GANZ vielen herzlichen Dank für Ihre tolle Rückmeldung zu Ihrem Aufenthalt in der Hochgrat Klinik!
Das war eine echte Freude zu hören, dass Sie sich nach so vielen Jahren noch so positiv an uns erinnern und sich mit uns verbunden fühlen.
Lieb aber irrational. Lebt mehr von Patienten als von der Qualität der Therapie und der Therapeuten. Gut: Eine Plattform wird geboten, Gruppentherapie ist okay und manche Therapeuten scheinen Qualität, Empathie, Führung zu liefern (meiner leider nicht, ansonsten netter Kerl). Leider möchte er genau einen wichtigen Aspekt der Klinik abschaffen: Die Kuschelcouch. Vermutlich wegen zu vielen "exklusiven Zweierbeziehungen", die natürlich verboten sind.
Sehr zu wünschen übrig lässt die Küche: größtenteils unfreundliches Personal, zu wenig und zu einseitiges Essen (als "Vollwert" wird Rohkost am Abend verkauft, wobei jeder weiß, dass das zu Blähungen führt; der Frischkornbrei ist gesüßt, es gibt nur Billig-Honig und keine Qualität, viel zu wenig Salat am Mittag).
Wo haben Sie denn gegessen?
In den 8 Wochen die ich dort war schmeckte es mir nur an 2 Tagen mittelmässig.Ansonsten Top Essen was uns dazu bewegte eine kleine Spendengefälligkeit über Wochen für die Küchenmannschaft zu spenden.Zudem konnte man immer und ständig Nachschlag holen und das Personal war mehr als freundlich.Für die Arbeit die diese Leute leisten und auch im Umgang mit den zum Teil schwierigen Leuten dort war das Verhalten des küchenpersonales sensationell freundlich.Das sahen auch alle anderen so.Zumindest zu meiner Zeit.
zwei verschiedene Maße
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thelion1608 berichtet als Patient |
Jahr der Behandlung: 2005
| Benutzerempfehlung
Gesamtzufriedenheit:
weniger zufrieden
Qualität der Beratung:
zufrieden
Mediz. Behandlung:
unzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
unzufrieden
Pro:
2005 gab es dort einige sehr kompetente Therapeuten
Kontra:
Privatpatienten vs. Kassenpatienten
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:
Im Jahr 2005 war ich für 9 Wochen in der Hochgrat Klinik.
Zu dieser Zeit gab es Herrn Dr. Esslinger als Chefarzt und ohne ihn wäre meine Therapie wahrscheinlich nicht so erfolgreich verlaufen.
Der Kampf zwischen Privatversicherte und GKV hatte zu dieser Zeit einen fast unbeschreiblich Zustand erreicht; ich hatte mich damals so geäussert:
'Ich möchte meinen Therapieerfolg nicht gefährdet sehen, nur weil ein Privatversicherter gegen Fastenvereinbarungen verstösst und ich dadurch mit belastenden Situationen konfrontiert werde! Man sollte niemals in solch einer Klinik einer peinlichen Situation ausgesetzt sein, in der man fast täglich diesen einen Gast beim Sex mit anderen Gästinnen in den Gemeinschaftsräumen überrascht.' (exclusive Zweierbeziehung während der Therapie waren sowieso untersagt).
Die Klinik Leitung sah keinen Anlass den damaligen Gast zu verwarnen oder gar zu entlassen, da er als Privatversicherter in die Klinik kam....
Die Komitees und Gruppen waren derart von diesem Thema belastet, dass niemand wirklich an seinen eigenen Themen arbeiten konnte.
Erst einen Tag vor meiner Entlassung wandte ich mich im Komitee sehr eindringlich an alle Gäste:
'Nun steh ich hier und kann nicht anders.....
wollt ihr wirklich die ganze Therapiezeit verschwendet wissen?
Wehrt Euch, denn dass ist es, das wir hier im Grunde lernen wollen! Ich habe versagt....meine Zeit hier ist vorbei und ich kann nichts mehr bewegen.'
Anschliessend hatte ich noch mit dem Chefarzt ein längeres Gespräch - erst da kam die Erkenntnis:
die Hochgrat Klinik ist eine gute Einrichtung mit einem guten Konzept - wenn jeder! , auch Privatversicherte und die Klinikleitung die Vereinbarungen einhalten - es darf keine Ausnahmen geben, erst recht nicht wegen dem Geld!
Gesetzlich Versicherte Gäste haben stets an den Vereinbarungen festgehalten weil es der Gesundung diente.
Privatversicherte haben sich nicht so an diese Vereinbarungen gehalten - wozu?
mir hätte es ohne den Dr. Esslinger fast geschadet
Als PV habe ich keinerlei Privilegierung gewollt und auch keine erhalten. Mein Verhalten zeigte keine Unterschied zu KP auf. "täglicher Sex in Gemeinschaftsräumen?" Begrifflich ein weites Feld und definiert sich wohl über das Auge des Beobachters. Ich jedenfalls habe mich ausschließlich um meine Angelegenheiten gekümmert. Als Besitzer eines Autos war ich natürlicherweise weiblichen Anfragen mit unterschiedlichen Qualitätsstufen ausgesetzt. Ich habe mich dann für die Person mit dem geringsten Konfliktpotential entschieden. Das hat mir zwar auch von außen Vorwürfe eingebracht, was solls, heute weiß ich es in stoischer Gelassenheit noch besser: Andere reden was sie möchten, sollen sie.
In war in 2009 für 8 Wochen in der Hochgrat-Klinik. Die therapeutische Behandlung von Kassen- und Privat-Patienten war extrem unterschiedlich.
Kassenpatienten wurden wegen geringster Regelverstöße ernstlich verwarnt und teilweise sofort entlassen, während Privatpatienten völlige Narrenfreiheit hatten.
Es gab einen sehr aggressiven Privat-Patienten, der ständig andere Mitpatienten bedrohte und auch tätlich angriff. Gewalt ist ein absoluter Tabu-Bruch.
Er wurde -als Privat-Patient- weder verwarnt noch entlassen.
Ich warne vor dieser Klinik.
Die Unversehrtheit der Person ist für mich die elemantarste Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.
Diese ist in der Hochgrat-Klinik nicht gewährleistet.
liebe(r) thelion sechzehn08
schade, dass Deine Klinik-Erfahrungen derart unter den Gästen der PV Schaden genommenn haben: das wäre mir (Behdlg:
2000) sicher genauso passiert. Auch ich war besonders in der
Funktion als Stammvater vielen Fasten-Verstössen gerade von Mitgliedern d. Kern/Stammgrp. gegenüber völlig hilflos u.
drohte daran meine wertvolle Zeit zu vergeuden.
Kommitee und VV machten zuletzt mich lächerlich-was soll's!
Schon '2000 waren Meetings außerhalb d. Klinik unbekannt u.
als alter AA/OAler fuhr ich meistallein, trotz Einladung von
Interessenten zu den Treffen in Immenstadt oder Sonthofen.
Trotzdem war die HGK für mich eine gutartige Hilfe auf meinem Weg zur Genesung......gute 24h v. jazzey
thelion1608 hat recht. 2008/09 gab es in der Klink jede Menge Überschreitungen der Fastenvereinbarungen: Die sexuellen Kontakte fanden hauptsächlich im schummrigen Kaminzimmer und an den Filmabenden statt. Die Mitpatienten wussten davon, aber wer will sich denn schon outen, wenn man ev. selber betroffen ist und dann nicht mehr "genießen" kann. Die Therapeuten gingen dieses Thema recht zaghaft an. (Von wegen jeder wird entlassen, der die Vereinbarungen nicht einhält).
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Loewin berichtet als Patient |
Jahr der Behandlung: 2004
| Benutzerempfehlung
Gesamtzufriedenheit:
sehr zufrieden (es hat mein Leben positiv bereichert)
Qualität der Beratung:
sehr zufrieden (ich habe unendlich viel lernen und erkennen duerfen)
Mediz. Behandlung:
sehr zufrieden (ich habe genau das bekommen, was ich gebraucht habe)
Verwaltung und Abläufe:
sehr zufrieden (liebevoll, aufmerksam, hilfsbereit)
Pro:
Mut zu fuersorglicher Aufrichtigkeit
Kontra:
Privatpatient:
ja
Erfahrungsbericht:
Zwar ist es etwas her, dass ich in der Klinik war (2004) aber ich faende es sehr traurig, wenn sich die Methoden und Prinzipien so veraendert haetten, dass ich den negativen Berichten zustimmen muesste.
Fuer mich war es der Wendepunkt in meinem Leben. Ich habe vorher viele gute, sinnvolle Therapien gemacht, aber in 10 Wochen Wolfsried habe ich mehr erreicht, als je zuvor. Ich bin soviel positiver, habe Dinge erreicht und ueberwunden, an denen ich frueher zerbrochen waere. Ich nehme mein Leben fest in die Hand. Alles, was mir widerfaehrt, hat mit MIR zu tun, ist Spiegel meiner Seele oder Lernprozess. Sovieles habe ich gelernt: um Hilfe zu bitten oder Grenzen zu setzten. Ich weiss, wie gross meine Beduerftigkeit ist und dass es nicht ein Versagen meiner Umwelt ist, wenn diese nicht befriedigt wird. Die meisten der Gaeste, die mit mir dort waren, haben ebenso profitiert, wir haben uns gegenseitig viel gegeben, oft weit ueber die Zeit des Aufenthalts hinaus. Direkt nach der Entlassung habe ich nicht nur die Kuendigung meiner Arbeitsstelle, das Ende meiner Ehe und damit den Verlust meiner Wohnung ueberstanden, sondern ich bin daran gewachsen: ich habe meinen Traumberuf aufgenommen, habe mich darin selbststaendig gemacht und bin in der Folge nach Suedafrika gegangen, habe damit einen weiteren Traum verwirklicht. Ich lebe am Meer und war noch nie in meinem Leben so gluecklich, wie in den ersten Jahren nach dem Klinikaufenthalt.
Nach 6 Jahren leide ich zur Zeit wieder mehr unter Depressionen und wuerde gerne noch einmal nach Wolfsried kommen. Solange ich aber noch hier bin, wende ich viele der Werkzeuge an, die ich in der Klinik gelernt habe. Meine Freunde betiteln mich mit meinen 50 Jahren als weise Frau - eine Weisheit des Herzens, die ich in der Klinik und danach in meinen Gruppen erlernt habe.
Ich moechte keinen Moment meiner Zeit in Wolfsried missen, auch wenn viele sehr schmerzlich waren, schwierig und unglaublich erhellend.
Ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten. Aber für mich passt das alles vorne und hinten nicht zusammen und ist für mich voller Widersprüche. Wie kommen Sie darauf, dass alles mit IHNEN zu tun hat, was Ihnen widerfahren ist? Wieso ist es nicht ein Versagen der Umwelt, wenn Ihre Bedürftigkeit nicht befriedigt wird? Das klingt für mich, wie wenn ein kleines Kind, sich selbst noch dafür anklagt, dass es nicht das bekommen hat, was es dringend gebraucht hätte zum Leben. Und sich dafür dann auch noch die Schuld gibt. Kann ich nicht nachvollziehen.....
Es gibt Menschen, die in ihrer Kindheit grausame Dinge erlebt haben. Wollen Sie denen auch erzählen, dass die selber daran Schuld sind? Und was ich auch nicht nachvollziehen kann ist, dass Sie schreiben, dass Sie glücklich waren wie nie zuvor in Ihrem Leben, und danach schreiben Sie, dass Sie wieder mehr unter Depressionen leiden. Und dass Ihre Freunde Sie als weise Frau betiteln? Passt das zusammen? Depressionen haben und weise und glücklich sein? Also für mich sind das totale Gegensätze. Und wieso möchten Sie eine schmerzhafte Zeit nicht missen? Fänden Sie das glaubwürdig wenn Ihnen jemand erzählen würde, dass er eine schmerzhafte Zahnarztbehandlung als eine Zeit schildern würde, die er nicht missen wollen würde? Sorry, aber für mich passt das alles von vorne bis hinten nicht zusammen. Ich war selber in der Klinik - und bereue jede einzelne Sekunde, die ich da verbracht habe.
Hallo Loewin,
ich kann sehr gut nachvollziehen, was du beschreibst, denn genauso geht es mir auch! Ich kann auch keine Widersprüche in deinem Bericht finden.
@silversurfer: Ich weiß nicht, wo Sie lesen, dass man selbst schuld ist, an dem, was passiert ist..... ich kann das nicht aus dem Bericht lesen. Für mich ist es so, dass mir andere was angetan haben, ja, daran bin ich nicht schuld. Aber wie ich heute als Erwachsene damit umgehe, dafür habe ich die Verantwortung und niemand anders. Und somit hat es natürlich etwas mit mir zu tun.
Naja, wie auch immer, es war mir einfach wichtig, das zu sagen.
Liebe Grüße
Kiralia
Sandro17 am 10.06.2011
Hallo Loewin ,
Dein Bericht liest sich wie ein Buch, und ich kann mich der Empörung eigentlich kaum enthalten !
Du bist einfach ein äußerst unersättliches Kind in Deinem Innern, nicht zufrieden zu stellen, ganz gleich, was das Leben Dir schenkt, es scheint nicht genug zu sein !
Vielleicht helfen Dir meine Worte ein wenig aus der Depression heraus, oder erhellen etwas Deine Gedanken, indem Du in Dich gehst, und selbst entscheidest, ob Du wirklich so weise bist, wie es Deine Freunde sagen, oder ob sie Dich umschmeicheln, und im Grunde doch nur sorgfältig darauf achten, dass Du die bleibst, die Du immer warst, wie ich vermute :
freundlich, liebenswert, unkompliziert, ehrgeizig, begabt, auch verführbar, lenkbar, nicht zuletzt neugierig , was aber dazu führt, dass diese Deine fürsorgliche Art, Dich immer wieder von Dir selber und zu anderen hin führt ?
Nicht Nachdenklichkeit sondern, ja, sagen wir Mut, Tatkraft, Entschlusskraft kennzeichnen Dich..
Bei all den von Dir erwähnten Vorzügen, bewegen wir uns auf einem Terrain, auf dem Wolfsried heute, mit Sicherheit nichts mehr zu bieten hat, als eine Abnabelung , von der ich nicht sagen kann, dass sie Dir gut tun würde !
Widerstehe dem Zwang nach Wiederholung all der "wundervollen" Erfahrungen von einst in der Klinik, und erkenne das Leben in D. als die eigentliche Prärie ...
Es gibt viele Möglichkeiten zur geistigen Weiterbildung ...
Depression ist nicht immer im pathologischen Sinne zu verstehen, sie gehört zum Leben, und überall dort , wo Menschen leben, gibt es "gute und schlechte Zeiten" nicht nur im Fernsehen, und Einsamkeit, die, meiner Ansicht nach, sehr viel Weisheit enthält.
Ein kleiner Anreiz: Du könntest vielleicht in die Berge ziehen...
Zu allen hier schon erwähnten Vorzügen hast Du zudem auch Freunde !
Wie viel Glück Du hast !
Aber vielleicht sind meine Gedanken völlig abwegig, was Dich betrifft ?
"kritikloser Nonsens ",
dann ist offenbar Ihr Beitrag oder Ihre persönliche Erfahrung als KRITISCHER NONSENS zu betrachten ?
Oder die der persönlichen Toleranz ?
ich bin Ehemaliger aus 1997/2000 und sicherlich nicht objektiv
genug, um ein unanfechtbares Gesamt-Urteil zu fällen:
aber ich kann mich nicht beklagen, weil auch ich mein Dasein
verändern konnte u. endlich n.ca 10J die volle Verantwortung
für mich bewusst übernommen hab'.
Das setting der Wolfsrieder besagt eindeutig, dass es nur m.
Fastenvereinbarungen u. ehrlicher Offenheit i.d. Therapeut.
Gemeinschaft(per Du) m.den"Gästen" arbeiten kann(o.Garantie)
Wer keine Ahnung v. 12-Schritte-Prg. u. den 12 Traditionen
d. anonym. Selbsthilfe Grp. hat, sollte lieber weiter "verb. Liebe",GZSZ u. weiter Proleten-TV geniessen u. nicht genesende "Patienten" verletzen.
Ich werde mich hier nicht m. selbsts. addicts über d. HGK.
streiten, der ich natürlich bestes Lob u. Empfehlung aussprechen möchte.
ps: Georg genießt bei auswärtig AA's d. Titel: Reibach GmbH
jazzey/29.06.2011
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nicht empfehlenswert
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tantekrum berichtet als Patient |
Jahr der Behandlung: 1993
Gesamtzufriedenheit:
unzufrieden
Qualität der Beratung:
unzufrieden
Mediz. Behandlung:
unzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
zufrieden
Pro:
kuschelparadies
Kontra:
unprofessionelle Therapeuten
Privatpatient:
ja
Erfahrungsbericht:
nicht empfehlenswert!
Grenzen der eigenen Behandlungsmöglichkeiten werden nicht erkannt
unprofessionell
damalige Praktikantin/ Psychologiestudentin deckte in einer Patientenvollversammlung alle im Persolalbereich offen besprochenen Gerüchte über die "Therapeuten" zum Schutz von uns Patienten aus und bestätigte meine Wahrnehmungen.Danke dafür nochmal, s.
ich möchte ergänzen, dass ich selber in Wolfsried retraumatisiert wurde. Meine "Therapeutin" hat mir einen sexuellen Misbrauch von meinem Vater aufgedrückt - ohne, dass ich selber eine eigene Erinnerung hatte. Meine Familie wurde kurz darauf eingeladen zum Gespräch. Die Therapeutin sagte, der Klinikchef hätte sie gewarnt, da mein Vater sehr redegewandt sei und intelligent. Im Gespräch selber haben wir über unsere Beziehungen innerhalb der Familie gesprochen. Alles völlig belangloses Zeug.
Es gab mehrere Suizide von Mitpatienten nach deren Entlassung.
Wolfsried ist eine echte Gefahr für schwer traumatisierte Patienten!!!!!
Eine ECHTE Traumaklinik, in der ich später mehrfach war, hat mir mein Leben zurück geschenkt.
Ich hätte Wolfsried verklagen können, laut mehrern Aussagen von späteren Therapeuten und Psychiatern.
Für leichter verletzte Mitpatienten war die Zeit in Wolfsried hilfreich. Sie profitierten vor allem von der Nähe durch die Mitpatienten.
Die hier bewerteten 'Zustände' in der Hochgratklinik, decken
sich in keinster Weise mit den von mir und einer ganzen Reihe
meiner Mitpatient/innen gemachten Erfahrungen. Auf das nicht
unerhebliche 'Absturz'risiko nach der Klinik, wurden wir best-
ens vorbereitet. Kriseninterventionen im Rahmen des therap-
eutischen Settings sind rund um die Uhr möglich. Die Mit-
arbeiter bemühen sich ausnahmslos um einen liebevollen Um-
gang mit ihrer Klientel. Ansonsten gilt: Therapie ist mehr
als Kuscheln. Das sollte Mensch allerdings berücksichtigen.
Es gibt sicherlich Menschen, die vom Therapiekonzept von Wolfsried profizieren. Auch ich kenne Ehemalige, die nur von guten Erfahrungen aus Wolfsried sprechen.
Dennoch ist es nach der neuen Traumaforschung unbestreitbar, dass schwer traumatisierte Menschen zunächst und unabdingbar stabilisiert werden müssen, bevor sie konfrontiert werden können. Diese Visualisierungen und Stabilisierungsübungen gab es 1993 nicht im Wolfsried Konzept. Vielleicht hat sich dies mitlerweile geändert. Ich und laut diesm Blog offensichtlich auch andere habe schwer dekompensiert aufgrund des falschen Behandlungansatzes. Heute würde ich diese Klinik nicht mehr wählen, damals schien sie mir meine einzige Möglichkeit zu sein - als im 12 Schritte Programm Erfahrene.
Ich empfehle keinem traumatisierten Menschen Wolfsried, sondern empfehle stabilisierende Therapien mit Anleitungen zur Visualisierung und Selbsthilfe - gestützt durch intensive Einzelgespräche und Krisenintervention.
Es gibt mehr und mehr Kliniken, die sich nach der neuen Traumaforschung richten. Bitte erkundigt euch!!
Ich war selbst vor kurzem dort und sehe es ebenfalls kritisch.Es kann eine chance sein,auch für hochtraumatisierte Menschen, falls sie sich und ihre Symptomatik schon schon kennen und wissen (fähig dazu sind) die bremse anzuziehen. Ich kenne beide Fälle.Wo traumatisierte viel aufarbeiten konnten, aber auch Fälle wo eine intensive stabiliesierende Einzelbetreuung nötig gewesen wäre.Dafür ist diese Klinik, meiner Meinung, ungeeignet.
Ich gehöre in die Sorte "schwer traumatisiert" und muss leider sagen, dass es mir seit dem Aufenthalt in Wolfsried schlechter geht als vorher. Bevor ich dort war, kam ich noch halbwegs allein zurecht - jetzt muss ich gegen meine Angstzustände Medikamente nehmen und bin arbeitsunfähig. So war das eigentlich nicht gedacht. Für leichtere Fälle sicherlich sehr gut geeignet, besonders wegen der therapeutischen Gemeinschaft, schwerere Fälle sollten vielleicht doch lieber in eine Klinik mit mehr Einzelbetreuung!
1 Kommentar
Liebe Alphawölfin,
GANZ vielen herzlichen Dank für Ihre tolle Rückmeldung zu Ihrem Aufenthalt in der Hochgrat Klinik!
Das war eine echte Freude zu hören, dass Sie sich nach so vielen Jahren noch so positiv an uns erinnern und sich mit uns verbunden fühlen.
Seien Sie ganz herzlich gegrüßt!
Friederike Mutschler
Dipl. Psych. / Psychologische Psychotherapeutin
Leitung Qualitätsmanagement