Ich war von Mai - Nov 2009 auf der Station Raphael.
Das Pfeger- und Ärzteteam:
ist größtenteils noch sehr jung, da dies ein Lehrkrankenhaus der Charitee ist. Dadurch haben manche halt auch noch nicht so viel Erfahrung.
Der Stationsarzt und die Oberärtztin sind sehr streng und nicht kompromissbereit, von sich und ihren Beurteilungen und Ansichten überzeugt. Ich war nicht mit ihnen in Einheit, was meine Krankheit und behandlung betrifft und konnte diesbzgl. auch nicht mit ihnen kooperieren.
Therapien:
2-4 mal pro Woche Visite und viele Therapien, wovon jedoch nicht jeder alles gemacht hat: Bewegung, Kognitives Training, Kochen, Backen, Sport (meist Volleyball), Soziale Kompetenzen, Konzentrative Entspannung, Psychoedukation, Ton/Peddingrohr, Speckstein/Holz, freie Ergo (Basteln, malen, Seide, alles, was man wollte ...), man konnte auch alle angefertigten Dinge kostenlos bzw. gegen eine sehr geringe Spende mitnehmen, Trommelkreis, Singegruppe, Gartengruppe, meditative Andacht, Ausflugnachmittag mit Kino, Bowling, Eisessen, Spaziergang,... man konnte immer Vorschläge machen und mußte nichts für die Teilnahme bezahlen.
> Die Therapeuten waren sehr engagiert und haben sich viel Mühe gegeben. Es wurde aber auch niemand zu irgendwelchen Therapien gezwungen. Alles war freiwillig.
Essen:
früh und abend als Büfett, mittag 3 Wahlmenüs, Tee und Mineralwasser immer unbegrenzt
> sehr lecker, abwechslungsreich, vielseitig und reichlich
Ausstattung:
Doppelzimmer mit eigenem Bad, 2 Aufenthaltsräume mit Fernseher, 2 Telefone (Handys erlaubt), Waschmaschine (kostenlos), Boxsack, Tischtennisplatte, Bad mit Badewanne, Cafeteria, Streichelzoo
Umgebung:
großer Krankenhauspark, 2 Supermärkte, S-Bahn-nah
Umgebung lädt zum Wandern ein (Dahme, Müggelsee, Wald/Grünau)
Ausgang:
Man konnte die Station grundsätzlich nur verlassen, wenn die Pfleger einem geöffnet haben. Der Ausgang wurde für jeden Patienten individuell geregelt. Am Anfang hatten die meisten erstmal keinen. Dann wurde er von 15 auf 60 min schrittweise gesteigert. Länger als 1h dürfte man nur wegbleiben, wenn man sich vom Arzt Stundenurlaub genehmigen ließ, aus versicherungsrechtlichen Gründen.
Das Wochenende war frei und viele dürften nach Hause, anfangs stundenweise, am Ende über Nacht.
1 Kommentar
Sehr geehrte/r Frau/Herr "iso1723",
vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung zu Ihrem Aufenthalt in unserem Krankenhaus.
Mit freundlichen Grüßen
Eileen Bartl
Qualitäts- und Beschwerdemanagement