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Klinik Lüneburger Heide

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Am Klaubusch 21
29549 Bad Bevensen
Niedersachsen

10 von 12 Nutzern würden diese Klinik empfehlen
Gesamtzufriedenheit
recht gute Erfahrung
Qualität der Beratung
recht gute Beratung
Medizinische Behandlung
recht gute Behandlung
Verwaltung und Abläufe
recht gute Organisation
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Wirkliches Kompetenzzentrum

Klinischer Fachbereich: Kind/Jugend-Psych.
  |  berichtet als Angehöriger eines Patienten   |   Jahr der Behandlung: 2013   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungzufrieden
Medizinische Behandlung:
recht gute Erfahrungzufrieden (im Bereich der Anorexie sehr gut, im allgemeinen Bereich durch Sprachprobleme schwierig,)
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Pro:
Einfühlsamer, freundlicher und bestimmter Umgang mit Patienten
Kontra:
Krankheitsbild:
Anorexie
Privatpatient:
ja
Erfahrungsbericht:

Unsere Tochter war für 3,5 Monate wegen Magersucht in dieser Klinik. Wir können sowohl die medizinische als auch die psychologische Betreuung nicht genug loben. Auch die "Diätis" haben ausgesprochen kompetent und flexibel auf die Fragen und Probleme unseres Kindes reagiert und haben sich einfühlsam mit ihnen auseinandergesetzt.
Wir als Eltern wurden auf Wunsch immer in den Heilungsprozess unserer Tochter mit einbezogen. Dazu dienten sogenannte "Familiengespräche".
Die Klinik hat uns allen gut getan und ich hoffe, dass das dort vermittelte Wissen und die Erfahrungen mit sich selbst bei unserer Tochter ausreichen, um konstruktiv und nachhaltig mit der Krankheit fertig zu werden. Die Grundlagen wurden jedenfalls dort gelegt.

ADHS-Agresivität

Klinischer Fachbereich: Psychiatrie
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2013   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Medizinische Behandlung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Pro:
Kontra:
Krankheitsbild:
ADHS
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Die klinik ist für ADHS Kranke eine gute Klinik, ich war dort acht wochen und bin sehr zufrieden mit allem.

Eine gute Grundlage

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2006   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Medizinische Behandlung:
recht gute Erfahrungzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungweniger zufrieden
Pro:
Gute Therapie und Behandlung
Kontra:
Weiterbehandlung nicht sichergestellt
Krankheitsbild:
ADHS
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Ich fand die Klinik sehr gut, und obwohl ich nur wenige Wochen dort war, hat sich der positive Effekt auch ohne Weiterbehandlung noch 2 Jahre gehalten.

Besonders die Gruppentherapie und die Familienaufstellung hat mir sehr geholfen, mehr über mich und meine Familie zu erfahren.
Auch Angebote die die Kunsttherapie hat mir sehr gut getan, weil ich Wege für mich fand Gefühle in Bildern auszudrücken.
Die Sporttherapie war auch sehr gut, es kam trotz intensiver Behandlung zu keinen körperlichen Beschwerden dabei.

Besonders schön war der Kontakt zu den Mitpatienten, ich habe sehr viel dazugelernt im sozialen Bereich.
Das sich Patienten mobben, mehr oder weniger, ist überall so und wohl mehr eine Unart der Menschen an sich.

Das Essen war gut, auch wenn es teils zu Pannen kam (schimmeliges Brot, Plastikband im Essen, etc.) Aber in vertretbarem Ausmaß.

Die medizinische Versorgung war sehr gut, auch die Aufnahme-Untersuchungen waren sehr umfangreich. Die Behandlung insgesamt war gut organisiert.

Die Räumlichkeiten hatten wenig von einer Klinik, mehr von einem Hotel (war mal eins nehme ich an) und waren sehr angenehm.

Besonders wichtig finde ich, das ich mich dort zum ersten und bisher letzen Mal von den Behandlern ernst genommen gefühlt habe. Für den Fachbereich ADHS war es damals ein sehr kompetentes Team.

Sehr schön ist aber auch die Lager der Klinik, Bad Bevensen selbst, sowie das Umland.

Wirklich negative Erfahrungen habe ich nur mit der Verwaltung gemacht.

Ein schwerer Kritikpunkt aber: Es wurde keine therapeutische Nachbehandlung sichergestellt, was eigentlich enorm wichtig ist.

Dazu muss ich sagen, das ich wenig Ansprüche an Essen & Räumlichkeit stelle, aber sehr hohe an die Behandlung und das soziale Gefüge.
Da mir die Klinik als negativ denkendem Menschen aber sehr positiv in Erinnerung blieb, denke ich das es sehr gut ist, und ich würde jeder Zeit wieder gerne in diese Klinik gehen.

Im Detail weiß ich aber nur noch wenig, weil es schon 7 Jahre her ist.

Die Gruppe der Mitpatienten hilft es den einzelnen sich und die Krankheit anzunehmen

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Angehöriger eines Patienten   |   Jahr der Behandlung: 2013   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Medizinische Behandlung:
recht gute Erfahrungweniger zufrieden (trotz Auffälligkeiten nur Blutuntersuchungen zu Beginn)
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Pro:
positive souveräne Grundeinstellung der gesamten Klinik, "Kunsttherapie"
Kontra:
Krankheitsbild:
Anorexie
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Ich bin als Vater einer magersü. Tochter von 13 Jahren, inzw. 14 Jahren auf diese Seite gestoßen und viele informative Kommentare haben uns als Eltern die schwierige Entscheidung zu einem Klinikaufenthalt in BB für unsere Tochter etwas erleichtert.
Unsere Tochter war 7Wo. in der Klinik und sie ist gesünder als vorher, hat aber die Krankheit sicherlich noch nicht überwunden.
Wichtig für alle, die überlegen sich auf das Konzept der Klinik einzulassen.
Entscheidend ist die Hilfe durch die Gruppe (Mitpat. und Gruppentherapie), wer sich viel Einzelthe. wünscht ist in dieser Klinik falsch.

Der Gesamteindruck der Klinik ist hell, freundlich, mehr Kur als Klinik.
Als Angeh. hat man nicht das Gefühl zu stören und kann sich mit der Zeit ohne Hemmungen in der Cafeteria oder im Garten aufhalten.
Die Therap.,sowie alle anderen Mitarb. sind sehr freundlich,nett und offen.Man merkt,dass sie sich sehr um die Patienten bemühen.

Welche Angebote unserer T. geholfen haben wieder strukturiert zu essen, ohne der ständigen Angst des Zunehmens kann ich nicht sagen, aber ich denke es ist auf der einen Seite der Wunsch wieder ins normale Leben zurückzukehren,(sie hatte leider sehr starkes Heimweh), auf der anderen Seite die klaren Regeln. Wer zunimmt darf mehr unternehmen, z. Bsp. freies Essen,Stadtbesuche e.t.c., wer abnimmt hat nur Nachteile.
Vom modernen Menschenbild betrachtet, finde ich solche "Erpressungen" "doof", aber eine psychos. Krankheit ist halt nicht an unser normales Leben angepast.
Unsere Tochter war in der Urlaubszeit in der Klinik, dadurch war die Organisation der Betreuung leider doch sehr chaotisch, eine Woche Therapie bei einer Psycho., die nächste Woche bei einer anderen.
Die Oberärztin ist sicher ein besonderer Mensch und hört lieber sich reden als andere, aber sie wirkt dabei auch kompetent und ist mit der notwendigen Leidenschaft bei ihrer Arbeit. Mir konnte Sie viele Dinge sehr gut erklären, unsere T. fand sie zu dominant.

Für andere Angeh. noch ein Rat zu einem etwas untypischen Konzept der Klinik. Sollte man ein Gespräch wünschen, unbed. immer wieder zeitnah danach fragen, es ist nicht so, daß die Termine vorgegeben werden, sondern man muss sich immer selbst drum kümmern.
Super ist das Angebot per Mail oder Telefon im Kontakt zu bleiben

Die Sicherheit, es nicht allein schaffen zu müssen

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2007-2010   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Qualität der Beratung:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Medizinische Behandlung:
weniger gute Erfahrungsehr zufrieden
Verwaltung und Abläufe:
weniger gute Erfahrungsehr zufrieden
Pro:
individuell, persönlich, offen, Kunsträume, Service!, Gegend
Kontra:
Manchmal muss man erst eine Entscheidung getroffen haben, um hier richtig anfangen zu können.
Krankheitsbild:
Anorexie, Bulimie, Borderline
Erfahrungsbericht:

Hallo,

3 Aufenthalte und die Gewissheit auch nach Jahren noch nicht vergessen zu sein. Das ist für mich die KLH.

Vorweg:
Die Ausstattung ist eine der besten, die ich in einer Klinik oder Ähnlichem je gesehen habe. Meist sind es DZ. (und entgegen allen Unmutes, ist das auch meist ganz gut so - finde ich mittlerweile) EZ gibt es natürlich auch. Sogar die Möglichkeit mit Kind anzureisen. Kurort BB ist ganz hübsch, sehr hoher Altersdurchschnitt. ;) Und das Schönste ist die Natur. Egal in welcher Jahreszeit. Na ja, wenn das passende Gewicht da ist...

Der Stufenplan der Klinik ist sinnig. Manchmal nervtötend und ärgerlich. Aber durch das offene Konzept, den Austausch der Patienten untereinander und die Gespräche mit den (ja meist) sehr kompetenten Beratern, erträgt man auch die Kämpfe leichter.
Für mich war die Klinik eine Zeit ein Aufenthaltsort, von dem ich zumindest nicht permanent fliehen wollte. Bemerkt habe ich das allerdings erst im Laufe der Zeit dort. Und die sollte man sich in BB geben. Im Endeffekt hätte ich nichts besseres tun können. Durch die Nachsorge in UE bin ich die Bulimie und das auto. aggr. Verhalten vollständig und die Anorexie beinahe los. Und. Ich weiß nun, wie es funktioniert.
Wem es gelingt, sich auf das Konzept einzulassen und wer beginnt mit der ständigen Selbstvera****e aufzuhören, kann es hier vllt schaffen, zumindest mal in die Karte zu gucken.

Die KLH bietet eine enge, aber dennoch freie Betreuung. Die Möglichkeit nichts zu ändern, bleibt hier jedem offen. Letzten Endes. Und manchmal. Da geht es einfach wirklich um Leben oder Sterben.
Und jeden Tag geht es um Abgrenzung. Immer auf ein Neues.

Viel Erfolg!

Sehr gute und erfahrene Klinik !

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2011/2012   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Medizinische Behandlung:
recht gute Erfahrungzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungzufrieden
Pro:
gutes Konzept,nette Leute,schöne Lage,Erfahrungen
Kontra:
Krankheitsbild:
Anorexie
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Ich war von 2011-2012 für 7 Monate auch in dieser Klinik und kann sie echt nur weiterempfehlen. Mir hat sie damals mit ihrem wirklich guten,strukturierten und vielseitigem Therapieprogramm sehr geholfen aus meiner kritischen Phase wieder heraus zu kommen.
Auf dem Therapieprogramm stand u.a. pro Woche 2x Kunsttherapie,1xEinzelgespräch,4xBasisgruppentherapie,1xKörpertherapie, täglich Mittagsessrunde und manchmal Esspsychotherapie. Zudem gab es immer Abends Angebote, wie zB alle möglichen Bastelangebote und Tanztherapie,die mir persönlich ganz besonders gut gefallen hat. Außerdem gibt es die Elternintensivwochen,für die Ehemaligen die Refresherwochen und den Samstagsbrunch 2mal im Jahr.
Die Therapeuten,sowie alle anderen Mitarbeiter sind sehr freundlich,nett und offen.Man merkt,dass sie sich sehr um einen bemühen. Wenn es einem nicht gut geht kann man immer zu ihnen gehen und sie haben immer ein offenes Ohr für einen!

Bei der Aufnahme spricht man mit den EFs einen individuellen Essensplan ab.Man kann seine Mahlzeiten selber einteilen (es gibt frühstück,mittag,kaffee und abendessen; individuell noch 2.frühstück und spätmahlzeit) und selber bestimmen,was man wann essen möchte. Es ist sehr viel Auswahl vorhanden,welches super lecker war :). Am Anfang ist man noch komplett im betreuten Essen mit Tellerservice&Co. Mit der Zeit kann man dann immer mehr aus diesem betreuten Essen Schritt für Schritt rauskommen, bis man dann irgendwann im Speisesaal komplett ohne Betreuung essen kann.

Die Klinik an sich ist sehr schön,modern und hell, die Zimmer sind sehr schön eingerichtet und auch die Lage der Klinik direkt am Wald ist sehr schön.

Mir gefiel es in der Klinik super,ich habe dort viele neue,einzigartige Erfahrungen machen dürfen, bin auf viele nette Menschen getroffen,habe mich dort wohl gefühlt und so in den 7 Monaten sehr viel erreicht. Ich würde wirklich jedem die Klinik empfehlen!!!

Endlich Normal?

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2012   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Qualität der Beratung:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Medizinische Behandlung:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Pro:
Kontra:
Krankheitsbild:
Magersucht
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Ich war 1012 zum zweiten Mal in der KLH zur Behandlung meiner Essstörungen. Ich wusste genau, dass ich einen individuellen Essensplan brauche und zum Anfang die Betreuung durch die Ernährungsfachkräfte.Ich habe es geschafft Normalgewicht zu ereichen und kann nun endlich ein neues Leben beginnen. Vorallem die Schwestern haben immer ein offenes Ohr für einen. Klar kommt man manchemal zu kurt, wenn z.B. viele "Härtefälle" da sind.Vorallem die Kunsttherapie und die Körpertherapie haben mir geholfen.
Was man von der Oberärztin halten soll, bleibt jedem selbst überlassen.
Es kommt auch sehr darauf an, wie die Mitpatienten bzw. die Basisgruppe eingestellt sind.Wer hauptsächlich Einzeltherapie möchte ist in der KLH falsch.Man muss sich schon auf das Gruppenkonzept einlassen können.

gute Klinik bei Essstörungen, nur sehr kleiner ADS /ADHS bereich..

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2012   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Qualität der Beratung:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Medizinische Behandlung:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
weniger gute Erfahrungweniger zufrieden
Pro:
Kontra:
Krankheitsbild:
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Ich war ein halbes Jahr in der KLH wegen einer Essstörung und fand den Aufenthalt rückblickend sehr wichtig für mich.
Ich würde die Klinik eher bei Essstörungen empfehlen, soll heißen: der ADS/ADHS bereich ist sehr klein (meistens 3-10 Patienten), auch wenn die Klinik gute Ärzte hat, die eig speziell auf diesen ereich spezialisiert sind.
Zudem kann ich mir vorstellen, dass es für ADS-patienten auch belastend sein kann, wenn sie als doch meist erwachsene die ganzen recht jungen patienten aus dem anderen bereich um sich haben. Aber genau kann ich das nun nicht beurteilen.
Nun weiter:
Die Zimmer sind in ordnung und werden mit je 2 Leuten belegt, sie werden täglich gesäubert und man kann es sich ruhig häusslich machen.
Es gibt 4 feste Esszeiten (früh, mittag, kuchen, abend) plus variabel noch 2 (2. früh und spät). Der Essensplan wir dam Anfang erstellt und kann mit der Zeit geändert werden. Das essen schmeckt gut, es gibt auch veganes essen nach absprache.
Die Regeln im Algemeinen sind streng, was ja aber auch sein muss, schließlich befindet man sich in einer Klinik.
Es gibt zahlreiche nachmittagsbeschäftigungen, wie basteln, chor...
Wozu man sagen muss, dass dieses Programm doch auch eher für jüngere Patienten ausgelegt ist.
Zur Therapie: es gibt 2einheiten Kunsttherapie die woche, eine Einhait einzelth., ich glaube es waren 4 mal gruppenthera und noch körpertheraoie einmal die woche und esstherapie immer mal wieder.

Allgemein muss man sagen, dass eine Klinik einem nur etwas bringt, wenn man bereit ist gesund zu werden und sich auf das Programm einzulassen. Vielleicht kann man auch sagen, dass man so weit sein muss. Ich war so weit, und mir hat der Aufenthalt und mein guter Therapeut dort sehr viel gebracht. Ich kenne aber auch genügend mädchen, die die zeit dort eher absitzen wollen, ich denke, hart aber wahr, dass kann man auch zu hause.
Wenn man dort ist, muss man akzeptieren, dass es eine Klinik ist und es eine menge regeln gibt, wenn man sie einhält und sich lernt zu öffnen, kann man dort um einiges gesünder wieder rausgehen.

keine Ahnung von ADHS

Klinischer Fachbereich: Psychiatrie
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2007   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
schlechte Erfahrungunzufrieden (sehr schlechte Stimmung bei den Mitarbeitern)
Qualität der Beratung:
schlechte Erfahrungunzufrieden (sehr schlecht)
Medizinische Behandlung:
schlechte Erfahrungunzufrieden (absolut schlecht)
Verwaltung und Abläufe:
schlechte Erfahrungunzufrieden (schlecht)
Pro:
schöne Gegend
Kontra:
verstehen nichts von ADHS
Krankheitsbild:
ADHS und Nebenerkrankungen
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Das Zimmer war OK, die med. Leistungen waren schlecht, das Essen war durchschnittlich, Diensleistungen gab es keine, ständig haben die Therapeuten gewechselt, es wurden alle gleich behandelt egal welche Erkrankungen oder "Nichterkrankungen" vorlagen, ADHS Patienten habe ich 2 kennengelernt die anderen hatten irgend etwas aber kein mit Sicherheit kein ADHS wurden aber so behandelt, die Klinik nennt sich Spezialklinik für ADHS was sehr witzig ist!!!!

Förderndes Konzept und freundliche Begleitung

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2011   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Medizinische Behandlung:
recht gute Erfahrungzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Pro:
Organisation, Mitpatienten, Zusammenarbeit der Fachkräfte
Kontra:
pathetisches Klima, Mißtrauen
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Auf die KLH wurde ich durch eine Psychiaterin aus meiner Stadt, die sie mir empfohlen hat, aufmerksam geworden. Obwohl ich zuvor und danach mit keiner anderen Spezialklinik für Essstörungen Erfahrung gemacht habe, kann ich Frau Doktor zustimmen- es ist die beste Klinik, die es geben könnte.
Im Gegensatz zu anderen, die einen Bericht abgegeben haben, habe ich ein klar definiertes, auf die Patientenbedürfnisse zugeschnittenes Konzept vorgefunden, das fordert, aber auch fördert. Der Verlauf der Esstherapie geht parallel mit der Entwicklung der Patienten zusammen, bietet Erfolgserlebnisse und Beratungsmöglichkeiten. Auch die psychologische Betreuung knüpft an diese an und begleitet Anorexiekranke bei der Wiederernährung. Zusätzlich wird die Genese der Krankheit vertieft und auch aktuelle Probleme dürfen besprochen werden.
Das Setting ermöglicht scheuen und in sich verschloßenen Menschen auf andere zuzugehen. Überwindung der eigenen Angst oder sonstigen Blokaden wird von den Mitpatienten sowie dem Personal sofort gesehen und anerkannt. Da die Klinik keine große ist, entsteht unter den dort anwesenden eine geradezu familiäre Atmosphäre. Mich hat erstaunt, wie gut alle einander kennen und sich gegenseitig gutes Feetback geben.
Die Ordnung der KLH und besonders deren Umsetzung hat etwas propagandaartiges in sich, vielleicht unter dem Einfluss von der sehr charismatischen Chefärztin. Obwohl andere sie jedoch als beleidigend ansehen, denke ich, dass man mit einer Prise Distanz auch aus ihrem Power-Input etwas für sich schöpfen kann.
Rein äußerlich ist die Unterkunft und Versorgung zufriedenstellend. Einen besonderen Lob verdient das Küchenpersonal für perfektes Management und gutes Essen.
Aus der Perspektive einer Anorexiepatientin konnte ich feststellen, dass die Klinik sowohl schwerkranken Magersüchtigen einen Einstieg in die Genesung als auch Personen im besseren Zustand Hilfe bei ihren Problemen und Hinweise garantiert.
Trotzdem werden auch die rückfällig gewordenen Patienten gerne wieder aufgenommen und die Therapie wird weitergeführt.

Eine Erfahrung, die wir unserer Tochter und uns gern erspart hätten

Klinischer Fachbereich: Kind/Jugend-Psych.
  |  berichtet als Angehöriger eines Patienten   |   Jahr der Behandlung: 2010   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Qualität der Beratung:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Medizinische Behandlung:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
schlechte Erfahrungweniger zufrieden
Pro:
Behagliche Zimmer, schön gelegen, netter Speisesaal, gute Kunsttherapie
Kontra:
Alles auf die Ärztin zugeschnitten, ist sie nicht da, klappt fast nichts
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Auf Anraten einer Beratungsstelle brachten wir unsere Tochter in dieser Klinik unter. Zwar hatte sie zugenommen, aber keinerlei fundierte psychologische Betreuung, die es ihr ermöglichte, ihre Probleme zu lösen bzw. mit ihnen umzugehen und ein positives Selbstbild zu entwickeln, erhalten. Wir mussten einsehen, daß der Aufenthalt, besonders die Art und Weise wie die verantwortliche Ärztin mit unserer Tochter umging, die ganze Symptomatik nur verschlimmerte. Schwierige Probleme wurden ins Lächerliche gezogen, man schenkte ihren Schilderungen keinen Glauben und drehte alles so, daß Klinik und Mitarbeiter gut da standen. Dies hatte für unsere Tochter fatale Folgen, daß kaum vorhandene Selbstwertgefühl wurde noch weiter untergraben. Ich könnte hier einen Roman schreiben: Über Eltern, die nicht wahrgenommen werden (spricht man etwas an, landet man in der Schublade "überfürsorglich"); über Familiengespräche, die weder Struktur noch Ziel haben; über medizinische Probleme, über die man als Eltern nicht informiert wird; über völlige Fehleinschätzungen; über Absprachen, die nicht eingehalten werden und über Selbstherrlichkeit der Ärzte. Fairer Weise muss ich sagen, daß unsere Tochter zu einer Zeit Patientin war, in der es viele sehr kranke Patienten und zu wenig Personal gab. Wir waren nicht überrascht, daß die Situation anschließend zu Hause fast schlimmer war als vorher. Mittlerweile haben wir unsere Tochter in einer anderen Einrichtung untergebracht und erfahren, daß es auch ganz anders geht: Wertschätzung von Patient u. Angehörigen, Erkennen u. Aufarbeiten von Problematiken, Ausbau von Stärken, Arbeiten an persönlichen Schwächen, Aufbau von Selbstwertgefühl, individuelle Betreuung durch engagierte Therapeuten, ein ausgefeiltes Konzept. Es gibt Patienten, denen in BB geholfen wird, für uns war es eine Fehlentscheidung mit schwerwiegenden Folgen! Warum haben wir das zugelassen? Weil wir völlig verzweifelt waren und den "Experten" vertraut haben - passiert uns nicht wieder!

4 Kommentare

sucht am 14.09.2011

Hallo, ich welche klinik haben sie ihre Tochter gebracht, wo es besser ist?

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ich würde nochmal hingehen

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2009   |  BenutzerempfehlungEmpfehlung
Gesamtzufriedenheit:
weniger gute Erfahrungzufrieden (ich bin gesund geworden)
Qualität der Beratung:
weniger gute Erfahrungzufrieden (Maßnahmen wurden erklärt)
Medizinische Behandlung:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
weniger gute Erfahrungweniger zufrieden
Pro:
nette Mitpatienten aus den anderen Bereichen
Kontra:
verletzende kommentare von Wülei
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Als ich dorthin kam, war ich vorher schon in anderen Kliniken gewesen und hatte sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
Ich hatte Magersucht und ich habe erbrochen. Meine Motivation war anfangs die gewesen, aus der vorherigen Klinik wegzukommen. Ich hatte mich auch selbstverletzt und stand unter sehr starken Medikamenten. Ich hatte anfangs dadurch wenig gute Gefühle und trotzdem war das ganze Team nett zu mir. ich glaube persönlich, daß es keine Klinik gibt, die annähernd perfekt ist und eine Behandlung gegen Magersucht kann dem Patienten niemals gefallen- das liegt an der Störung selbst. Aber trotzdem gibt es Unterschiede wie es einem gefällt. Mir hat es insgesamt gefallen.Und Folgendes hat mir geholfen:mein Therapeut war für mich passend - mir wurden Maßnahmen von ihm erklärt nachdem ich ihm gesagt habe, daß ich unsinnige Regeln boykottieren würde.
Entscheidend waren auch die ADHSler, da sie oft etwas unternommen haben oder auch Adipositaspatienten, da sie mich mitgenommen haben, sobald ich durfte.
Für mich war die menschliche Komponente, die die Mitpatienten, mein Therapeut und die Schwestern vermittelt haben entscheidend.
Nur dadurch habe ich auch die Dinge ausgehalten, die mich sehr gestresst haben, z.B. die Mittagsrunde und die verletzenden Kommentare der Frau vom Chef, die die Essstörungsabteilung leitet. Ich bin gesund gegangen, aber ich mußte mich oft überwinden vorallem anfangs , mitzumachen und alle Regeln zu akzeptieren.
je gesünder ich wurde, umso einfacher und schöner war es dort.Ich war sicher eine ab und zu anstrengende Patientin und habe die Mitarbeiter gefordert, und das schöne war, daß ich trotzdem das Gefühl hatte, daß alles fair ist- also auch die Konsequenzen, wenn ich Mist gebaut habe.
Es war weder zu streng noch zu locker.
und sicherlich muß man mitarbeiten sonst bekommt man keine Unterstützung oder es wird gelästert über einen. Aber so ist es auch in anderen Kliniken.
Fazit: wer will, kann es dort schaffen, gesund zu werden (bei MS)

Sucht

Klinischer Fachbereich: Suchttherapie
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2009
Gesamtzufriedenheit:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Qualität der Beratung:
weniger gute Erfahrungweniger zufrieden
Medizinische Behandlung:
weniger gute Erfahrungzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
weniger gute Erfahrungweniger zufrieden
Pro:
Essen in der Gruppe
Kontra:
viel reden um den heißen Brei
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Hallo,

mein Besuch in der Klink liegt jetzt 1 1/2 Jahre zurück und dauerte insgesamt nur zwei Monate an! Grund meines Aufenthaltes war ein 10 Jahre anhaltende Essstörung im Wechsel zwischen Anorexi und Bulimie. Mein Resume aus diesem Klinikaufenthalt ist um es einfach zu sagen gut. Ich habe wieder gelernt regelmäßig zu essen und bestimmte erlernte Rituale in der Klinik beibehalten. Am Anfang sehr Strikt, inzwischen habe ich es um einiges aufgelockert und bin seid Beendigung meines Aufenthaltes frei von jeglichen Symptomen. Obwohl ich ein sehr unstrukturierter Mensch bin half es mir zu Beginn Regelmäßigkeiten einzuhalten und vor allem die Rezepte der Klinik nach zu kochen. Inzwischen koche ich frei oder aus jeglichen Kochbüchern und es funktioniert!!
Ein lob an die Diätassistentinnen, die sich tag täglich mit Essgestörten Verhalten auseinander setzen müssen.
Ein weiterer Grund meiner Genesung gilt sicherlich dem Austausch mit anderen Patientinnen.
Was mir allerdings gar nichts gebraucht hat oder mich
weniger vorangebracht hat waren die Gruppengespräche. Entweder bin ich nicht der Typ dafür oder ich hatte den falschen Therapeuten?!

Aus meiner Sich kann ich die Klinik nur empfehlen und allen raten nicht zu lange mit der Störung alleine zu bleiben!!

Viel Glück

einfach klasse!!

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2007
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Medizinische Behandlung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungzufrieden
Pro:
Kontra:
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Ich war vor etwa drei Jahren ambulanter Patient und bin heute noch dankbar für so viel Kompetenz, Engagement und überaus hilfreiche Betreuung des Teams!

Habe noch immer das sichere Gefühl, die bestmögliche Therapie bekommen zu haben, die man sich vorstellen kann.

Kompetenz für ADHSler

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2009
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Medizinische Behandlung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Pro:
Kontra:
Erfahrungsbericht:

Habe in dieser Klinik eine umfang- und abwechslungsreiche stationäre Therapie mit den Hintergründen ADHS und Depressionen durchgeführt. Im Rahmen dieses (mittlerweile 3 mal 12 Wochen) Aufenthaltes wurden neben allgemeinorientierter Gruppentherapien auch Kunst, Sport, und Verhaltenstherapien (in Hinblick auf sozialer Kompetenz durchgeführt - im Gruppen- sowie im Einzelrahmen).
In dieser Zeit konnte ich neben der durchgeführten Therapien auch mal zu mir selber kommen und meine eigenen Schwer- und Mittelpunkte finden.
Das Team dieser Klinik ist hochmotiviert und stets flexibel eingestellt um auf die Unbill der Patientenschaft differenziert eingehen zu können.
Zusätzlich muß ich erwähnen das die Therapeuten einschl. der Klinikleitung in der Lage waren, mir in einer meiner schlimmsten Lebensverwerfungen kompetent und menschlich zur Seite zu stehen und mit mir neue Perspektiven zu erarbeiten.
Für ADHSler ist diese Klinik nicht nur zu empfehlen sondern eigentlich als "muß" zu bezeichnen.
Natürlich ist es von entscheidener Wichtigkeit sich auch auf die angebotenen Therapieformen einzulassen, denn wer sich nicht einlassen will, nimmt anderen potentiellen Patienten den Platz weg.
P.S. Bekomme für diesen Bericht keine Tantiemen!

2 Kommentare

Woifi am 04.10.2010

Hallo!
Hier ist ein künftiger Patient aus Salzburg, Österreich.
Ich bin für Anfang November 2010 angemeldet und freue mich die selben Erfahrungen machen zu dürfen-können!

  • Alle Kommentare anzeigen

Für mich war es nichts

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2008
Gesamtzufriedenheit:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Qualität der Beratung:
schlechte Erfahrungunzufrieden (teilweise unverschämte Antworten)
Medizinische Behandlung:
schlechte Erfahrungweniger zufrieden (zu wenig Einzeltherapie, zu wenig individuelle Therapie)
Verwaltung und Abläufe:
schlechte Erfahrungunzufrieden (Kein Einblick in meinen Abschlussbericht!)
Pro:
angenehme Atmosphäre
Kontra:
kein klar erkennbares Konzept
Privatpatient:
ja
Erfahrungsbericht:

Am Anfang war ich recht angetan, doch das sollte sich bald ändern. Es gab keine wirkliche Einzeltherapie, was grade bei Psychischen Erkrankungen durchaus hilfreich ist. Hin und wieder hatte ich einen Termin beim Oberarzt. Ich war dort u.A. wegen Depression, ADHS und Abhängigkeiten. Über Adhs habe ich dort durch die Vorträge vor allem von Dr. Winkler sehr viel gelernt, das war aber auch schon Alles.
Mein Alkoholkonsum wurde sogut wie garnicht kontrolliert. Diverse Abende bin ich betrunken eingeschlafen. Die Depression, die damals alles überlagerte, wurde so gut wie garnicht behandelt.
Es war vom Gefühl eher wie in einem Ferienlager. Hatte eine schöne Zeit. Wie im Urlaub. Mit meinen Emotionen wurde ich die meiste Zeit alleine gelassen. Als ich mich emotional auf ein Mädchen einließ wurde ich als "Täter" abgestempelt und mir wurde nicht geholfen es zu bewältigen. Also habe ich es im Alkohol ertränkt. Die Verpflegung zu den Malzeiten war, gelinde gesagt, bescheiden. Kein Geschmack im Essen.
Auf Nachfrage hieß es dass die Patienten mit Essstörung wieder den Geschmack des puren Essens erlernen sollten. Für mich und Andere nicht essgestörte war es eine Qual, sodass wir gezwungen waren fast jeden Tag in der Stadt was essen zu gehen.
Das was mich aber am meisten geärgert hat und immer noch ärgert ist, dass mir auch im Nachhinein nicht gestattet wurde, Einblick in meinen Abschlussbericht zu nehmen. Ich war insgesamt in sechs verschiedenen Kliniken, aber sowas habe ich nirgendwo erlebt. Erst nach mehrmaligem Nachfragen (Hinterher telefonieren und E-Mails schreiben) bekam ich endlich einmal die Auskunft, dass die Klinik den Bericht nur an Ärzte oder sonstige Stellen schickt, jedoch nicht an den Patient selbst. Das finde ich echt eine Frechheit. Naja nach 4 Monaten hab ich ihn nun über Umwege in meinen Händen.
Nun war ich im Sommer 2009 in einer Klinik in Baden-Würtemberg und siehe da, man konnte mir helfen.
Dies setzt natürlich eine gewisse Kompetenz vorraus, die ich leider hier nicht vorfand.
Für Patienten mit Essstörung oder reinem Adhs kann ich die Klinik empfehlen, bei komplexeren Krankheitsbildern rate ich von ihr allerdings ab.
P.s. Tolle Schwestern, kompetent und freundlich, immer ein offenes Ohr. Ein Klarer Gewinn für die Klinik

1 Kommentar

daf64 am 21.12.2010

Ich denke Du warst dort einfach falsch. Du hättest eine Suchtklinik gebraucht mit einem sehr kleinen strukturierten Rahmen.

Ich würde wieder dort hin fahren

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2009
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Medizinische Behandlung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Pro:
War wirklich mit allem sehr zufrieden
Kontra:
Schlechter D1-Empfang(also nichts)
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Hallo,

ich war Patient in der Klinik Lüneburger Heide, Grundlage war ADHS mit daraus entstandenen Depressionen.

Ich fühlte mich vom Beginn an sehr wohl, hatte immer das Gefühl, ernst genommen zu werden und habe aus meinem Aufenthalt dort sehr viel gelernt und mitgenommen. Ich muss vorraus schicken, dass ich mir dort keinen "Urlaub" versprochen habe, sondern davon ausging, knallharte Arbeit vor mir zu haben.

Die Ärzte, Therapeuten und sonstige Klinikmitarbeiter waren eigentlich immer freundlich und zuvorkommend. Auch die Kompetenz kann ich im Nachhinein in keinster Weise anzweifeln.

Die einzige Kritik, die ich übe, war der unehrliche Umgang mit den Patienten, als eine der Psychologinnen die Klinik verlassen musste. Das hätte ich mir anders gewünscht.

Die Stimmung unter den Mitpatienten war zum grössten Teil gut. Natürlich kann es immer sein, dass man auch mal auf Menschen trifft, mit denen man selber nicht so gut kann, aber genau hier liegt dann auch ein Lösungsansatz.
Auch darf man ja nicht vergessen: jeder, der dort untergebracht ist, ist wegen psychischer Probleme da, und da sind Stimmungsschwankungen vorprogrammiert.
Man darf auch nicht vergessen, dass man, wenn man in einer Krise steckt, man nicht sofort erkennt, worin die Lösung durch das Therapieangebot liegen könnte.

Ich war insgesamt fast 10 Wochen dort, habe viele liebe Menschen kennengelernt, und es gab nicht einen Tag, an dem ich mich über das Essen beschweren konnte.

Mir hat der Aufenthalt dort sehr geholfen, ich würde jedem, der wirklich bereit ist, zu "ARBEITEN", diese Klinik mit dem besten Gewissen empfehlen.

Sehr kompetente Klinik

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2007
Gesamtzufriedenheit:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Qualität der Beratung:
recht gute Erfahrungsehr zufrieden
Medizinische Behandlung:
recht gute Erfahrungzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
recht gute Erfahrungzufrieden
Pro:
Sehr kompetente Therapeuten
Kontra:
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Siehe mein Bericht ( saddie76 )

Nur für Menschen geeignet die sich wirklich auf sowas einlassen können!

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Patient   |   Jahr der Behandlung: 2008
Gesamtzufriedenheit:
schlechte Erfahrungunzufrieden (Entsprach absolut nicht dem was einem Laut Internet alles versprochen wird!)
Qualität der Beratung:
schlechte Erfahrungunzufrieden (Auf Nahcfragen gibt es keine Antworten, man hat alles zu Akzeptieren sonst droht man einem mit Verlegung in die Psychiatrie!)
Medizinische Behandlung:
schlechte Erfahrungunzufrieden
Verwaltung und Abläufe:
schlechte Erfahrungweniger zufrieden (Die Frau in der vErwaltung war vorab recht Freundlich, daß muß man ihnen lassen!)
Pro:
Sehr schöne Gegend um die Klinik herum sowie schönes Klinik Gebäude!
Kontra:
Chefarzt und Oberärztin Dominieren!
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Hallo Taormin,

da ich durch Zufall auf diese Seite gestoßen bin, wollte ich mal Lesen ob es zu der Klinik Lüneburger Heide irgendwelche Berichte gibt, und natürlich ließ mich Dein Bericht keineswegs los, sondern ich laß ihn mit SEHR großem Interesse da ich selbst vor einem Jahr dort kurzzeitig in Behandlung war aber es nach etwas mehr als einer Woche abgebrochen habe weil ich diesem Druck nicht Standhielt. Und auch das man mich gehen ließ was ein sehr großer Kampf.

Ich kam wegen Magersucht und Borderline dorthin!

Mein geplanter Aufenthalt ging schon von Anfang negativ Los, es begann mit einem Telefonat mit dem Oberarzt wo er mir Bedenken äußerte mich für einen Hardcore Borderliner halten würde der eine ganze Station aufmischen könnte bzw. auf Krankenschwester usw. losgehen würde, nur dies bin ich absolut nicht, ich bin eher das Krasse gegenteil von dem was man mir anhing sein zu können, ich bin eins ehr ruhiger und zurückhaltender Mensch usw.

Aber nichts destotrotz machten wir uns auf den Weg nach Bad Bevensen, unterwegs bekamen wir dann noch einen Anruf das sie zur zeit kein Zimmer für mich hätten und der Chefarzt es wünschen würde das ich auf die Überwachungsstation käme für die ersten 1-2 Tage, angeblich läge es daran das ich erst aus dem normalen KH entlassen worden wäre weiß der Geier was, ich weiß es echt nicht und mag auch nicht mehr darüber nachdenken.

Dort angekommen, empfand alles eigentlich als angenehmes Klima, es sah schön aus, sauber usw. aber es fing schon mit der ärztlichen Aufnahme an ich fühlte mich vollkommen unverstanden von dem Arzt, mir wurden Sachen in den Mund gelegt die ich so keineswegs meinte. Dann hatte ich noch die Aufnahme bei dem Pflegepersonal aber auch dort fühlte ich mich irgendwie unwillkommen, ich kann es nicht beschreiben aber es war etwas da warum ich mich absolut unwohl fühlte. Und zum guten Schluß wurde mir mein kleines Reich gezeigt wo ich zu Dritt im Überwachungszimmer lag mit nem zusätzlichen Bett wo anderen Patienten jederzeit herein konnten wenn sie eine Kriese hatten, da alles nur mit einer Glasscheibe von außen war, fühltest Du dich wie im Schaukasten.

Ich bat meine Eltern mich wieder mitzunehmen (ich war da letzten Sommer 29 und wurde von meinen Eltern hingebracht weild ie Klinik über 600 km entfernt von meinem Wohnort ist) das ich ein ungutes Gefühl dort habe und nicht bleiben möchte, aber meine Eltern nahmen mich nicht mit, ich sollte es zumindest versuchen, ich heulte wie ein Schloßhund, die Krankenschwester hielt mich Fest damit ich ja nicht unserem Auto hinterherlief.

Und dann ging es auch schon gleich volles Programm los ich muß mit direkt ein den Tishc mit Essensgebleitung, dort saßen die ganzen extrem dünnen Magersüchtigen und ich mußte mit dazu, mußte Essen vor anderen was ich nicht gewöhnt war, ich ging raus weil ich es nicht aushielt.

Da kam dann die Diätassistentin hinterher und ich mußte etwas Essen, wenn ich dies nicht gegessen hätte dann hätte ich meine Kcal. mit Fresubin nachtrinken müssen.

Der nächste tag ging nicht viel besser weiter, ich durfte das Zimmer nicht verlassen, außer zum Essen und mir wurde ein essensplan erstellt mit 1500 kcal. was ich zu diesem Zeitpunkt nicht gewöhnt war, aber wirkliche Auswahl was ich Essen wollte hatte ich nicht, schlug ich vor das ich lieber sowas wie Schiken (roh ode rgekocht mag) sagte man mir: "Das ist Diätwurst, die können Sie Essen wenn sie wieder nromalgewichtig sind, aber nicht solange sie Untergewichtig sind". Hallo was ist daran Diätwurst auch als ich im übergewicht war mochte ich solche Wurst lieber als alles andere. Aber egal!

Auch weil ich es nicht schaffte vor bzw, mit den anderen gemeinsam zu Essen gab es Ärger, denn ich triftete Weg und war nicht mehr Ansprechbar, weil mich meine Angst in einen Schutzmechanismus steckte.

Aber auch dies war egal, ich mußte zu der Oberärztin ins Zimmer wo ich irgendwann Heulend zu mir kam: Dort schrie sie mich an, wie man denn darauf käme das ich in diese Klinik passen würde, ich würde keineswegs in dieses Konzept passen, ich wäre viel zu Psychiatrisch und würde eher in die geschlossene Psychiatrie gehören als dorthin. Auch rief sie bei meiner Mutter an mit dieser sie genauso umsprang, daß wenn ich mich nicht ändern würde sie mich weiter verlegen würden in die Psychiatrie und sie mich sofort abholen kommen sollten, da sagte ihnen meine Mutter nur das sie nicht mal eben 600 km. wieder fahren können weil sie dies auch Planen müßten. also bekam ich Karenzzeit und durfte als Ausnahme im Meddienst Essen bzw. in meinem Überwachsungszimmer wo alle paar Min. jemand schauen kam ob ich wirklich am Essen war, und aß ich zu langsam wurde ich angemault das es auch schneller gehen würde, auch weil ich meine kcal. zufuhr nicht schaffte versuchten sie mir immer wieder Fresubin einzutrichtern.

Ich durfte solange ich meine kcal. zahl nicht schaffte an keiner einzigen Gruppe teilnehmen, weil ich immer in denen ihren Augen hinterher hinkte. Aber 2 mal ließ man mich an der Magersuchtsgruppe Mittags teilhaben, und ich muß sagen das ist das Menschenunwürdigste was ir je Begegnet ist, jeder aber auch wirklich JEDER MUSSTE dort sein Gewicht nennen und was er in dieser Woche zu und abnahm, ich fand das so triggernd immer von den anderen zu hören was sie wogen, und verstand teilwese die welt nicht wenn da manche Patienten schon über 6 Monate da waren und bisher nichts zunahmen, meiner Ansicht nach konnten die doch nur Tricksen anders wäre dies nicht möglich gewesen.

Auch kam eines Mittags der ach so nette Chefarzt zu mir in das Überwachungszimmer und meinte doch ganz Nett ich sollte mir und ihnen doch mal eine Chance geben, als von mir wissen wollte was bei Borderline Dissoziieren bedeutet kam ich mir vollkommen verarscht vor, ich dachte sie als Ärzte kennen sich aus mit sowas und wissen das es Menschen gibt bei denen wenn sie unter extremer Anspannung stehen so etwas passieren kann. Aber nein stattdessen meinte er zu mir, daß er mich gern mal auf ADHS testen würde, da er denkt das dies bei mir eine Rolle mitspielen würde....! Danach hörte ich eifnach nur zu und ließ alles über mich ergehen was sie verlangten.

Nur ich durfte nichts, stand ich mal in dem Zimmer, kam eine Schwester rein das ich mich gefälligst setzen sollte, half ich meiner Zimmernachbarin ihren Rollstuhl zu schieben da sie nicht selbst laufen durfte wurde mir dies abgenommen weil ich ja kcal. verbennen könnte oder weiß der Geier was. Das Klinikgebäude durfte ich auch überhaupt nicht verlassen, fragte ich nach dem Grund, hieß es nur das sei bei ihnen eben eine Regel, auf Nachfrage was für eine Regel dies sei, kam dann nur das ist eben so fertig. Ich sollte einfach nur ausreichend essen dann wäre alles schon richtig. Nach knapp einer Woche hatte ich mein Psychologisches Aufnahmegespärch, dort wurde ich zum ERSTEN mal nach meinen persönlichen Bedürfnissen gefragt, aber auch wurde mir direkt nahe gelegt das ich mit meiner Vergangenheit und meinen Problemen nie in der Gruppe reden könnte (hatte ich auch nie vor, weil ich nicht vor anderen so reden kann), und auch das sie denkt das diese Klinik nicht das richtige für mich wäre.

Immer wieder drohte man mir mit Verlegung in die geschlossene Psychiatrie, aber um ehrlich zu sein, wäre ich froh gewesen es wäre passiert, denn dort hätte ich gewußt das ich nach wenigen tagen raus käme aber nicht so sehr eingesperrt und behandelt werden würde wie dort.

Nachdem ich nun schon über eine Woche dort war, äußerte ich den Wunsch das ich gerne Entlassen werden möchte zu einer Krankenschwester (zu diesem Zeitpunkt war ich immer noch im Überwachungszimmer) da hieß es dann nur das gänge nicht, ich sollte warten bis morgen die Oberärztin nochmal da wäre, dann bat ich darum mit dem Arzt reden zu dürfen, aber auch dies verweigerten sie mir.

Meine Freundin bekam am Telefon mit wie ich wieder fertig gemacht wurde und weil sie grad mal ca. 50 km. von da entfernt wohnt, setzte sie sich kurzerhand in ihr Auto und half mir das ich Entlassen werde.

Es gab ziemlichen Stress weil sie mich mit aller Macht da halten wollten, auch mußte sie die Verantwortung für mich übernehmen falls mir etwas passieren würde. Zum Guten Schluß mußte ich ein Schreiben unterschreiben da sich auf eigene Verantwortung die Klinik verlassen werde, und er sagte mir dann noch hinzu, daß ich wohl zu den 15 % gehören würde die an ihrer Magersucht sterben werden nachdem er alles mit der Oberärztin abgeklärt hatte. Ich muß sagen das ich dort soviel negatives Erlebt und zu spüren bekam das ich garnicht alles wieder geben kann, aber eines weiß ich, einmal und nie wieder Klinik Lüneburger Heide in Bad Bevensen.

Auch durfte ich feststellen das es bei dem Personal wohl besondere Lieblinge gab die wirklich alles durften, und dann wiederum gab es Patienten die einfach nur wie Dreck behandelt wurden.

Fazit:

NICHTS, aber auch REIN GARNICHTS was auf ihrer schönen Homepage und Heft angepriesen wird wird dort in die Realität umgesetzt bzw. so gehandhabt viele Gruppenangebote die dort angeschrieben werden existieren garnicht!

1 Kommentar

daf64 am 21.12.2010

Ich finde Ihr Anorexen braucht diesen Druck um gesund zu werden. Aber viele von Euch haben sich dagegen mit Händen und Füssen gewehrt. Ihr müsst mal sehen, dass mit Druck nur gearbeitet wird, weil ihr mit Eurem Leben spielt. Und für nichtanorexen ist das Miteinander mit Euch wirklich anstrengend in der Klinik.

Kritischer Besucherbericht. Nicht empfehlenstwerte Klinik!

Klinischer Fachbereich: Psychosomatik
  |  berichtet als Angehöriger eines Patienten   |   Jahr der Behandlung: 2009
Gesamtzufriedenheit:
schlechte Erfahrungunzufrieden (Zeitverschwendung. Chefarzt dominiert.)
Qualität der Beratung:
schlechte Erfahrungweniger zufrieden (Am Empfang bekommt man patzige Antworten.)
Medizinische Behandlung:
schlechte Erfahrungunzufrieden (Leute können sich ritzen ohne, dass sich jemand drum kümmert.)
Verwaltung und Abläufe:
schlechte Erfahrungunzufrieden (Es wird Eigenverantwortlichekit von den psychisch instabilen Patienten erwartet, führt zu kompleter Überforderung, keine Hilfsangebote.)
Pro:
Angenehme Einrichtung, wie in einem Schullandheim. Essen ist ok und reichaltig. Viel Grün drumherum.
Kontra:
Schlechte Athmosphäre unter den Patienten. Nicht erkennbares Therapiekonzept. Patienten werden auch aufgenommen, wenn sie nicht ins Patientenprofil passen.
Privatpatient:
nein
Erfahrungsbericht:

Meine Schilderungen geben die Erfahrungen während eines Besuchs an einem Wochenende wieder.
Dieser Besuch hat mich sehr verwirrt hinterlassen. Aus zwei Gründen.

Da ich mehrere Stunden in der Klinik verbrachte, hatte ich Gelegenheit die Patienten im Speißesaal, im unbesetzten Kunstzimmer, im Aufenthaltsraum und am Lieblingstreff der Raucher auf der Terasse kennen zulernen.

Was mich sehr bestürzte, war das allgegenwärtige und massive Mobbing der Patienten gegeneinander.
Die Patientengruppen dort sind Eßgestörte, Adipositas und ADHS. Jede dieser Gruppen mobbte gegen die jeweils anderen.
Und auch innerhalb der Gruppen wurde gemobbt, besonders traurig fand ich das unüberhörbare Lästern über den Eßtisch hinweg der "nur dünnen" Eßgestörten, gegen die Mädels, welche so abgemaggert waren, dass sie nur noch im Rollstuhl herum geschoben werden konnten.
Mobbing findet anscheinend auch gegenüber den Neuankömmlingen statt. Ich mußte erleben, wie ein Patient, der erst am Tag zuvor angekommen war, von seinen Mitpatienten unter einem Vorwand etwas holen geschickt wurde, damit sie ohne ihn in die Stadt aufbrechen konnten.
Die Eßgestörten sind immer wieder den Bemerkungen der ADHS Patienten ausgesetzt, wo sie denn dass ganze Essen lassen würden.
Und den Adipositas-Patienten ist es sichtlich unangenehm, wenn sie beim Essen von allen erwartungsvoll dabei beobachtet werden, wieviel sie denn essen werden.

Dass Pflegepersonal schaut dabei zu. Und von den Ärzten kommt es zu keiner Intervention.

Wenn ich dort für eine Reha eingewiesen würde, wäre ich nur noch auf meinem Zimmer, weil ich diesen psychischen Stress nicht stand halten würde.


Der zweite Punkt waren die Berichte der ADHS-Patienten über die Therapie und die Ärzte.

Alle wurden vom Chefarzt betreut.
Mir wurde von mehreren Patienten berichtet, dass sie der Chefarzt regelmäßig in Einzel-Gespärchen bedroht, sie aus der Klinik zu schmeissen, wenn sie nicht seine Bedingungen erfüllen würden. Ein Patient meinte sogar, dass würde Strategie sein, um sie mürbe zu machen.
Die Bedingunge, welche der Chefarzt einfordert, beträffen unter anderem die Schuhe, die man trägt, das Käppi auf dem Kopf, oder das T-shirt, weil es zuviel Haut zeigen würde.

Sehr irritierend fand ich den Bericht der Patienten über eine Gruppentherapie Sitzung, welche von zwei Therapeuten geleitet wurde. Nach einiger Zeit kam der Chefarzt dazu. Im Laufe des weiteren Gruppengesprächs kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Therapeuten und dem dem Chefarzt. Worauf erst der eine und dann der andere Therapeut erbost die Sitzung verliesen. Und dass alles vor den Patienten! Der Chefarzt hat dann die Sitzung alleine zunde geführt.

Patienten berichteten darüber, dass sie die Ärzte auf den Fluren antreffen würden, während diese sich laut über andere Patienten und deren Stand der Therapie unterhalten.

Termine zu Einzelgesprächen mit dem Chefarzt werden den Patienten vom Personal im Vorbeigehen angekündigt, im Vorbeigehen verschoben und im Vorbeigehen nimmt sich der Chefarzt die Patienten zum Gepräch mit.

Überhaupt waren sie die Patienten an diesem Wochende total selbst überlassen. Es gab keine Beschäftigungsangebote. Und keine Therapieangebote.
Also verbrachten viele die Zeit mit Rauchen, oder fuhren in die Stadt und verbrachten dort die Zeit unter anderem auch mit Alkohol.

Ein kleiner Junge von ca. 11 Jahren lief die ganze Zeit durchs Haus und schien nichts mit sich anzufangen zu wissen. Ich habe ihn immer wieder alleine rumhängend an mehreren Stellen beobachten können.

Von den ganzen tollen Therapieangeboten auf der Webseite konnte ich nichts beobachten, und auch die Patienten haben mir nichts davon erzählt. Und wußten mit den Begriffen aus den Info-Prospekten der Klinik, nach denen ich sie fragte, nichts anzufangen.
Nun, es wurde einem Patienten im Arztgespräch geraten, sich an Jesus zu wenden, da er wohl die einzige Hoffnung für den Patienten sei.

Vor allem die Patienten, welche schon länger dort waren, meinten, dass sie einfach die Zeit absitzen, es ihnen aber nicht wirklich besser gehen würde.

Ich würde mein Kind nicht dort hingehen lassen und ich würde auch jedem Betroffenen davon abraten.

3 Kommentare

saddie76 am 29.08.2009

Also mir flattern die Ohren und Augen was ich hier lesen muss an Kritik über die Klinik Lüneburger Heide.

Die Klinik Lüneburger Heide ist meiner Meinung nach eine der kompetentesten Kliniken in Deutschland. Ich persönlich war dort wegen ADHS und einer Essstörung. Es ist immer leicht einen Sündenbock zu finden, wenn man in der Therapie an seine Grenzen kommt und vielleicht denkt, man lebt lieber weiter im alten Schema ( weil dies ja auch sehr viel leichter ist ) als wirklich an sich zu arbeiten. Ich habe dort Leute kennengelernt, die dort sassen und meinten "Therapeut mach mal." Aber so funktioniert keine Therapie. Therapie bedeutet Arbeit an sich selbst und die Therapeuten sind nur Helfer, die den Patienten helfen können, wenn die es auch wirklich zulassen und mitarbeiten.

Speziell im ADHS-Bereich gibt es sehr kompetente Therapeuten, die wissen was sie tun und die natürlich auch mal ganz klar Grenzen setzen müssen, denn Jeder der schon einmal Therapie gemacht hat weiss, dass man manchmal an einem Punkt kommt, wo man denkt man schmeisst alles hin und kann nicht mehr. Man merkt oft erst später wieviel einem doch geholfen wurde.

Die Ärzte, Schwestern, Therapeuten, etc. sind dort keineswegs unfreundlich oder inkompetent. Sie helfen wo sie können, aber natürlich gibt es da auch Grenzen. Wenn man so extreme Borderline-Probleme hat und erstmal auf die Überwachungsstation kommt ist dies sicherlich nicht, weil man diese Patientin quälen will, sondern weil die Klinik es sehr ernst nimmt und nicht möchte, dass unter ihrem Dach ein Suizit stattfindet.

Anorexie-Therapie ist hart, aber wie hart sind Anoprexen zu sich ? Schaut man sie sich an, und jeder Nicht-Essgestörte weiss wie schwer es ist abzunehmen und weniger zu essen. Wenn eine Anorexin tagelang nichts ausser 3 Schluck Wasser trinkt, aber dann in der Therapie so extrem empfindlich darauf reagiert, dass sie erstmal beoabachtet wird, dann frage ich mich , ob diese Patient überhaupt eine Therapie und Veränderung in ihrem Leben will ?

Es gibt dort ein sehr reichliches Therapieangebot, was ich in keiner anderen Klinik bisher erlebt habe. Zum Beispiel findet die Essgestörtengruppe 5 Mal die Woche und die Psychotherapiegruppe 4 Mal die Woche statt plus Kunsttherapien und spezieller ADHS-Therapie ( 5 Mal die Woche )statt.

Dort wird Niemand ausgegrenzrt oder gegenseitig gemobbt. Wenn so etwas vorkommt gibt es sofort Gespräche, denn dies soll ein sicherer Ort sein und da ist sowas nicht möglich. Wenn dann Jemand sowas schreibt, der an einem Therapiefreien Wochenende dort als "Besuch" war, dann frage ich mich doch ernsthaft was sie dort wollte ? Die Therapiefreie Zeit am Wochenende ist dafür da über die vergangenen Tage der Therapie nachzudenken, es sacken zu lassen und sich zu erholen. Da ist kein Platz für Nonstop-Unterhaltung, obwohl die Klinik auch am Wochenende Freizeitangebote anbietet.

Der Chefarzt wird hier als Bestie dargestellt, die er keineswegs ist. Er ist einer der kompetentesten Therapeuten, die ich kennengelernt habe und der einem Patienten oft schon ansieht was mit ihm los ist. Dass er als Leiter der Klinik manchmal auf den Tisch hauen muss, vor allem im ADHS-Bereich, (bildlich gesprochen ) ist doch natürlich, denn manche Patienten müssen einfach auf ihrem Weg auch etwas Druck erfahren um an sich arbeiten zu können. Speziell ADHSler haben oft Probleme indem sie sich vorher mit Drogen oder Alkohol selbstmedikamentiert haben und dieses ist eins ihrer Probleme wie z. B. Bulimiker das Problem haben ihr Essen zu verstecken um Essanfälle haben zu können. Werden sie deswegen diskrmeniniert?

Fazit: Wer in der Klinik Lüneburger Heide nichts für sich mitnoimmt, der hat nicht wirklich an sich gearbeitet und tut mir leid.

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