auch Privatpatienten werden nicht besser behandelt
Diese Bewertung geht nicht in die Gesamtbewertung ein
- Pro:
- Personal inkl. Ärzte waren kompetent, freundlich - letztlich wurde die lebensgefährliche Erkrankung im Laufe des Monats erfolgreich behandelt, so dass die Überführung in die Beatmungsmedizin des Malteser-Krankenhauses ermöglicht wurde
- Kontra:
- das Transportpersonal sollte sensibilisiert werden, dass es sich bei a l l e n Patienten um Menschen handelt, die auch eigene Familienmitglieder sein könnten
- Krankheitsbild:
- schwere beiseitige Lungenentzündung mit Wassereinlagerungen
- Privatpatient:
- ja
- Erfahrungsbericht:
-
Meine Frau lag den kompletten Januar mit künstlichem Koma auf der Intensivstation. Auf Grund ihrer Krankheit wurde sie regelmäßig auf die vordere Körperseite gelagert, ohne dass die Unterlagen, wie Matratze und Gesichtsschutz dem Vorgang angepasst waren. Dies wurde erst geändert, als sie schon Wundmale im Gesicht, an den Armen und Beinen hatte, die bis heute immer noch nicht komplett verheilt sind - Narben werden an allen betroffenen Stellen des Körpers, vor Allem im Gesicht zurück bleiben.
Zum Beginn des Monats Februar wurde sie dann in das Malteser-Krankenhaus auf dem Hardtberg überführt. Das dort aufnehmende Personal war geschockt über die Art und Weise der "Ablieferung" einer sich immer noch im künstlichen Koma befindlichen Person. Das Transport- personal, wie auch die begleitenden Krankenpfleger schmissen sie mehr oder weniger wie einen Sack auf das vorbereitete Bett, wiederum, obwohl keine Notwenigkeit zu diesem Zeitpunkt bestand, auf das Gesicht, so dass das aufnehmende Pflegepersonal sich veranlasst fühlte, den Unmut über diese Art der Patientenüberführung lautstark zum Ausdruck zu bringen. Ich bedauere zutiefst, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht persönlich anwesend war. Sicherlich hätte ich den Betroffenen mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln klar gemacht, dass es so nicht ablaufen kann.

