Hoffentlich muss ich da nie hin...
- Pro:
- leider nichts
- Kontra:
- siehe Kommentar
- Krankheitsbild:
- Harnverhalt
- Privatpatient:
- ja
- Erfahrungsbericht:
-
Mein Vater war einige Tage im Klinikum. Er ist schon älter und leider auch harn- und stuhlinkontinent. Er war sowohl am Gesäß als auch im Genitalbereich von uns tippitoppi gepflegt dorthin gekommen. Zurückbekommen haben wir einen Mann, der am Gesäß total wund war und im Genitalbereich eine Windeldermatitis hoch 3 aufwies. Das passiert, wenn man länger in den vollen Windeln liegt. Während des gesamten Aufenthaltes wurden einmal die Zähne geputzt. Wenn man während des Mittagessens zu einer Untersuchung abgeholt wird, muss das Essen unterbrochen werden. Kommt man zurück, ist es entweder schon abgeräumt oder man nimmt den Rest kalt zu sich. Infusionen, die in einem bestimmten Zeitintervall verabreicht werden müssen, werden vergessen. Bei Aufnahme wurde ein Plan über die häusliche Dauermedikation mitgebracht. Der Plan in der Klinik wies andere Medikamente auf, wo von uns keiner wusste, aufgrund welcher Indikation diese gegeben wurden. Den Arzt darauf angesprochen, wusste dieser das auch nicht und hat schnell den Klinikplan auf die häusliche Medikation umgeändert. Da fällt mir nichts mehr zu ein. Ich finde das alles ganz gruselig. Ich mag gar nicht daran denken, wie es Patienten dort geht, die keine Angehörigen haben, die aufpassen. Ich möchte in diesem Krankenhaus nicht tot über dem Zaun hängen. Aber leider kann man sich das im Notfall nicht aussuchen...
Das Ganze schimpft sich dann auch noch Wahlleistungsstation, wo jemand, der Kasse wäre, auch noch täglich 85 Euro oder wieviel auch immer zuzahlen müsste. Was nützt ein schönes Zimmer und eine tolle Nasszelle, wenn es an den wichtigsten Dingen hapert...

