Klinik Bad Trissl, Onkologische Klinik

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Bad-Trissl-Str. 73
83080 Oberaudorf
Bayern

49 von 56 Nutzern würden diese Klinik empfehlen
Gesamtzufriedenheit
gute Erfahrung
Qualität der Beratung
gute Beratung
Medizinische Behandlung
gute Behandlung
Verwaltung und Abläufe
gute Organisation
Ausstattung und Gestaltung
gute Ausstattung
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57 Bewertungen davon 7 für "Innere"

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Tolle Klinik in der man auch auf die Naturheilkunde sehr viel Wert legt

Innere
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 21   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Mediz. Behandlung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Ausstattung und Gestaltung:
weniger gute Ausstattungzufrieden
Pro:
Ärztliche Kompetenz
Kontra:
Krankheitsbild:
Krebs
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Ich war fast 9 Wochen in dieser Klinik und ich muss sagen ich bin begeistert. Die Ärzte mit Herz, die mich die ganze Zeit liebevoll begleitet haben. Die Kompetenz auch aus komplementären Sicht - einfach toll. Das Pflegepersonal und die Schwestern - hab kein einziges mal erlebt, dass jemand schlecht drauf wäre. Immer sehr hilfsbereit und lieb. Ich muss sagen, dass ich sowas noch nie erlebt habe. Ich bin sehr glücklich, dass ich meine Therapie in dieser Klinik machen durfte. Das Essen konnte ich mit der Ernährungsberaterin immer gut planen. Glutenfrei und teilweise vegan war hier kein Problem. Das Küchenteam macht auch eine tolle Arbeit. So ein gutes Essen gab es noch in keinem Krankenhaus. Die Organisation der Termine auch super toll. Alle Termine wurden immer eingehalten und ich wurde immer rechtzeitig abgeholt. Ich kann diese Klinik nur weiter empfehlen und danke an alle die an meiner Heilung beteiligt waren. ????

Eintragungsliste IPF-Charta für EU-Parlament

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Innere
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2015   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Qualität der Beratung:
schlechte Erfahrungweniger zufrieden
Mediz. Behandlung:
schlechte Erfahrungzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Ausstattung und Gestaltung:
schlechte Ausstattungunzufrieden
Pro:
Kontra:
Auslage o.g. Liste in den Wartezimmern seltsamerweise verweigert, ebenso die unpersönliche Atmosphäre und Behandlung
Krankheitsbild:
Lungenfibrose/IPF
Privatpatient:
ja
Erfahrungsbericht:

als mehrfacher nicht nur IPF/Lungenfibrose-Patient wurde mir die Auslage der für Betroffene wichtigen Eintragungsliste in den Wartezimmern des MVZ unerklärlicherweise verwehrt, obwohl mit medizinischen Zielen und Hintergründen.
Meine unheilbare Krankheit wurde ursprünglich mithilfe des MVZ Oberaudorf diagnostiziert, seitdem bin ich aus medizinischen Gründen regelmäßig zu Kontrollen im MVZ.
Die Verweigerung der Auslegung widerspricht allen ärztlichen Grundsätzen und schadet den Betroffenen.

Reines Profit-Unternehmen mit max. Einsparung an Äerzten und Pflege

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Innere
  |  berichtet als Angehöriger eines Patienten   |   Jahr der Behandlung: 2015   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
schlechte Erfahrungunzufrieden (erschüttert und entsetzt)
Qualität der Beratung:
schlechte Erfahrungunzufrieden (ebenso)
Mediz. Behandlung:
schlechte Erfahrungunzufrieden (Morphin bei bewusstseinseingetrübten Patienten!!!!!!)
Verwaltung und Abläufe:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Ausstattung und Gestaltung:
schlechte Ausstattungunzufrieden (Hotelcharacter mit gemütl. Abläufen ohne krankenhaushektik)
Pro:
eine einzige besonders engagierte Pflegehilfskraft mit Herz und Engagement
Kontra:
der Rest
Krankheitsbild:
Hirnblutung linke Gehirnhälte, onkoligische nicht akute Zweiterkrankung
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Eine Klinik, in der es nur um wirtschaftliche Interessen geht. Um leere Betten zu füllen , wird jeder noch so schwerkranke Patient aufgenommen - auch Patienten außerhalb der Onkologie. Dieser wird dann, in der Hoffnung eines zeitnahen Ablebens, einfach in ein kleines Zimmer abgelegt mit spärlichster pflegerischer Versorgung und völligem Desinteresse des Stationsarztes, dessen medizinerische Möglichkeiten sich nur auf Morphin-Spritzen und blöden Sprüchen beschränken. Eine Klinik, die unbedingt geschlossen werden muss! Meine Mutter wurde wegen eines neurologischen Problems übernommen und ärzlich und pflegerisch defizitär versorgt. In dieser Zeit hat sich wohl eine zweite Blutung entwickelt, die in der Neurologischen Klinik in Aibling bei Erstuntersuchtung sofort festgestellt wurde. Diese Blutung führte dann auch zu ihrem Tod .......... aber sie durfte würdig, top gepflegt, medizinisch und menschlich in den allerbesten Händen sterben. Mein ganzes Lob gilt den Schön-Kliniken in Bad Aibling, die sich die allergrößte Mühe gegeben haben, meine Mutter zu retten. Juristische Schritte gegen die Klinik Bad Trissl sind bereits eingeleitet. Aufgrund dieses Falles treffen auch die ersten Kassen entsprechende Entscheidungen, hier nicht mehr zu verlegen. Niemand, der schwer krank ist, hat es verdient, hier abgestellt und einfach nur abgzockt zu werden!!!!!!

Freundlichkeit, Sauberkeit und gutes Essen

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Innere
  |  berichtet als Klinikmitarbeiter   |   Jahr der Behandlung: 2010
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Mediz. Behandlung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Pro:
siehe Überschrift
Kontra:
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Aus dem Klinikum Großhadern kommend bin ich zu einer AHB in die Klinik Bad Trissl gekommen - es fällt mir hier sehr positiv auf, die Freundlichkeit der Ärzte und der Klinikmitarbeiter, die Sauberkeit überall im Haus und ein "Superessen"!
Christine Lukas

Den Erfahrungsbericht habe ich im Auftrag einer Patientin abgegeben.

Unter allerster Menschenwürde.

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Innere
  |  berichtet als Angehöriger eines Patienten   |   Jahr der Behandlung: 2009
Gesamtzufriedenheit:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Qualität der Beratung:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Mediz. Behandlung:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Pro:
Kontra:
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Persönlicher Erfahrungsbericht

In die Klinik Bad Trissl wurde unsere Mutter mit fortgeschrittener Leukämie im Mai 2009 eingewiesen. Uns fiel ein Stein von Herzen, als wir dies gehört hatten. Denn diese Klinik, wie uns gesagt wurde, sei eine von den besten Onkologischen Kliniken überhaupt. Wie sich später herausstellte, können wir, die in dieser Zeit täglich in der Klinik waren, leider nur das Gegenteil behaupten.
Als wir in der Klinik ankamen, erfreuten wir uns an dem schönen Ambiente, das uns von außen einen sehr guten Eindruck machte und wir somit wieder neue Kraft für die kommenden Wochen schöpfen konnten.
Doch leider verliefen die darauffolgenden Tage wie ein schlechter Traum.
Von Anfang an war uns klar, das Fachwissen und die Betreuung Seitens des Personals lies zu wünschen übrig. Die Betreuung auch deshalb, weil die Schwestern total unterbesetzt- und somit natürlich sehr überfordert waren.
Als es unsere Mutter am Abend des 22. Mai zunehmend schlechter ging wussten wir, dass es keine Hoffnung mehr geben würde. Obwohl sie fürchterliche Schmerzen hatte, dauerte es sehr lange bis sie endlich Mittel dagegen bekam, da nur ein Arzt Dienst hatte. An diesem Abend verstarb sie.
Als wir uns von unsere Mutter verabschieden wollten, wurde uns versprochen sie darf noch bis in den frühen Morgenstunden in dem Zimmer bleiben. Wir ließen uns Zeit, wollten in Ruhe Abschied nehmen, was uns allerdings durch das Gefühl der Unerwünschtheit und der drängenden Blicke der Schwester sehr schwer fiel. So war es naheliegend, dass sie ihr Versprechen nicht einhielten und die Mutter noch am selben Abend abholen ließen. Was nachdem wir die Klinik verlassen hatten, durch das Eintreffen zweier Trauerhilfe-Wagen anzunehmen war.
Der größte Schock für uns alle war dann die Nachricht der Trauerhilfe, die uns Wissen ließen, das Personal hatte unserer Mutter nicht mal den Hals-/Blasenkatheder und den Infusionsanschluss am Arm entfernt.
Für uns alle unvorstellbar was in dieser Zeit passierte. Es unterlag unter allerster Menschenwürde.
Wir können nur von Glück sagen, dass wir in diesen schweren Tagen immer bei unsere Mutter waren, wer weiß was sich sonst noch alles abgespielt hätte.
In dieser Klinik liegen Menschen in Sterben, ihnen sollte eigentlich Seitens der Betreuung viel Zeit und Einfühlsamkeit gegeben werden, aber genau das fehlt hier in Bad Trissl.

Erwartungen positiv, Erfahrungen negativ

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Innere
  |  berichtet als Angehöriger eines Patienten   |   Jahr der Behandlung: 2009
Gesamtzufriedenheit:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Qualität der Beratung:
schlechte Erfahrungweniger zufrieden
Mediz. Behandlung:
schlechte Erfahrungweniger zufrieden (keine Verständigung mit Angehörigen, erst nach Nachfragen gibt es Auskünfte !)
Verwaltung und Abläufe:
schlechte Erfahrungunzufrieden (keine Verständigung mit den Angehörigen)
Pro:
Schöne Gegend
Kontra:
Nicht alles so wie dargestellt
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Aus gegebenen Anlass möchte ich hier meine Meinung zur Klinik Bad Trissl abgeben. Ich bin Angehöringe einer Patientin, die erst kürzlich einen Aufenthalt in dieser Klinik hatte.

Unsere Vorstellungen von Bad Trissl waren sehr positiv, da wir bislang nur gutes darüber gehört hatten. Meine Mutter freute sich auf den Aufenthalt, in der schönen Gegend von Oberaudorf.

Der erste Eindruck war auch sehr positiv, jedoch wurden diese ersten Eindrücke bald zunichte gemacht.

Ich muss dazu bemerken, daß meine Mutter zur jetzigen körperlichen Schwäche, eine schwere Sehbehinderung hat und leider diese nicht zur Kenntniss genommen wurde. Sie war zum größten Teil, auf sich selbst gestellt. Aufgrund der Sehbehinderung war es auch leider nicht möglich, sich in dem Haus alleine zurechtzufinden.

Nach einigen Tagen versuchte ich meine Mutter telefonisch zu erreichen, leider erfolglos. Als ich dann auf der Station angerufen habe, sagte man mir, meine Mutter sei in der Klinikabteilung, da sie eine schwere Unterzuckerung hatte.

Anmerkung: keine Benachrichtigung wegen der Verlegung !

Meine Mutter sagte mir dann, als es Ihr wieder besser ging, sie hätte auf Ihrem Zimmer der Schwester geklingelt, aber es wäre lange Zeit niemand gekommen !

Meine Tante war zwei Tage bei meiner Mutter und auch Sie hatte berichtet, dass die Führsorge, die Pflege und Versorgung bei weitem nicht so ist, wie es in diversen Werbematerialien bzw. auch im Internet, dargestellt wird.

In der zweiten Woche versuchten mehrere Personen meine Mutter telefonisch zu erreichen, erfolglos. Wir hatten natürlch wieder eine schlimme Vorahnung. Wieder musste ich auf der Station anrufen. Erst hatte ich den Nachtwächter ( um 19.30 Uhr ) am Telefon, der mir natürlich keine Auskunft geben konnte, erst beim zweiten Anlauf hatte ich dann eine Schwester am Telefon, die mir sagte, dass meine Mutter garnicht mehr im Hause sei, sonder wieder in dem Krankenhaus, aus dem sie kam. Aus München !!
Kurz vor mir ( es geschah unabhängig voneinander ) hat auch aus der Familie jemand angerufen, hier wurde mitgeteilt, dass die Patientin nicht mehr im Hause sei, man könne aber nicht sagen, wo Sie hingebracht wurde........ !!??

WIEDER KEINE VERSTÄNDIGUNG SEITENS DER KLINIK !!!!!!

Die Verlegung hatte schon mittags stattgefunden.

Die Ärzte in München waren etwas überrascht, dass meine Mutter wieder zu Ihnen gebracht wurde, mit Sack und Pack. Der Grund war ein schwerer Durchfall mit Keimen. Diesen hätte man aber durchaus auch in Trissl behandelt können. Der Meinung sind wir und auch die Ärzte, vorallem kam meine Mutter ohne Keime in die Reha !!! Da Durchfälle in der Onkologie, als Nebenwirkung von Chemotherapie, nicht so selten sind, müssten diese doch gerade in dieser Klinik zu behandeln sein.

Läßt uns daraus schließen, dass es einfach zu viel Mühe und Aufwand kostet, sich um einen hilfebedürftigen Patienten zu kümmern. Dies war auch die Erkenntnis meiner Tante, die es zwei Tage lang mit beobachten konnte......

Zusammenfassend möchte ich bemerken, dass die Klinik für Patienten, die mobil sind, sich selbst organisieren können und sämtliche Angebote in Anspruch nehmen können, ein erholsamer und auch ein heilender Ort sein kann.

A B E R :

Für Patienten, die auf Hilfe angewiesen sind, ist es keine empfehlenswerte Klinik !!!!

Es ist nicht alles Gold was glänzt !!!!!!!!!!!!!!!!

Es sei denn, man ist Privatpatient und kann alle Vorteile genießen, sowohl medizinisch, als auch seitens des Personals, das in unserem Fall nicht immer die menschliche und freundliche Seite zeigte, mit der Werbung gemacht wird.

Ein guter Rat an die Klinikleitung : Es wäre angebracht die überzogenen Darstellungen der Klinik etwas herunterzuschrauben.

Meine Mutter ist auf jeden Fall von Reha geheilt. Aber leider nicht in positivem Sinn !!!

Von der schönen Gegend alleine wird man nicht gesund.

Gruß von Rath68 aus München

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Diese Bewertung geht nicht in die Gesamtbewertung ein

Innere
  |  berichtet als Angehöriger eines Patienten   |   Jahr der Behandlung: 2008
Gesamtzufriedenheit:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Qualität der Beratung:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Mediz. Behandlung:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
schlechte Erfahrungweniger zufrieden
Pro:
Schönes Ambiente, guter Ersteindruck, schöne Landschaft
Kontra:
Überforderte Schwestern, ungenügende Betreuung
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Dies ist ein rein persönlicher Erfahrungsbericht:
Im Januar 2008 wurde meinem Mann (Magenkarzinom im Endstadium) nach vorausgegangener OP im Rechts der Isar (München) ein "Reha-Aufenthalt" in Bad Trissl bewilligt.
Ebenso wurde mein Aufenthalt als Begleitperson für die Reha meines Mannes genehmigt und Kostenübernahme zugesagt, worüber wir uns sehr gefreut haben. Mein Mann konnte zu diesem Zeitpunkt nur noch durch ein Katheter, welcher direkt in den Darm gelegt war, ernährt werden.
Der Transport (unseres Wissens von der Klinik in Bad Trissl organisiert) erfolgte nicht mit Krankenwagen sondern zusammen mit einer weiteren Patientin in einem „Liegendtaxi“…- ohne Arzt und Versorgung. Meinem Mann mussten vorab ausreichend Schmerz- und Beruhigungsmittel verabreicht werden, da es sich bei dem Fahrer um einen normalen Taxifahrer handelte, der im Notfall keine Medikamente geben darf.
Die Aufnahme in Bad Trissl verlief recht zügig - schönes Hotel-Ambiente! - und wir wurden in ein leeres 2-Bett-Krankenzimmer der Akut-Station gebracht. Nach etwa 1 Stunde erschien endlich eine Schwester, die meinen Mann fragte, ob er etwas essen wolle. Anscheinend war weder über seine Diagnose noch über seinen Zustand irgendeine Information auf dieser Station angekommen.
Mein Mann benötigte zu diesem Zeitpunkt dringendst Schmerzmittel und es ging ihm sehr schlecht. Die Medikation befand sich noch ungelesen am Empfang, hier hatte keiner eine Ahnung, was für ein Patient erwartet wurde.
Beim Anblick des Gallenkatherters meinte die Schwester: “Oh, ein Gallenkatheter, das habe ich ja noch nie gesehen!“ – was unsere Sorge spontan verstärkte.
3 (!) Stunden später erschien endlich ein Arzt – meinem Mann ging es bereits noch viel schlechter und er bekam richtig Angst, vor allem, als der Arzt verlauten lies, dass auch er die Medikation noch nicht gesehen habe, aber auf jeden Fall „Schmerzfreiheit“ zusagte.
Ebenso stellte er eine Menge Untersuchungen in der nächsten Woche in Aussicht, denn jetzt sei erstmal Wochenende. Es stellte sich heraus, dass auf der Station nur 2 Schwestern für mehr als 20 Zimmer zuständig sind, nachts sogar nur 1! Ein Arzt ist am Wochenende zuständig für die ganze Klinik.
Darüber hinaus wurde mir kein Bett im Zimmer meines Mannes bewilligt, lediglich ein Zimmer auf einer anderen Etage, für das ich auch noch € 60,- pro Tag zuzahlen sollte. Ich habe mir alternativ eine Ferienwohnung in der Nähe gebucht.
Die Schwestern bemühten sich herzlich, waren jedoch gnadenlos unterbesetzt und somit überfordert, die Betreuung war miserabel: Das ganze Kathetersystem beruhte auf einem veralteten System, teilweise passten die Anschlußstücke nicht, die Infusionspumpe war ebenfalls veraltet und schaltete sich ständig aus, Tablettenzerkleinerer zur Zufuhr der Medikamente durch den Katheter kannte man hier überhaupt nicht. Da alles mit dem Mörser zerstampft wurde, war in kürzester Zeit der Zugang zum Darm meines Mannes völlig verstopft.
Die Verband- und Wundversorgung und Säuberung war aus Zeitmangel und Nichtwissen einfach schlampig, teilweise wurde der Katheter mit Tee (!) gespült, was zu weiteren Verstopfungen führte.
Meinem Mann ging es zusehends schlechter, er hatte vermehrt Wasser in den Beinen und ich hatte Angst, dass er beim Toilettengang im Bad stürzen könne und dies keiner merkt.

Die nächsten Tage verliefen ähnlich, mein Mann hatte starke Schmerzen und wirkte zunehmend apathisch – es wurden ihm wohl Psychopharmaka zur Ruhigstellung verabreicht. Bei Nachfrage bekamen wir hierzu keine Auskunft. Er schlief immer wieder ein und war auch im Wachzustand kaum ansprechbar. Zwischendurch war es ihm selber unheimlich und er fragte „Was passiert hier eigentlich mit mir?“ So war er natürlich weniger anstrengend für das „ganzheitlich und menschlich arbeitende Kompetenzteam“.

Eine Physiotherapeutin für eine Lymphdrainage war am Wochenende nicht im Hause, die Beine meines Mannes wurden immer dicker. Meine Versuche, dies selber zu bewerkstelligen, blieben relativ erfolglos.
Ich wollte meinen Mann nachts nicht weiterhin alleine lassen und habe mich mit meinem Bettzeug aus der FeWo vor sein Bett auf den Fußboden gelegt, was ihn sehr beruhigt hat.
Eine Nachtschwester, die mich nicht vertreiben konnte, hat mir dann freundlicherweise eine Art Klappliege zur Verfügung gestellt.
Am 30.1. hatten wir dann (endlich) das Gespräch mit Chefarzt und dem Stationsarzt. Das dauerte nicht lange und war recht deutlich: Mein Mann durfte sich die Art der Chemo aussuchen: entweder, er ist mutig und traut sich an eine „harte“ Variante, dann könnte er eventuell seine Lebenszeit noch etwas verlängern oder aber er nimmt etwas „Zartes“ (Originalton), was seinen Allgemeinzustand vielleicht etwas verbessern wird (nicht allzu starke Nebenwirkungen vorausgesetzt). Wenn er nichts machen lässt, geht’s dahin…
Bis zum Abend, spätestens nächsten Morgen sollten wir uns entscheiden.

Wir haben unsägliche Angst verspürt, weiter in dieser Klinik zu bleiben. Wir wußten beide, dass meinem Mann nicht mehr zu helfen ist, empfanden diese Vorschläge jedoch als unnötige Zusatz-Quälerei.
Mit viel Glück konnten wir ein Bett für meinen Mann in der Palliativstation der Barmherzigen Brüder in München organisieren. Ich habe die Entscheidung, dass mein Mann keine Chemo machen werde und diese Klinik verlassen will, umgehend dem Stationsarzt mitgeteilt, der bei der Organisation des Transportes (diesmal in einem Sanka mit Betreuung) gut organisierte.

Am nächsten Tag kam mein Mann in München auf die Palliativstation in ein wunderschönes Zimmer – mit Extrabett für mich und fand innerhalb von Stunden seine Würde wieder. Dass sein Weg schon bald zu Ende sein würde, ahnten wir. Wieviel Hilfe und Menschlichkeit uns hier zuteil wurde, war nach den Erlebnissen in Bad Trissl wie ein Geschenk.
Er durfte dort in Frieden sterben und ich konnte an seiner Seite sein.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass mir die Klinik in Bad Trissl wie eine aufgepustete Verwahranstalt erscheint (nach außen wie eine Art Wellnesshotel präsentiert), die ihr Geld hauptsächlich mit reichen Russen und Arabern macht, die sich dort in den Luxussuiten einmieten und sicherlich hervorragend betreut werden. Die anderen Stationen sind bestenfalls geeignet für Patienten, die sich um ihr Wohl hauptsächlich selber kümmern können (müssen!) und keinesfalls für todkranke Menschen, die der „rund-um-die-Uhr“-Pflege bedürfen.
Sicherlich ist die Klinik nicht am Tode meines Mannes schuld, dessen Sterben unabwendbar war. Ihm aber in seinen letzten Tagen Pflege und Versorgung dermaßen ungenügend entgegenzubringen ist in meinen Augen unverantwortlich
Ich musste meinem Mann versprechen, diesen Bericht zu verfassen, um andere Patienten vielleicht schützen/warnen zu können.
Bisher hatte ich noch nicht die Kraft dazu -
die Bewertung vom Angehörigen "118" hat mich jedoch beeindruckt (weil ähnlich) und motiviert. "Ich habe fertig"...

6 Kommentare

pesa am 16.12.2008

Hallo Peti62,

wie schon bei Angehöriger118 frage ich auch Sie welche Station dies betrifft.
Ich muss hierzu Erläutern das auch ich angehöriger bin, und auch ich Erfahrungen habe.Derzeit versuche ich aufgrund eines Strafverfahrens gegen die Klinik berichte anderer zu Sammeln. Hierbei ist es unheimlich wichtig, welcher Stationsarzt bzw. welche Station es war. Danke im Voraus

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