Unmenschlich
- Pro:
- Kontra:
- Krankheitsbild:
- Fehlgeburt
- Privatpatient:
- ja
- Erfahrungsbericht:
-
Ich kam an einem Samstagabend in meiner ersten Schwangerschaft mit einer angehenden Fehlgeburt in die Notaufnahme. Dort wurde ich bereits sehr unfreundlich empfangen trotz dass fast nichts los war. Nach ca 1,5 Stunden warten wurde ein Ultraschall gemacht, der allerdings falsch war da das Gerät in der Notaufnahme veraltet ist. Daraufhin "durfte" ich in den Kreissaal um dort mehrere Stunden zu warten. Als ich eine Hebamme freundlich fragte, wie lange es denn noch ca dauern würde bekam ich eine pampige Antwort, dass man hier auf der Station andere Sachen zu tun habe als mich mit so einer Kleinigkeit zu behandeln (ich wäre auch lieber zu meinem Frauenarzt gegangen aber es war halt nun mal Samstag Nacht). Als dann beim nächsten Ultraschall nichts festgestellt werden konnte wurde mir ein Rezept ausgestellt (warum wurde mir das Medikament nicht direkt verabreicht?) und ich bekam einen Termin für Montagmorgen. Als ich am Montagmorgen zu mienem Termin kam hatte ich bereits sehr starke Blutungen, mir war schlecht und schwindelig. Trotz dass ich einen Termin hatte und Privatpatient bin wurde ich im Zimmer, in welches ich sollte, abgewiesen und sollte zur Anmeldung (ich hatte doch einen termin in diesem Zimmer???) Auf den Einwand dass ich sehr stark blute und nicht stehen könne wurde mir gesagt dass man da jetzt auch nichts machen könne, ich müsse zur Anmeldung! Dort habe ich eine halbe Stunde gewartet. Auf Nachfrage wann ich denn dran sei wurde mir gesagt dass ich zu warten habe wie jeder andere auch und dass meine starke Blutung halt nun mal so sei. Ich wurde wieder in das Zimmer zurückgeschickt und dort wurde mir gesagt ich solle wieder zur Anmeldung. Ich stand unter Tränen da ich nicht verstand und bis heute nicht verstehe warum mit einem Menschen in einer emotionalen und körperlichen Ausnahmesituation so umgegangen wird. Ich verstehe es bis heute nicht. Es war nicht ein einziger Mitarbeiter bis auf die Dame bei der Blutabnahme der nur ein kleines Fünkchen Menschlichkeit gezeigt hat. Ich bin ohne meine Testergebnisse gegangen da es mir sehr schlecht ging und zu meinem Frauenarzt. Dieser war erschüttert da ich sehr viel Blut verloren hatte und hat mir die ärztliche Hilfe zukommen lassen die mir im Leopoldina verweigert wurde. Eine Fehlgeburt an sich ist schlimm aber wie man mit Menschen im Leopoldina umgeht ist um einiges schlimmer!


1 Kommentar
Sehr geehrte Tilda9,
wir verstehen Ihren Schmerz und bedauern Ihren Verlust. Ihre Schilderungen entsprechen nicht dem an uns selbst gestellten Anspruch, wir möchten Ihren Fall daher gerne aufarbeiten und genau verstehen, wie Ihre Behandlung verlief. Leider können wir anhand der von Ihnen gemachten Angaben nicht nachvollziehen, wie der genaue Sachverhalt sich dargestellt hat. Wir sind hier auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte nehmen Sie Kontakt zu unserem Qualitäts- und Beschwerdemanagement auf ([email protected]). Die Abteilung ist bereits informiert.
Mit freundlichen Grüßen Ihr Leopoldina-Krankenhaus