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Bewertung von Loki2 am 31.10.2019
Titel: "Eher nichts für Borderliner"
Erfahrungsbericht: "Haus Feldberg, Station 6.

Ich kam mit großen Erwartungen in diese Klinik, da diese einen sehr guten Ruf hat. Ich bin jedoch schon recht bald bitter enttäuscht worden.

Zwar ist das Ambiente wunderschön, das Essen ist frisch, lecker und abwechslungsreich und ca. 80% der Pfleger sind wirklich super, sehr qualifiziert.

Allerdings kann das nicht mehr die zwischenmenschliche Behandlung aufwerten, die mir vor allem von meiner Therapeutin Frau K.-F. und dem Oberarzt, Herr Dr. P. zuteil wurde.

Ohne sich wirklich mit mir als Person auseinandergesetzt zu haben, wurde wild mit Diagnosen herumgeschmissen. Ich leide an einer BPS, mir wurde aufgrund "leichter Kränkbarkeit" (resultierend aus Mobbing und einem entwertenden Umfeld als Kind) eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Offensichtlich ist dieser Psychologe nicht in der Lage Persönlichkeitsanteile von einer Persönlichkeitsstörung zu unterscheiden.

Jede meiner Anregungen und Kritik im Umgang mit mir wurde mir im Mund herumgedreht oder so auf meine Borderline Erkrankung geschoben, dass Arzt und Therapeutin ja keine Kritik an sich heranlassen mussten.
Dabei lassen es sich die Ärzte nicht nehmen um einen "abzuwatschen" zu mehreren wie bei einem Tribunal mit versteinerten und vorwurfsvollen Mienen vor einem zu sitzen. Während meiner ganzen Zeit dort fiel kein einziges konstruktives Wort, keine Motivation, nichts Positives. Nichtmal ein Lächeln bringt der Herr Oberarzt zustande wenn man zu ihm in die Visite kommt.

Meine distanzierte Therapeutin absolut NICHTS getan um irgendwie meine Sympathie und mein Vertrauen zu gewinnen.

Der Gebrauch meines Bedarfsmedikaments wurde mir zum Vorwurf gemacht.

Dann wird mir gesagt, sollte ich Schneidedruck oder Ähnliches haben, soll ich sofort zur Pflege kommen. Im Entlassbrief stand dann, dass ich die Pflege zu viel in Anspruch genommen hätte und quasi unselbstständig wäre.

Nicht jeder Borderliner braucht harte Strenge. Ich bin eine von denen bei denen es mehr mit Empathie und Einfühlungsvermögen funktioniert und nicht mit dem Zerschlagen meiner Autonomie.
Ich konnte 3 mal nicht zum Essen erscheinen. Im Bericht stand ich könne mich nicht an Regeln halten und erschien angeblich nie zu Therapien. Unfassbar diese Mentalität dort.

Wochenplan sehr unübersichtlich gestaltet. Muss man sich selbst zusammenstückeln aus Zetteln, Plänen und Aushängen. Fürchterlich.

Man wird gezwungen bei jedem Essen zu beten."


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