Horrorerlebnis Urologie
- Pro:
- nichts
- Kontra:
- s. Erfahungsbericht
- Krankheitsbild:
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Bei mir sollte der Doppel-J Katheter nach einer Nierentransplantation entfernt werden. Die Entfernung wird über eine Art Blasenspiegelung vorgenommen und sollte laut Auskunft der Ärzte und Betreuer nur 2-3 Minuten dauern. Da ich schon 3 Blasenspiegelung über mich ergehen lassen musste, habe ich um eine Sedierung gebeten. Diese wurde kategorisch abgelehnt mit der Begründung: bis diese wirkt sind wir längst fertig. Also wurde ich, trotz mehrfacher Wiederholung meiner Bitte, ohne Sedierung behandelt. Anstatt der versprochenen 2-3 Minuten hat die Prozedur bei mir rd. 20 Minuten gedauert. Jeder der schon einmal eine Blasenspiegelung mitgemacht hat, weiss was ich aushalten musste. Trotz größter Bemühungen konnte ich vor immenser Schmerzen lautes schreien nicht unterdrücken. Meine Frau berichtete anschließend, dass die Schreie bis in den Wartebereich zu hören waren. Sehr ermutigend für die wartenden Patienten.
Spätestens zu dem Zeitpunkt als die Ärztin merkte, dass der Ablauf sich als kompliziert herausstellte, hätte man reagieren können und eine Sedierung einleiten können. Dies war aber leider nicht möglich, da im Vorfeld des Eingriffs auf die Vorbereitung einer möglicherweise notwendigen Sedierung verzichtet wurde.
So gestaltete sich dieser Eingriff für mich als wahrer Horrotrip, den man seinem ärgsten Feind nicht wünscht.

