Schlaganfall - wie weiter?
Diese Bewertung geht nicht in die Gesamtbewertung ein
- Pro:
- leider nein
- Kontra:
- überfordertes Personal
- Krankheitsbild:
- Schlaganfall
- Privatpatient:
- nein
- Erfahrungsbericht:
-
10.04.2015
Klinikbewertung
Vivantes Prenlauer Berg
Der Erfahrungsbericht (2015) bezieht sich auf die Station 178.
Diagnose: Schlaganfall
Betr.: Station 178
Die Patientin ist linksseitig gelähmt (Spastik), kann sich weder alleine aufsetzen noch im Bett umdrehen. Eine regelmäßige Umlagerung steht nach Auskunft einer Mitarbeiterin nur solchen Patienten zu, die sich nicht mehr selbst äußern können. Wer noch Töne von sich geben kann, muss betteln. Auf Klingeln wird teilweise erst nach über einer Stunde - und mehr - reagiert.
Dasselbe gilt für Urinlassen und Stuhlgang. Selbst live erlebt: Die Patientin liegt fast 3 Stunden in ihrem Kot, bis endlich auf Drängen ihres Besuchers eine Schwester kommt.
Häufig bei den täglichen Besuchen stinkt es in dem 3-Bett-Zimmer nach Scheiße.
Die Behandlung durch das Pflegepersonal ist sehr unterschiedlich; die meisten Schwestern sind freundlich bis neutral. Selten stellt sich jemand vor. Eine Kollegin (Name bekannt) unter ihnen maßregelt regelmäßig ihre Patienten und verlangt von der hier besprochenen Patientin Dinge, die sie aufgrund ihres Schlaganfalls nicht kann. Ärztliche Auskünfte werden nur dann erteilt, wenn man (Angehörige) danach fragt. Die Patientin wird - bei klarem Verstand - nicht ausreichend oder gar nicht über bevorstehende diagnostische Maßnahmen informiert, sondern einfach kommentarlos abgeholt und weggekarrt. Nur kranke Menschen mit großem Überlebenswillen oder mit engagierten Angehörigen überleben in dieser Anstalt. Niemandem ist zu wünschen, hier zu landen. Lieber gleich tot.
Mit freundlichen Grüßen
M. Lamprecht, 12169 Steglitz (Angehörige)

