Eine Reha, die ihren Namen nicht verdiente
Diese Bewertung geht nicht in die Gesamtbewertung ein
- Pro:
- Rahmenprogramm, Verpflegung
- Kontra:
- Mangelhafte Diagnosefähigkeiten
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Mein Vater sollte in der Klinik drei Wochen Tumornachsorge bekommen. Da er bereits bei der Ankunft über starke Schmerzen im oberen Bauchbereich klagte, entschied man sich zu Erhöhung der Analgetikadosis. Als sich der Zustand nach zwei langen Wochen nicht verbesserte, sondern verschlimmerte (er konnte sich kaum noch bücken), entschied man sich für eine Ultraschalluntersuchung und schickte ihn ins nahegelegene Krankenhaus. Die dortigen Ärzte zeigten sich erstaunt darüber, dass niemand zuvor bemerkt hatte, dass die Niere meines Vaters ein Loch aufwies und ihm über zwei Wochen lang Urin in den Bauchraum gelaufen war. Nach einer Entlastungsoperation, bei der eine Drainage angelegt und ein riesiges Urinvorkommen beseitigt wurde, ging es ihm deutlich besser. Dementsprechend bringe ich in diesem Kommentar mein Bedauern über die Diagnosefähigkeiten der Reha-Klinik zum Ausdruck. Deutlichen Vorrang vor Beschäftigungstherapien, sportlichen Aktivitäten, sollte doch die gesundheitliche Versorgung von Patienten dort genießen. Am Rahmenprogramm und Verpflegung gab es, nach Auskünften meines Vaters, nichts zu bemängeln.

