Ärztevisite in der Aufnahme war im Akkord, Fragen waren unerwünscht
Therapeut von der Aufnahme sagte zu uns nach 2 Tagen, dass hier ist nichts im Vergleich, was wir oben erleben, um uns offensichtlich Angst zu machen
Erst nach 3 Wochen hatte ich das erste Einzelgespräch, aber auch nur, weil ich danach nachgefragt habe.
Ich wurde vor ca. 50 Leuten gezwungen mich und meine Lebensgeschichte vorzustellen, obwohl ich dazu gar nicht bereit war. Ich empfand das als einen Bestrafung. Dazu kommt noch, dass solche Lebensgeschichten von den Patienten dann in der Raucherecke von allen durchgekaut wurden, also kein angenehmes Gefühl.
Wenn ich beim Einzelgespräch geweint hab, hat die Therapeutin gesagt, ich darf mich nicht immer nur in die Opferrolle begeben.
Wenn ich beim Therapeuten oben war und ihm gesagt habe, mir ist das alles viel zu viel hier, ich habe auch Heimweh, dann sagte er zu mir, Zitat: „ich habe keinen Bock auf den Kindergarten“
Ich wurde bereits in den ersten 2 Wochen von den beiden Therapeuten nach einer Verlängerung der Rehamaßnahme gefragt, auf 24 Wochen, weil ich nicht stabil bin. Dabei hatte ich das Gefühl, dass ich dazu genötigt werden.
Bei Entlassung, sagte der Arzt zu mir, er muß mich aber leider arbeitsfähig schreiben, wenn ich jetzt nach Hause fahre.
Nur aus meiner Gruppe und in dieser kurzen Zeit haben 6 Frauen die Rehamaßnahme abgebrochen.
Jede Woche das gleich Programm, bei Großgruppe, Teamversammlung...
Von einigen Patienten mußte man sich ständig und überall anhören, wo man Drogen kaufen kann, wie viel und wie man schnell und günstig „high“ wird, usw. Wie man Felgenreiniger trinken kann, usw.
Wir sollten offen sein und aussprechen, wenn uns etwas belästigt. Haben wir aber etwas erwähnt, dann hieß es, wenn uns das nicht passt, dann fahren Sie nach Hause.
Die Therapeuten waren gefühlskalt und oft nur genervt.
Ich bin motiviert dahingefahren, aber diese Reha bewirkte das Gegenteil. Mein Allgemeinbefinden wurde täglich schlimmer. Jetzt geht es mir psychisch schlechter als davor.
Dies ist nur ein kleiner Teil. Ich möchte ausdrücklich warnen. Ich würde dort nicht hinfahren!
2 Kommentare
Vollkommen richtig und wahrheitsgetreu!!!! Edgar und wirklich auf den Punkt gebracht.
Ich bin retraumatisiert durch diese " Klinik" und werde auch eine Beschwerde an die BÄK schicken( egal, ob das was bringt oder nicht) aber dieser Dr.(???) L. soll wissen, das es MENSCHEN gibt( steht für ihn zu nachlesen im Duden), die sich das nicht gefallen lassen.