Schlimmer geht es nicht!
- Pro:
- Kontra:
- Krankheitsbild:
- Influenza Lungenentzündung
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Grausige Patientenbetreuung auf Station "6. Etage".
Absolut nicht zu empfehle, leider aber auch nicht aussuchbar.
Mein Vater hat hier jetzt knapp zwei Wochen gelegen. Zu Weihnachten eine Etage tiefer die auf jeden Fall besser war, auch von der Ärztebetreuung her. (Jeweils mit den selben Symptomen)
Auf Etage 6 jedoch haben wir KEINEN Arzt für ein persönliches Gespräch gesehen und nur auf mehrfaches bitten konnten wir uns auf einen Rückruf eines Arztes setzten lassen.
Als dann endlich mal die Ärztin anrief, da lag er schon 4 Tage im Krankenhaus, hieß es erst, er hätte Influenza und später erwähnte man nebenher das er auch eine Lungenentzündung hat. Man entschuldigte sich zwar, dieses Detail vergessen zu haben aber das ist doch irgendwie unverzeichlich bei einem COPD Patienten mit einer künstlichen Herzklapp und einem Tremor.
Es gab mehrfach die Woche das selbe Essen (Linsensuppe) zudem einen Blumenkohl der ungenießbar war und gefühlt mehrfach aufgewärmt. Als Argument kam dann, er sei ja alt und da schaut man drauf das es was weiches ist anstatt mal eine Essensliste auszulegen wie es in anderen Krankenhäusern üblich ist. Essen hilft auch bei der Genesung. Zudem gab es einen verschimmelten Pudding den er fast gegessen hätte.
Keine Entschuldigung nur eine Runterspielung der Tatsachen.
Duschen durfte er auch nicht. Angeblich wegen den Krankenhauskeimen, OK mag sein, er ist ja wirklich geschwächt.
Mein Vater hat 8 Kilo in dieser Zeit abgenommen und ich habe das Gefühl das er schon fast Depressiv geworden ist.
Als er heute durch den Fahrdienst nach Hause gebracht wurde, war selbst der Fahrdienst geschockt, dass er in dem aktuellen Zustand
schon entlassen wurde und man legte uns nahe sofort bei weiterer Verschlimmerung wieder den Rettungsdienst anzurufen und wenn die das schon sagen, warum hat das die Ärztin nicht gesehen?
Nun sitzt er zu Hause, bekommt immer noch sehr sehr schlecht Luft, hat keinen Sauerstoff mit nach Hause bekommen, schläft nur im Sitzen auf dem Sofa, da er Angst hat sich zu legen eben wegen dem Luftmangel und wirkt eher lethargisch als in einem besseren Stadium der Genesung.
Vom Sofa bis zur Toilette ist für ihn eine kleine Tortur und husten tut er noch ganz fürchterlich.
Ich habe jegliches Verständnis dafür, daß das Personal im Krankenhaus knapp ist und man sich nicht um jeden Patienten rund um die Uhr kümmern kann aber hier habe ich jetzt wirklich den Eindruck das es keinen Interessierte.

