen
das Patientenzufriedenheitsmanagement des MHB