Für mich nicht hilfreich
- Pro:
- Die Jugendlichen
- Kontra:
- Krankheitsbild:
- Erfahrungsbericht:
-
Für mich war dieser Aufenthalt leider auch nicht sehr hilfreich.
Klinikregeln muss ich auch zustimmen werden nicht eingehalten, darauf sollte aufjedenfall mehr geachtet werden.
Wohngruppen sind natürlich die Lösung ....
Ich war froh als ich wieder zu Hause war und muss sagen das ich Zuhause einiges mehr schon geschafft habe als in meinem gesamten Aufenthalt.
Ich habe mich oft unverstanden und unter Druck gesetzt gefühlt.
Und ja aus meiner Sicht sollten Pädagogen einem Mut zusprechen was bei mir in einer Situation auch nicht der Fall war im Gegenteil, dieses hat mich sehr an mir zweifeln lassen was in dieser Situation für mich auch keinesfalls hilfreich war.
Ich würde mich nicht nochmal für diese Klinik entschieden.
Aber allen anderen wünsche ich viel Glück auf euren Weg das es euch mehr bringt.


2 Kommentare
Ich kann das gut nachvollziehen. Meine Nichte hat um dieselbe Zeit dort ähnliches erlebt und die ganze Familie sah kopfschüttelnd zu. Man muss sagen, dass sie in der Klinik damals ganz offensichtlich landunter hatten. Unter Stress ticken Menschen ja manchmal anders. Allerdings wäre es besser, mal sagen zu können "Ich habe keine Ahnung, was mit ihrem Kind los ist", als einfach vor sich hinzuwurschteln und irgendwas behaupten. Offenbar wurde die Fremdanamnese komplett übersprungen bzw. die Eltern haben einen Lebenslauf geschrieben und nie wieder was dazu gehört.
Es wunder mich, wie wenig die Klinik darüber nachdenkt, wie das Verhalten einzelner Mitarbeiter nach außen wirkt hat und wie es das Vertrauen der Familien in das Gesundheitssystem untergräbt. Vor Minderjährigen auch nur subtil gegen Eltern Stimmung zu machen, ohne deren Sichtweise einzuholen und sich als Erwachsene auf Augenhöhe zu begegnen, ist in der Tat ethisch fragwürdig, unprofessionell und vor allem kontraproduktiv. Ich habe im Jugendamt gearbeitet, da wäre das nach heutigen Standards undenkbar, auch wenn dort personell bei weitem nicht alles rosig ist.
Man fragt sich auch, wozu der "Freispruch der Familien" geschrieben wurde, wenn man so hört, was da von sich gegeben wurde.
Schade ist, dass Außenstehende kaum verstehen werden, was so ein unprofessionelles Verhalten in Familien auslösen kann und welche Nachwirkungen es hat. Das alles kommt ja noch auf eine ohnehin schon bestehende Krise obendrauf, wenn das Stresslevel in den Familien sowieso hoch ist. Es wäre sehr zu wünschen, dass in dieser Klinik inzwischen ein bisschen mehr Selbstreflexion eingesetzt hat.
Es gibt übrigens eine Ombudsstelle der DGKJP. Die lösen vermutlich keine akuten Probleme, aber man kann sie einbeziehen und informieren. Das wäre auch zu raten, wenn das Vertrauen so sehr beschädigt ist.