Wochen des Leidens trotz Operation – ein vermeidbarer Behandlungsverlauf
- Pro:
- Der Einsatz des geschäftsführenden Oberarztes sowie der/ die ein oder andere Krankenpfleger*in
- Kontra:
- Der gesamte Verlauf.
- Krankheitsbild:
- Nierensteine bds
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Meine Nierenstein-Operation selbst verlief ordnungsgemäß. Die gravierenden Probleme begannen jedoch im Anschluss durch nicht korrekt positionierte Doppel-J-Schienen, die zu extremen, nicht tolerierbaren Schmerzen führten. Auf ärztliche Empfehlung – nicht auf meinen Wunsch – wurden die Schienen bereits nach drei Tagen entfernt. Im Entlassbrief wurde dies dennoch fälschlicherweise als „auf Wunsch der Patientin“ dokumentiert.
Nach der verfrühten Entfernung kam es zu massiven Komplikationen: erneute Koliken, starke Schmerzen, mehrfaches Vorstellen in Notaufnahmen, erhöhte Entzündungs- und Nierenwerte. Mir wurde später ausdrücklich mitgeteilt, dass ich in diesem Zustand nicht hätte entlassen werden dürfen. Bereits zuvor war ich notfallmäßig vorstellig gewesen und wurde zunächst lediglich mit starken, codeinhaltigen Schmerzmitteln versorgt und wieder nach Hause geschickt. Am Folgetag traten erneut schwere Koliken auf; die Schmerzen waren nur noch mit Opiaten auszuhalten.
Erst als sich ein erfahrener Oberarzt meiner Situation annahm, kam es zu einer Wende. Die erneute Einlage der Doppel-J-Schienen erfolgte durch ihn persönlich, diesmal korrekt positioniert. Seitdem bestehen keine schienenbedingten Schmerzen mehr, was den vorherigen Fehler bestätigt. Die erneute Intervention wäre bei korrekter Erstversorgung vermeidbar gewesen.
Auffällig war über Wochen eine Überforderung junger Assistenzärzte, widersprüchliche Entscheidungen und eine wiederholte reine Symptombehandlung ohne Ursachenklärung. Zusätzlich entwickelte sich nach den zahlreichen Eingriffen und Katheterisierungen ein schwerer Harnwegs- bzw. Harnröhreninfekt, der bis heute anhält und aus meiner Sicht nicht ausreichend ernst genommen wird.
Auch ambulant kam es zu organisatorischem Chaos: widersprüchliche Aussagen zur Urinkontrolle, zunächst geplante Katheterisierung trotz entzündeter Harnröhre (Mittelstrahlurin wurde erst nach klarer Abgrenzung akzeptiert) sowie die Unfähigkeit, ein Rezept regulär elektronisch zu übermitteln, sodass erneut lange Anfahrten in Kauf genommen werden sollten.
Positiv hervorzuheben ist ausdrücklich der kompetente Einsatz des Oberarztes. Umso deutlicher zeigt sich jedoch, wie problematisch der vorherige Behandlungsverlauf war.
So sollte medizinische Versorgung nicht ablaufen.


1 Kommentar
kommunizieren das kann d rdi absolut nicht!!! es sind nur sehr wenig abteilungen annehmbar.