"Das machen wir immer so" als Beleg zur Resektion der Eierstöcke ?!?
- Pro:
- sehr freundliche , helfende Krankenschwestern
- Kontra:
- Ärzte sehen nicht das Individuum , bin gesund ins KH , krank entlassen
- Krankheitsbild:
- Polyp in der Gebärmutter
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Durch eine Ausschabung am 10. November 2025 wurde in meinem Uterus ein Polyp im kritischen Stadium festgestellt.
Beim Vorgespräch mit einer Chirurgin des Urban- Krankenhauses wurde mir am 29.Dezember eröffnet, die Resektion auch der Eierstöcke wäre notwendig, da es danach keine Möglichkeit gäbe, Eierstöcke zu operieren .(!?)
Ihr Argument:DAS MACHEN WIR IMMER SO!
Ich hatte Vertrauen zu ihr. Leider.
In der 1. Nacht nach der OP: schlimmste Wallungen,Depressionen und Panikattacken, wogegen mir im KH Medikamente verabreicht worden sind.
Die Ursache war mein vorheriger hoher Östrogenspiegel- mit meinen weiblichen Organen.
Meinen Zimmergenossinnen wurden die Eierstöcke belassen samt Polypen, Myom ,...ich fühle mich von dieser Chirurgin ,die das Vorgespräch mit mir führte,belogen!
Nach der Entlassung am 4. Tag nach der OP begann meine Leidenszeit :
Wieder starke Wallungen und Depressionen.
Ein großes Schwächegefühl...ich konnte viele Wochen nicht allein auf die Straße gehen
Meine behandelnde,neue Gynäkologin beschrieb mir dagegen hilfreiche Medikamente.
Sie war übrigens sehr verwundert über die Entfernung der Eierstöcke.
Im Ärztebrief , der später bei mir eintraf, wurde formuliert , dass
alle Laborbefund unbedenklich waren.
...die im Bericht benannte Chefärztin
fragte ich am Telefon:
Warum wurden mir auch die Eierstöcke auch entfernt ?
Ihre Antwort
"Bei Patientinnen über 70 machen wir das immer so !!!"
Schon wieder diese Aussage:
" IMMER SO!"
ZU SPÄT meine Einwände im Rückblick!
Ich fühle mich jetzt 2 Monate nach der OP Immer noch nicht so wie früher, verglichen mit:
weder Fisch noch Fleisch
Meine Frage an die Ärzte der Gynäkologie:
Warum sehen Sie nicht genau auf die Patientin ? Wir sind Individuen , es sollte nicht gelten: wir haben das immer so gemacht --ab 73!
Mein Rat an Patientinnen: hinterfragen Sie alles, wenn Sie ein ungutes Gefühl haben.
Zweit-und Drittmeinungen einholen.
Vielen Dank für ihr Lesen meiner Erfahrung.
Alles Gute für Sie! Susanne


1 Kommentar
Guten Tag,
wir bedanken uns für Ihr Feedback und leiten es gern an die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung weiter. Wir freuen uns, dass Sie mit Ihrer Behandlung zufrieden waren und wünschen Ihnen alles Gute.
Herzliche Grüße,
Ihr Vivantes Qualitätsmanagement