Meine Ehefrau erlitt am 30.10.2008 einen unverschuldeten schweren Verkehrsunfall mit einem SHT 3° und unzähligen Knochenbrüchen! Sie wurde sofort in die Uni Klinik Dresden gebracht! In der Neurochirurgischen ITS kämpften Ärzte, Schwestern und Pfleger um das Leben meiner Frau! Sie haben den Kampf gewonnen und ich kann momentan nur Danke, Danke sagen!
Liebe, Fürsorge, Pflege erhielt meine Ehefrau in der Uni Klinik Dresden zu 150%!
Meine Frau wurde dann am 08.12.2008 in Top Zustand ( wenn ich das mal so formulieren darf) zur Früh Reha nach Kreischa gebracht!
Von da an das nackte Grauen!!!
Da ich in Dresden wohne, habe ich täglich meine Ehefrau besucht.
Schon nach zwei Tagen stellte ich fest, daß meine Frau unangenehm roch, sie hatte Nachmittags noch die Rückstände des Nachtschlafes in den Augen, die Haut trocken und schuppig, obwohl ich Waschlotion, Körperlotion usw. reichlich mitgebracht hatte. Dies lag unberührt im Schrank. Hinweise an die Schwestern brachten gar nichts.
Zum Beispiel merkte ich mal während eines Besuches, daß meine Frau die Windel voll machte. Ich klingelte sofort nach einer Schwester die dann auch irgendwann kam, ich informierte sie darüber und sie sagte gelangweilt, daß sie jemanden schicken werde. Ich blieb noch über eine Stunde bei meiner Frau, es kam leider niemand!!
Es war aber gleich nach zwei Tagen ein Schild an der Tür "Hochresistente Keime- Kittelpflege, Handschuhe und Mundschutz" ! Anfragen meinerseits zu dem Schild brachte keine Zufrieden stellende Antwort!
Nach einem Gespräch mit der Stationsärztin besserte sich der Zustand nur unwesentlich! Meine Frau wurde innerhalb von zwei Wochen drei mal in ein andres Zimmer verlegt. Alles innerhalb der Station 35, Klinik 2
Am 20.10.2008 betrat ich um 15.00Uhr das Zimmer meiner Frau. Wie schon so oft gab der Infusions Computer Alarm. Da kam mal gleich (welch ein Wunder) eine Schwester und stellte den Alarm ab ohne sich davon zu überzeugen, weshalb der Computer Arlarm gab.
Ich stellte dann fest, daß die Flexüle bei meiner Frau aus dem Handrücken in die Armbeuge verlegt war.
Ich konnte feststellen, daß meine Frau seit dem Unfall das erste mal Töne von sich gab!
Meine Frau stönte, aber leider nicht vor Freude sondern vor Schmerzen!
Der Arm war oberhalb der Flexüle dick geschwollen und hart! Ich konnte davon ausgehen, daß die ganze Infusion in das Gewebe gepumpt wurde.
Ich holte nach der Feststellung sofort Hilfe!
Die Schwester die sich nach kurzer Zeit als Oberschwester bzw. Teamleiterin zu erkennen gab, entfernte die Flexüle sofort mit den labitaren Worten " Na, das kann schon mal passieren, daß von der Infusion was in`s Gewebe geht"!
Offensichtlich war die Dame schon vorinformiert, daß ich derjenige bin der immer nur meckert!
Man hatte den Eindruck, daß die Dame mir mal ordentlich Dampf machen wollte! Zum Beispiel auch mit den Worten " Den Ärtzen brauchen sie gar nichts über die Zustände zu sagen, das interessiert die sowieso nicht"
Desweitern hatte sie auch für alles eine Erklärung und mahnte mich in jedem zweiten Satz ich solle vorsichtig sein! Dafür gibt es wohlgemerkt auch Zeugen!
Jedenfalls habe ich mit meinen Festellungen der mehr als mangelhaften Pflege Recht behalten!
Meine Ehefrau wurde dann am 24.12.2008 in die Uni Klinik Dresden zurückverlegt und nach ersten Einschätzungen war meine Frau Wund vom Hinterkopf über Rücken bis zum Po!!!
Desweitern MRSA und noch ein Virus der Erbrechen, Durchfall und Fieber auslöst! Das gab es alles gratis in Kreischa, gehört aber denke ich nicht zur Früh Reha!
Nur noch als Anmerkung: am 23.12.2008 waren mittlerweile fast alle Türen auf diesem Gang der Station 35 mit dem Warnschild " Hochresistente Keime" behaftet!!
Ich werde nun alles erforderliche tun was nötig ist um diese Klinik hoffendlich zur Verantwortung zu ziehen!
Ich kann nur empfehlen, wer ans Bett gefesselte Angehörige hat, keinesfalls nach Kreischa!!!
Noch etwas: Während die schon etwas besser sich bewegenden Patienten im Rollstuhl am Tisch im Gang so recht und schlecht ihre Mahlzeiten einnahmen, wurde keine 5 Meter entfernt nebenbei der Fußbodenbelag erneuert! Die Arbeiter schütteten den Fußbodenausgleich aus Säcken (schöne Staubwolken) in die Tonnen und verührten diesen mit Wasser ehe er dann vergossen wurde! Stühle sahen auch dem entsprechend aus! Wenn das Hygiene sein soll und noch dazu in einer Klinik....
Die Physiotherapeuten sind sehr gut!
2 Kommentare
nun bin ich völlig fertig, mein mann soll nach kreischa nach einer bypass op nach der er nicht richtig wach wurde, gleich anschliessend noch eine lungenentzündung....behandelt und in griff bekommen, zwei wochen später die 2.lungenentzündung auch wieder in griff bekommen aber immer im künstlichen koma gehalten....organisch ist alles gut aber er wird nicht richtig wach......atmet zur zeit ab und an einige stunden alleine....soll nun in den nächsten 2 wochen nach kreischa und die krankenkasse hat das ok schon gegeben.
nun lese ich die ganzen berichte und weiss nicht ob ich das alles noch kippen soll. kann mir denn jemand eine gute neurologische reha klinik nennen wenns geht in den neuen bundesländern denn ich wohne in sachsen anhalt
wäre dankbar für eure ratschläge