Enttäuschend
- Pro:
- Kontra:
- Übergriffig, eigenmächtig
- Krankheitsbild:
- Dement/Sturz
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Meine Mutter (Demenz) war dort zur geriatrischen Komplexbehandlung, nach einem Sturz. Ich war von Vornherein dagegen, weil ich sie nicht aus ihrer Routine nehmen wollte. Der Aufenthalt wurde ihr sehr schmackhaft gemacht, also hat sie zugestimmt.
Es ist genau das eingetreten, was ich befürchtet habe, sie wurde depressiv, die Erfahrung hatten wir ebenso zwei Mal mit meinem Vater gemacht. Seit drei Tagen ist sie Zuhause, teilnahmslos, depressiv, interessenlos, sie akzeptiert den Pflegedienst kaum noch (das war vor dem Krankenhausaufenthalt gerade so akzeptiert), sie verweigert das Duschen, sie kann ihre tägliche Routine nicht mehr.
All das, was für ihr Leben Zuhause erforderlich ist, funktioniert kaum bis gar nicht.
Angehörige kennen ihre zu pflegenden Personen am besten, das interessiert allerdings nicht.
Der Arztbrief ist völlig an der Realität vorbei. Es soll keinen Hinweis für Depressionen geben, ich habe dreimal darauf hingewiesen, es hat nicht interessiert!
Ich erledige lt Arztbrief nur Behördengänge für meine Mutter, schön wär's. Was glauben Ärzte? Dass eine Frau, die keinen Gedanken, keine Erinnerung mehr als ein paar Minuten halten kann, die nach dem Essen nicht mehr weiß, was sie gegessen hat, mit Behördengängen, einer Haushaltshilfe, die einkauft und verweigertem Duschen durch den Pflegedienst versorgt ist? Aggressionen, mehrmals täglich beruhigen, erklären, immer wieder hin fahren, weil das nur vor Ort machbar ist, Wäsche etc!? Jeder der pflegt, weiß wovon ich rede, Ärzte offenbar nicht.


1 Kommentar
Leider können wir Ihre Schilderung nicht nachvollziehen, gern wenden Sie sich erneut an uns zur Klärung.
Mit freundlichen Grüßen
Beschwerdemanagement Klinikum Lippstadt