Wie schnell neun Wochen vorbei sind.
- Pro:
- Keine Belastung durch loyales Personal.
- Kontra:
- Im Früh Frühling doch recht kalt in den Gemeinschafts Bereichen
- Krankheitsbild:
- Sperre Depression, Somatisierungstörungen
- Privatpatient:
- ja
- Erfahrungsbericht:
-
Mein erster Aufenthalt in einer Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik. Das erste, was ich gelernt habe, ist: bei Unsicherheit immer Fragen. Die Burghofklinik 1 ist auf den ersten Blick etwas ganz anderes als eine typische sterile Klinik. Sie erinnert mich eher an eine Jugendherberge, was für mich anfänglich sehr irritierend war und doch recht schnell zu schätzen musste. Von außen können die Zimmertüren nicht von jedem geöffnet werden. Das Frühstück und das Abendessen essen wird in Buffetform, in zwei Gruppen eingenommen. Zwei Gruppen deshalb, weil der Geräusche Pegel sonst viel zu groß wäre für einige betroffene. Beim Mittagessen hast du die Wahl zwischen Vollkost und vegetarisch. Die verordnete Medikation wird durch das Pflegepersonal ausgegeben. Hier wird keiner gezwungen, irgendwelche Medikamente zu nehmen. Ich selber habe eine Medikamentenumstellung gemacht. Ich hatte zwei Sitzungen in der Woche mit meiner Psychologin und ein gemeinsames ärztliches Therapie Gespräch mit meiner zuständigen Ärztin und Therapeutin. Den Therapieplan erhält man immer am späten Nachmittag des vorherigen Tages. Worauf ich aufmerksam machen möchte, ist, dass es immer wieder Patienten gibt, die keine hohe Zufriedenheit in der Klinik erleben. Ich selber hatte zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, das Gespräch zu suchen und mein Anliegen vorzubringen. Anmerken möchte ich auch, dass es hier in dieser Klinik auch um Eigenverantwortung geht. Wir sind dem Personal nicht Schutzbefohlen. Es brauchte eine Zeit, bis mir alle Regeln und Strukturen bekannt waren. Ich habe hier Menschen kennen gelernt, die schon häufiger in dieser Klinik waren. Sollte es bei mir erforderlich sein, würde ich mich jederzeit wieder hier anmelden und einweisen lassen. Bei einer privaten Zusatzversicherung benötigst du vorab die Zustimmung der Versicherung.


1 Kommentar
Ich konnte mir vorstellen, dass es nur Kontakt und den Einbezug der Familie gibt, wenn es ausdrücklich vom Patient gewünscht wird.