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Bewertung von IntoEternity23 am 25.03.2009
Titel: "Nicht zu empfehlen für Anorexie-Patienten"
Erfahrungsbericht: "Ich war vom 28.1. - 11.3. in der Klinik. Glücklicherweise habe ich vor meiner Anreise nur die positiven Bewertungen über die Klinik gelesen sonst wäre ich wohl nicht hingefahren. Leider haben sich die negativen Bewertungen hier bestätigt.

Das Personal dort ist durchweg sehr nett, wenn auch in vielen Situationen leicht überfordert. Meine Therapeutin Frau Lenz war unglaublich gut und kompetent und mit ihr habe ich sehr viel erreicht. Für sie würde ich auch wieder in die Klinik fahren, aber ansonsten kann ich von dieser Klinik nur abraten.

Ich bin unter anderem wegen meiner Anorexie in die Klinik gekommen und dort haben sie es durch ein volles Sportprogramm (ich habe ungefähr 10 Sportangebote gehabt pro Woche), dass ich mit noch mehr Untergewicht entlassen werde als ich gekommen bin. Das vegetarische Essen hat dazu auch seinen Teil geleistet, denn es ist echt ein schlechter Witz, wenn man als volle Mahlzeit 10 (!) Tortellinis vorgesetzt bekommt. Zudem habe ich auf meine Bitte hin, dass ich abends gerne Frischkäse hätte, da ich keinen Käse esse, 0,1% haltigen Frischkäse bekommen, was bei einer Anorexie wirklich sinnvoll ist. Zudem bestand das vegetarische Essen an drei von sieben Tagen aus Blumenkohl in jeglicher Form. Zudem gibt es morgens keine Säfte und bis auf Bananen und Äpfel, die frisch sind, gibt es nur Obst aus der Dose. Auch war es der Küche nicht möglich, mir als Zwischenmahlzeit einen Joghurt zu besorgen, der keine Gelatine enthält. Daher habe ich mir Joghurt, frisches Obst, Säfte und Frischkäse selbst besorgt und mit zum Essen genommen.

In der Lehrküche, die ich nur drei mal hatte, habe ich gelernt, wie ich professionell Reduktionskost kochen lernen, was kontrainduziert ist, aber die Diätassistentin ist auf meine Einwände diesbezüglich leider nicht wirklich auf mich eingegangen. Mal davon abgesehen, dass eine solche Kochgruppe therapeutisch angeleitet werden sollte.

Die Gruppentherapien könnten jedem Patienten etwas bringen, wenn nicht fast jede Woche die Mitglieder wechseln würden. Denn leider sieht das Konzept der Klinik nicht vor, dass es feste Gruppen gibt, sondern es kommen ständig neue dazu, was es einfach schwer macht, ein Gruppengefühl zu entwickeln, das wichtig für intensive Arbeit ist.

Es ist schade, dass die Cafeteria so selten geöffnet hat und der MTT-Raum am Wochenende geschlossen ist, weil das Freizeitangebot der Klinik selbst ist nicht ganz so üppig. Aber die Ausflugsfahrten alle zwei Wochen lohnen sich wirklich.

Was ich auch als sehr befremdlich empfunden habe, war, dass mein Behandlungsplan völlig überfüllt war mit ca. 24 Terminen pro Woche, so dass ich kaum Zeit für mich hatte. Das hatte ich mir von dem Aufenthalt aber erhofft, da ich nicht nur an meiner Essstörung arbeiten wollte, sondern auch etwas gegen die totale Erschöpfung machen sollte.

Alles in allem habe ich durch meine Einzeltherapie viel für mich mitnehmen können, aber ansonsten konnte ich keines meiner Ziele wie z.B. Gewichtszunahme, Zeit für mich, Essensplan für Zuhause, allgemeiner Strukturplan für Zuhause usw. erreichen.

Ich kann die Klinik für Esstörungspatienten mit Magersucht nicht weiter empfehlen."


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