Ich bin mit Einweisung durch die Hausärztin mit Verdacht auf Lungenembolie in die Notaufnahme des St. Josefkrankenhaus geschickt worden.Nach relativ kurzer Wartezeit an der Anmeldung wurde mir eine Liege im Aufnahmeraum mit 5 weiteren Liegen zugewiesen.Relativ schnell erfolgte die Messung der Vitalwerte, EKG geschrieben, Sauerstoffsättigung ( 90%) überprüft,Zugang gelegt( au weia),Blut abgenommen.
Dann liegt man rum und wartet. Dann kommt irgendwann eine junge unerfahrene Assistenzärztin,die augenscheinlich überfordert ist.Auf der Suche nach einer möglichen Beinvenenthrombose wird Ultraschall gemacht,sie findet nichts. Mittlerweile ist es 16 Uhr vorbei,Diagnose immer noch offen,es muss ein CT der Lunge gemacht werden.Gegen 17 Uhr wiederholt der Oberarzt den Ultraschall,erklärt dabei der Assistenzärztin was wie wo zu sehen ist,er findet auch nichts,er macht eine Ultraschalluntersuchung vom Herz,alles unauffällig.Dann sagt er,dass es leider heute kein CT mehr geben wird,die "Kollegen seien speziell", was das auch immer heißt.Ich solle stationär bleiben zur Überwachung,da es wohl tatsächlich eine Lungenembolie sei auf Grund meiner Atemnot.Also ich gleich mit meiner privaten Zusatzversicherung an die Anmeldung 1+2 Bett +Chefarzt. Als ich endlich gegen 19 Uhr auf Station komme,ist das zwar ein 2 Bett Zimmer,sogar mit Toilette und Dusche im Zimmer, aber von Größe und Ausstattung höchstens 3,5x 5,5m. 2Betten plus Nachtisch- überfüllt.
Die Bettnachbarin nimmt mich gar nicht war, rotzt, spuckt,würgt,eklig,mich schüttelt es. Nach unruhiger Nacht ( nachts um 1 wird der Nachbarin unter vollem Zimmerlicht eine Bluttransfusion angehängt), warten aufs CT. Um 9 heißt es "bald"- das ist dann um 12 soweit,gesichert Lungenembolie, zum Glück schon seit dem Abend zuvor 2x Heparin bekommen.Dann Verlegung auf die Privatstation,Zimmer mehr als doppelt so groß.
Das Pflegepersonal nett,überlastet,deutsch muss gelernt werden.Ärtze überfordert,Befunde nicht im System.Zum Glück wieder zuhause
1 Kommentar
Vielen Dank, dass Sie Ihre Erfahrung schildern. Es tut mir leid, dass der Termin für Sie nicht zufriedenstellend verlaufen ist. Ihre Hinweise zur aus Ihrer Sicht zu kurzen Anamnese, zu bereits ausgeschöpften Therapiemaßnahmen sowie zur Einschätzung der bildgebenden Befunde nehme ich ernst.
Aus medizinischer Sicht ist es nachvollziehbar, dass erneut konservative Maßnahmen wie Physiotherapie oder Akupunktur empfohlen wurden, da Ihre Bildgebung keine eindeutige Operationsindikation zeigt. Auch der Hinweis auf die begrenzte Wirkdauer einer Facettendenervierung ohne bildmorphologische Veränderungen oder diagnostischer Infiltration zur Ermittlung des Schmerzfokus ist aus fachlicher Sicht korrekt und weltweit durch Fachanalysen bestätigt – insbesondere im Rahmen der erneuten Begutachtung Ihres Befundes, Bilder, und geäusserten Symptome können diese nicht wirksam durch die gewünschte Verfahrenstechnik verbessert werden und muss dementsprechend scheitern. Vor diesem Hintergrund konnte Ihrem Wunsch nach einem interventionellen Eingriff ohne klare medizinische Indikation und ohne nachhaltiges Ziel nicht entsprochen werden. Dies führte – im Beisein Ihrer Frau – zu einer für Sie unbefriedigenden Verabschiedung, die mir deshalb in Erinnerung geblieben ist, weil der geäußerte OP-Wunsch die Anamnese und die klinische Untersuchung überlagerte und die Kommunikation erschwerte.
Gerade die Ablehnung bestimmter Verfahren oder nicht zielgerichtete Wünsche, die medizinisch nicht sinnvoll oder nicht wirksam erscheinen, gehört zu meiner tief empfundenen Verantwortung gegenüber meinen Patientinnen und Patienten. Wenn konservative Maßnahmen noch nicht ausgeschöpft sind und keine eindeutigen morphologischen Veränderungen vorliegen, ist ein operatives Vorgehen nicht angezeigt. Eine Operation stellt immer das letzte Mittel dar, wenn alle anderen Optionen keine Besserung bringen.
Selbstverständlich kann es unterschiedliche fachliche Einschätzungen geben. Deshalb habe ich – wie in solchen Situationen üblich – ausdrücklich zur Einholung einer zweiten Meinung geraten.
Ich hoffe sehr, dass sich Ihre Beschwerden durch weitere konservative Maßnahmen, einschließlich osteopathischer Behandlungen, bessern und letztlich keine Intervention notwendig wird. In vielen Fällen lässt sich so eine Behandlungsspirale mit möglichen Folgeeingriffen vermeiden, die ein Grund dafür ist, dass Wirbelsäulenchirurgie in der öffentlichen Wahrnehmung oft kritis