Enttäuschung und Leid im Krankenhaus Kandel
Diese Bewertung geht nicht in die Gesamtbewertung ein
- Pro:
- Pflegepersonal
- Kontra:
- katastrophale Infrastruktur
- Krankheitsbild:
- Focussierung war auf Blasen-Ca, aber primär war es ein Nierenstau
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Mein Mann sollte nach einer kritischen Auswertung einer CT, die in KA gemacht wurde, sich einer Blasenspiegelung unterziehen. Er bekam eine Einweisung, wobei am nächsten Tag die Spiegelung gemacht werden sollte. Leider war der OP nicht frei, und wir mussten im Weiteren feststellen, dass dies kein Einzelfall war - die Infrastruktur in Kandel kommt gelinde gesagt nicht das ran, was man unter Struktur versteht. Er wurde heim geschickt... in der darauffolgenden Nacht hatte er solche Schmerzen, dass er mit dem Notarztwagen wieder eingeliefert wurde. Die Schmerzen konnten nicht annähernd gelindert werden. Erst am nächsten Morgen legte man ihm einen Katheder, und es wurde über ein Liter Flüssigkeit entzogen, die natürlich für die Schmerzen verantwortlich waren.
Dies war die Nacht von Freitag auf Samstag, am darauffolgenden Dienstag sollte die Blasenspiegelung gemacht werden, aber er hatte in der Nacht auf Dienstag eine Thrombose. Die wurde dann behandelt, aber nicht die Ursache - man wusste nicht, woher die kommt und nichts weiter wurde unternommen. Kostbare Zeit verging...! Erst anderthalb Wochen später wurde die Untersuchung gemacht, fast eine Woche später die Besprechung mit dem Arzt, der eine verheerende Diagnose stellt: große Op, Blase raus, Prostata raus und und....
Mein Mann immer noch unter starken Schmerzen... drei Tage später Blutvergiftung!!! Erst dann wurde er nach Karlsruhe verlegt, weil ein Arzt in der Intensivstation reagierte und sagte: dass er nun keine Verantwortung mehr übernehmen kann. Diesem Mann danke ich von ganzem Herzen - leider weiß ich seinen Namen nicht.
Denn ich gehe davon aus, dass die Überstellung in kompetente Hände nach Karlsruhe meinem Mann das Leben gerettet hat.

