Claudia Schweikart Ehefrau von K. Schweikart
- Pro:
- Die Notfallambulanz hat einen Arztbrief erstellt und eine Weiterbehandlung empfohlen.
- Kontra:
- Der Arzt hat die Dringlichkeit nicht erkannt und meinen Mann trotz schwarzer Fingerkuppe und Durchblutungsstörung weggeschickt. Ein Chirurg war nicht verfügbar, und die Weiterleitung an eine externe Praxis war erfolglos.
- Krankheitsbild:
- Z.n. Schnittverletzung D2 rechte Fingerkuppe mit Durchblutungsstörung
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Guten Tag,
mein Mann musste gestern (Montag) aufgrund der Empfehlung unserer Hausärztin in die Notfallambulanz des Krankenhauses Stockach, weil sein genähter Finger schwarz wurde und eine Durchblutungsstörung vorlag. Der behandelnde Arzt stellte einen Arztbrief aus und empfahl ausdrücklich, dass wir uns am Mittwoch bei einer Chirurgie?Praxis vorstellen sollen.
Trotz dieser klaren ärztlichen Anweisung wurde der Termin in der Chirurgie?Praxis von der Arzthelferin strikt abgelehnt, mit der Aussage, sie wisse „gar nicht, was das soll“.
Im Krankenhaus selbst erhielten wir:
keine Medikamente,
keine Spüllösung,
keine Empfehlung, wie der Finger zu Hause versorgt werden soll,
keine Information, ob der Hausarzt etwas verschreiben muss.
Zusätzlich wurde uns erklärt, dass kein Chirurg im Haus anwesend sei, obwohl eine Durchblutungsstörung und ein schwarz verfärbter Finger eine dringende chirurgische Einschätzung erfordern. Als Angehörige durfte ich nicht mit in den Untersuchungsraum, obwohl mein Mann verletzt und verunsichert war.
Bei einer Verletzung mit Naht, schwarzer Fingerkuppe, Durchblutungsstörung und der Gefahr einer Amputation erwarte ich klare Anweisungen, eine verlässliche Weiterleitung und eine Einschätzung der Dringlichkeit.
Bei einer solchen Diagnose hat man keine Zeit der Welt – und es ist nicht nachvollziehbar, dass mein Mann erst am Freitag zur Wiedervorstellung bestellt wurde, obwohl der Finger bereits schwarz war.
Ich wünsche mir dringend bessere Kommunikation und strukturierte Abläufe, damit andere Patienten nicht dieselben Erfahrungen machen müssen.

