Bürgerhospital Frankfurt
Nibelungenallee 37-41
60318 Frankfurt/Main
Hessen
366 Bewertungen
davon 3 für "Kindermedizin"
Die Folgen des Personalmangels
Kindermedizin
- Gesamtzufriedenheit:
weniger zufrieden (Zufrieden mit dem medizinischen Anspruch)
- Qualität der Beratung:
weniger zufrieden
- Mediz. Behandlung:
zufrieden
- Verwaltung und Abläufe:
unzufrieden
- Ausstattung und Gestaltung:
zufrieden
- Pro:
- Hoher medizinischer Anspruch
- Kontra:
- Viele "Flüchtigkeitsfehler"
- Krankheitsbild:
- Frühgeburt
- Privatpatient:
- ja
- Erfahrungsbericht:
-
Unsere Töchter befanden sich auf der neonatologischen Intensivstation und der IMC in diesem Haus.
Ich möchte vorweg sagen, dass wir insgesamt zufrieden und froh sind, dass wir eine gute Medizin angeboten bekommen haben, die einen hohen Standard verfolgt. Es gab aber viele kleine Ereignisse, die vielleicht vermeidbar gewesen wären, wenn Kommunikation und Personalschlüssel besser gewesen wären. Ich denke nicht, dass es in anderen Kliniken viel besser läuft, daher möchte ich trotz einiger negativer Erfahrungen nicht vom Bürgerhospital abraten. Vielleicht hilft aber unsere Erfahrung, ein paar Dinge zu diskutieren oder zu beachten.
So hatte eine Pflegekraft auf der IMC oft 4 und mehr Kinder zu versorgen. So musste man an Mahlzeiten oder die richtige Runde (groß/klein) erinnern. Monitoralarme (Sättigung unter 70 über mehrere Minuten) wurden oft nicht bemerkt oder geflissentlich ignoriert - und das in unserer Anwesenheit. Da rutscht einem das Herz in die Hose und man fragt sich, was in der Abwesenheit so alles passiert. 1 Tochter wurde über Wochen nicht gebadet und stank irgendwann so sehr, dass wir darauf bestanden. Bitten oder Anweisungen wurden (aus Scharm?) nicht weitergegeben oder die Milchdosis wurde nicht erhöht, obwohl das Kind schon direkt nach einer Mahlzeit vor Hunger schrie. Oft bekam man von der Pflege die Antwort: ich weiß es nicht, ich bin neu hier. Einarbeitung???
Auch die Kommunikation mit den Ärzten ist auf der IMC (auf der Intensiv hervorragend!) zu bemängeln. Gespräche und Aufklärungen fanden nicht statt (außer eine Unterschrift war erforderlich), was viele Unsicherheiten hinterließ. Auch widersprachen sich hier manche Aussagen zwischen Oberärzten und Stationsärzten.
Wie gesagt, insgesamt sind wir froh, dass unseren Töchtern geholfen wurde und der Personalmangel ist uns bewusst. Aber oft hatten wir kein gutes Gefühl, wenn wir nach Hause gingen und das war wie Folter. Ich hoffe der Blickwinkel hilft etwas.
Kindermedizin
- Gesamtzufriedenheit:
unzufrieden
- Qualität der Beratung:
unzufrieden (Das war eine Frechheit)
- Mediz. Behandlung:
unzufrieden (Es gab erst gar keine)
- Verwaltung und Abläufe:
unzufrieden
- Ausstattung und Gestaltung:
weniger zufrieden
- Pro:
- Kontra:
- Super unfreundlich
- Krankheitsbild:
- Úber 40 Fieber
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Dieser Typ am Empfang war total unfreundlich,ich würde mal über einen Austausch nachdenken.Ich komme Nachts mit meinem Sohn der über 40 Fieber hat da rein und wollte zur Notambulanz.Da sagt der mir die hat geschlossen.Sind wir beim Aldi oder Im Krankenhaus???ganz im Ernst.Er hat uns wieder weggeschickt mit der Begründung:es wáren nur Chirugen da.Na und scheissegal das sind auch Árzte.Ich musste wieder da raus und meinem Kind ist der Schweiß in die Schuhe gelaufen.Unfassbar was hier in Deutschland und diesem Krankenhaus los ist.
Wir sind dann Nachts mit dem Taxi ins Clementinenkrankenhaus,das war die Weltbeste Entscheidung.
Toller Empfang super nett und ein toller Arzt der sich sehr viel Zeit nahm.sehr kompetent
Kindermedizin
- Gesamtzufriedenheit:
unzufrieden
- Qualität der Beratung:
unzufrieden
- Mediz. Behandlung:
zufrieden
- Verwaltung und Abläufe:
unzufrieden
- Pro:
- die sofortige Reaktion der anderen Pfleger/Kinderarzt
- Kontra:
- keine Hilfe bekommen
- Krankheitsbild:
- Sturz auf Kopf von Säugling
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
Notaufnahme nach Sturz von Säugling.
Meine 4 Monate alte Tochter und ich sind Zuhause die Treppe runter gefallen, sie leider kopfüber, zum Glück hatte ich meinen Arm noch drunter. Nach Rücksprache mit Rettungsdienst sofort in Notaufnahme Bürgerhospital. Und obwohl wir auf die Dringlichkeit hingewiesen haben, wurden wir von einem älteren Mitarbeiter hingehalten, er musste erst ein Gespräch zu Ende führen, dann die Daten einpflegen....eine Mitarbeiterin bat ihn um die Akte, damit sie sofort einen Arzt holen kann. Das hat er verweigert, mit dem Hinweis, dass sich alle im Krankenhaus an seine Reihenfolge zu gewöhnen hätten. Es waren nur 4 weitere Wartende da, keiner verletzt, nur um Unterlagen abzuholen. Es kamen alle vor uns dran. Nach einer 3/4 Stunde bin ich geplatzt. Da standen eine Traube Ärzte und Pfleger zusammen und haben sich nett unterhalten. Erst hysterisch weinend, ob sich endlich jemand mein Baby ansehen wird, wurde dann überhaupt erst der Kinderarzt gerufen und ein Ultraschall des Kopfes veranlasst. Ich bin schockiert! Was muss noch passieren, dass man wahrgenommen wird? Unfassbar. Beschwerde wurde eingereicht, ich hoffe es ändert sich etwas. Da können Minuten manchmal entscheidend sein.
1 Kommentar
Sehr geehrte/r Charnues,
vielen Dank für Ihre sachliche und ausgewogene Rückmeldung. Wir bedauern sehr, dass Sie sich nicht immer sicher waren, dass Ihre Töchter bei uns gut aufgehoben sind. Denn unser Anspruch an die medizinische und pflegerische Versorgung von Früh- und Neugeborenen ist äußerst hoch und alle Beschäftigten sind sehr darauf bedacht, die Kinder bestmöglich zu versorgen.
Wir haben Ihr Feedback an die Station weitergeleitet, wo nun geschaut wird, welche Abläufe sich weiter verbessern lassen. Sie können sich gerne auch noch einmal an unsere Beschwerdemanagerin Marion Weber wenden und evtl. in einem persönlichen Gespräch Ihren Blickwinkel erläutern. Sie erreichen sie unter [email protected].
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.
Ihr Bürgerhospital-Team