Organisatorisch ignorant
Diese Bewertung geht nicht in die Gesamtbewertung ein
- Pro:
- Hinter vorgehaltener Hand werden die Probleme erklärt
- Kontra:
- Siehe oben
- Krankheitsbild:
- Postoperative Wundheilungsstörung im Gesicht
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Nach 90-minütiger Wartezeit wurde mir vom behandelnden Arzt mitgeteilt, er sei nicht zuständig.
1. Telefonische Anmeldung mit Schilderung des Krankheitsbildes. Das wurde der Abteilung zugeordnet.
2. Anmeldung in der Klinik persönlich mit Überweisungsschein und Diagnose: Die Zuordnung erfolgte weiter, weil sie ja schon einmal so eingetragen wurde.
3. Warten auf einem Flur ohne Frischluftzufuhr, ohne die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren. Telefonierende Menschen. Keine Auskünfte. Wie wäre es mit: "Es sind noch drei Patienten vor Ihnen dran. Gibt es einen Notfall, einer mehr." Das hilft, um Kaffee zu trinken oder Luft zu schnappen.
4. Auf Nachfrage erklärten Ärzte und Pflegepersonal: Die Verzögerungen ergäben sich aus den parallel laufenden OP-Terminen. Tatsächlich hilft eine statistische Erhebung, ab wann und wie lange sich die Wartezeiten aufbauten, um Termine zur Entlastung der Patienten und der Klinik angepasster zu vergeben. Welcher Sinn ergibt sich, dass Menschen fast automatisch 60 bis 90 Minuten warten müssen? Im Eingangsbereich hängt ein Schild: Wartezeit ca. 30 bis 60 Minuten. Das einfache Prinzip der Nummernvergabe und die Anbringung einer Anzeige hilft Patienten einzuschätzen, wie lange ihre Wartezeit sein könnte. Kein Patient kam früher als nach 15 Minuten aus einem der Behandlungszimmer.
Organisatorisches Versagen. Das ist keine Frage des Pflegenotstandes oder einer der direkt zu gebenden Empathie.
Eine einzelne Bewertung hilft nichts. Ich rate dazu, solche organisatorischen Fehlleistungen der Charité in den Bewertungsportalen klar zu benennen, wenn sie so begründbar empfunden wurden.
Für mich war damit ein halber Arbeitstag verloren, und man sollte sich fragen, ob das noch dem Image einer Institution wie der Charité zuträglich ist, die sich als Instanz betrachtet. Damit werde ich die Charité künftig meiden, falls das möglich ist. Und das ist es in Berlin.
Bitte beachten Sie die zahlreichen Bewertungen in verschiedenen Portalen.

