Also; zunächst einmal freue ich mich sehr darüber, dass meine Frau diese Seite hier gefunden hat - gegen dieses "Krankenhaus" hat sich im Laufe der letzten Jahre doch so einiges an Hassgefühlen angestaut und viele unserer Erlebnisse decken sich haargenau mit den schlechtesten hier aufgeführten Darstellungen !
Wo sollen wir denn anfangen...? (!!!)
Nachts mit meiner (jetzigen) Frau, welche aus Kenia stammt, in der Notaufnahme aufgeschlagen (wegen einer Sichelzellen-Schmerzkrise) und erklärt, dass sie nicht krankenversichert ist, da in dieser Zeit gerade ihr Aufenthaltstitel in der Klärung war.
Unfreundliche, kalte Aufnahme, NULL EINFÜHLUNGSVERMÖGEN !
Aber es geht ja erst los... ! Nachdem geklärt worden war, dass sie eine sog. "Unabweisbarkeitsbescheinigung" benötigte, um behandelt zu werden, kam ein Assistenz-Arzt und versuchte sich mit Diagnosen (Verdacht: Sichelzell-Krise) - na toll, so schlau waren wir schon vorher. In den nächsten Tagen sollte der Albtraum seinen unvermeidbaren Lauf nehmen. Meine Frau wurde umverlegt von der Hämatologie in die Onkologie, von der ersten in die Dritte Etage und hin und her, hü und hott... Die total gestressten Pfleger rissen ihr unfreundlich und hektisch die Kanülen aus den Adern, natürlich ohne sich zu entschuldigen; im Gegenteil: Als meine Frau anfing, zu weinen, wurde sie noch angemacht, dass das hier nicht Afrika sei und die Uhren hier anders ticken würden... - Schlicht U N G L A U B L I C H!
Keiner konnte ihr wirklich konkret helfen; vielmehr hatte ich nach einigen Tagen den sich verstärkenden Eindruck, dass man sie als interessantes Versuchskaninchen behandelte und da war sie auch schon wieder umverlegt worden. Mit einer der "Ärztinnen" hätte ich mich fast noch wegen ihrer einfach nur unverschämten Kommunikation angelegt. Die Entlassung, die uns für den Nachmittag des dritten Tages zugesagt worden war, kam nicht zustande und erst, nachdem ich mir "Verstärkung" in Form einer älteren, israelischen Respektsperson aus meinem Freundeskreis geholt hatte, war es mir möglich, bis zum leitenden Chefarzt vorzudringen, welcher (ebenfalls schon mit vier Mann Verstärkung) im Schwesternzimmer auf mich gewartet hatte. Nachdem er mich sich nicht alleine gegenüberfand, fing er an beim Thema Entlassung einzulenken und begann, über die Krankheit meiner (jetzigen) Frau zu fachsimpeln, mit dem grandiosen Ergebnis: "Wir haben festgestellt, dass die Patientin die Sichelzellenanämie hat." Na, herzlichen Glückwunsch!, dachte ich mir; welcher Film läuft hier eigentlich...?! Na gut, Entlassungsbrief - und dann : NIX WIE WEG! Natürlich nicht, ohne uns noch einen Brief mit der Rechnung über knapp 4000,- Euro in die Hand zu drücken...
Das mußte jetzt erstmal verdaut werden. Meine Frau ohne jedes Einkommen, ich mit kleinem Einkommen! Irgendwie schafften wir es mit Anwalts Hilfe, die Rechnung erst einmal zu stunden, doch nun, da die Stundung ausgelaufen ist, sitzt uns die Finanzabteilung dieses Kriminellen-Vereins im Nacken und versucht mir, als heutigem Ehemann rückwirkend zum November 2007 (Merke: Ich hatte damals noch KEINE VERPFLICHTUNGSERKLÄRUNG bei der ABH unterschrieben) das Geld aus der Tasche zu ziehen ! Unser Anwalt sagt; die können uns nix, allerdings ist die Aufregung verständlicherweise erstmal groß ! Ich kann nur JEDEM RATEN, dieses Schand-Krankenhaus zu boykottieren - es gibt auch Beispiele, wo Vieles mit genauso wenigen Mitteln hundertmal besser gemacht wird (z.B. das Sankt Hedwig in Mitte oder das Gertrauden in Wilmersdorf)...
Also; Finger weg vom Benjamin Franklin Campus. Die Spinnen, sind völlig durchgeknallt und sind tolldreist, sogar in der Nachbehandlung (wollen NUR DEIN GELD). Dies ist leider nicht die erste grottenschlecht Erfahrung, die ich in dem häßlichen Kasten machen musste ! So, jetzt ist mir schlecht; muß aufhören !
1 Kommentar
Hätte ich Ihre Geschichte ca.45 Min. ,als eine Art" Film" gesehen , Überschrift:Die Afrikanerin oder ähnlich.
Diese Verfilmung hätte ich ,als sehr bedrückend ,empfunden.
Die "Rechnung" zum Schluss... Was soll man dazu noch sagen ???