Tonfall Neonatologie, Umgangsweisen Frühgeborene
- Pro:
- Ruhe
- Kontra:
- Tonfall und Umgang/Art und Weisen von Pflegenden gegenüber Angehörigen
- Krankheitsbild:
- Frühgeborenes
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Ich möchte gern einmal meine Erfahrungen zur Neonatologie und dem Kreißsaal schildern:
da ich selbst lange im Krankenhaus auf Intensivstation gearbeitet habe, bin ich mir der Strukturen und auch bestimmten Regeln sehr bewusst. Und dass es gilt sich an solchen Regeln zu halten, ist das Allerwichtigste: sowohl für Patienten, als auch Mitarbeitende und Angehörige. Was ich nun zu der Station hier sagen kann: es gibt hier sehr nette und kompetente Pflegekräfte, die mit aller Ruhe arbeiten und eine positive Stimmung verbreiten und auch mit Angehörigen auf Augenhöhe kommunizieren. Angehörige werden in den Pflegeprozess mit eingebunden.
Dies trifft jedoch nicht auf alle Pflegekräfte zu. Es gab leider einen Vorfall, der mich nachhaltig so traurig bewegt hat, dass ich ihn hier teilen möchte: es gehört sich nicht, aufgrund einer Machtposition (Mitarbeitende = Pflegende) Angehörige wie einen „Fußabtreter“ zu behandeln und auf eine Art und Weise zu kommunizieren, die fernab vom professionellen pflegerischen Handeln liegt. Und das leider beim ersten Aufeinandertreffen, das gehört sich nicht und macht mich sprachlos, das solche Pflegekräfte überhaupt in solch vulnerablen Bereichen arbeiten dürfen. Konkrete Situation: wir waren zu dritt im Patientenzimmer: Mutter des Frühgeborenen, Schwester der Mutter und Oma des Frühgeborenen (die engsten Angehörigen) - es wurde uns gesagt, dass wir auf die Station kommen sollen und wurden entsprechend auch zu dritt reingeschleust - von einem sehr netten Pfleger. Nachdem wir bereits 25 Minuten im Raum waren, kam eine Pflegekraft in das Zimmer und sagte, dass nur maximal Mutter und Großmutter erlaubt sind. Und das ist auch überhaupt kein Problem, aber wenn man ohne sich vorzustellen in das Zimmer stürmt und einen Tonfall am Leib hat, der einfach nur herablassend ist, dann ist das wirklich unangebracht. Ich habe das Zimmer daraufhin wortlos verlassen und habe der Pflegekraft draußen gesagt, dass die Art und Weise unangebracht war. Leider ignoriert.


1 Kommentar
moin har2014,
war die tätowierte und gepiercte Krankenschwester ihnen gegenüber denn auch unfreundlich oder sind sie aufgrund von vorurteilen einfach nur voreingenommen? solange die hygienevorschriften eingehalten werden,sollte doch das verhalten und die persönlichkeit jedes einzelnen menschen im vordergrund stehen! mir gefällt auch so manche optik nicht,aber daran kann man doch nicht den wert eines menschen messen bzw. eine situation bewerten.
mfg nora99 und weiterhin gute besserung